20 Januar 2013

Maria Sveland - Häschen in der Grube - Lesen macht klug und schoen 887


Ein radikaler Roman, der die Macht der Männer über die Frauen zeigt
Maria Sveland - Häschen in der Grube
Roman


KiWi 1287
ISBN: 978-3-462-04446-1
Erscheinungsdatum: 07. Januar 2013
Titel der Originalausgabe: Att Springa
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer
Euro 9,99
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Die Freundinnen Emma und Julia sind in den Achtzigerjahren zwölf Jahre alt. 
Julia lebt mit ihrem Bruder in einer Familie mit gutbürgerlicher Fassade, doch ihr Vater Carl ist gewalttätig und unberechenbar, ihre Mutter Gisela leidet still vor sich hin und hat den Draht zu den Kindern verloren. 
Emma hingegen wächst bei ihrer alleinerziehenden und unkonventionellen Mutter Annika auf, die meist ein offenes Ohr für die Sorgen der Mädchen hat. 
Als die Sommerferien sich dem Ende zuneigen und eine Hitzewelle über Stockholm liegt, taucht auf einmal ein Mann im Wald auf. Sein plötzliches Erscheinen fasziniert und erschreckt die Mädchen gleichermaßen und läutet einen Strudel von Ereignissen ein, der das Leben der beiden für immer verändert.
Ein Roman, der zeigt, wie wenig die Gesellschaft in der Lage ist, Mädchen und Frauen vor gewalttätigen Männern zu schützen.







Maria Sveland, geboren 1974, absolvierte ein Studium am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften in Stockholm und arbeitet seitdem als TV- und Hörfunkjournalistin. »Bitterfotze«, ihr erster Roman, sorgte in Schweden für großes Aufsehen und stand wochenlang auf den Bestsellerlisten.

Leseprobe hier:

Presse:

»Mit diesem Roman bekräftigt Maria Sveland ihre Position als Kämpferin für Frauenthemen.«
GP

»Ein Roman voller Wut und ohne Bitterkeit«
Arbetarbladet

Missbrauchs-Roman - Der Gott der alten Männerschweine - 
"Es beginnt mit einem Alten, der im Wald "mit seinem Rhabarber" wedelt, und endet als Tragödie. Maria Sveland, Autorin des Bestsellers "Bitterfotze", seziert in "Häschen in der Grube" sexuelle Gewalt in einer von Männern geprägten Gesellschaft. Von Maren Keller mehr.."[...] obwohl die Thematik von Svelands neuem Roman viel düsterer und brutaler ist, ist genau das wieder die größte Stärke ihres Buches: das Herausarbeiten des Systematischen, des Allgemeinen, der Muster und Machtverhältnisse, die Täter und Opfer voneinander unterscheiden. [...] Es kann vielleicht gar kein schönes Buch sein, aber es ist ein ernsthaft Gutes." Spiegel online


Leif Hansen


Weitere Literatur der Autorin Maria Sveland bei Lillemors:

Sveland, Maria
Bitterfotze
Roman
 
Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil....  
Kiepenheuer & Witsch
8,95 €




Maria Sveland - Bitterfotze - Roman:
»Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt.« Expressen

Ein Roman, der hier im Haus so heftige Diskussionen auslöste, dass ein (männlicher) Kollege beleidigt das Zimmer verließ und noch Stunden später kleine Grüppchen auf dem Gang zusammenstanden, um sich auszutauschen. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Es war schon mal besser, und die Lorbeeren, auf denen sich viele ausruhen, sind längst vertrocknet.
Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht – vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft.
Ein Buch, das in Schweden die Bestsellerliste anführte, von einer Autorin, die eine Revolution will und sich keineswegs mit dem zufrieden gibt, was vermeintlich schon alles erreicht wurde. Laut, kompromisslos und ehrlich haut Maria Sveland uns ihren bitterfotzigen Zorn um die Ohren, und jede Frau, die versucht, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird zustimmend nicken. Und wütend werden.

»Klug, laut, wütend – und nicht zickig.«
Freundin

»Es ist die zornige Reflektion einer jungen Mutterschaft in der (westlichen, europäischen) Gegenwart und die kühle Bilanz einer Ehe (...).«
Süddeutsche Zeitung, Jens-Christian Rabe

»Es ist ein strukturelles Problem, ein gesellschaftlicher Irrglaube an Gleichberechtigung, der sich darin manifestiert, dass Frauen weiterhin von riesigen Schuldgefühlen geplagt werden, wenn sie sich die gleiche Freiheit herausnehmen, wie Männer es ohne mit der Wimper zu zucken machen.«
neon.de

»Sveland erzählt (...) mit einer derart druckvollen und meinungsstarken Sprache (...). Ihre Analysen zu Liebe, Elternschaft und Ehe stellt sie gekonnt in Beziehung zu Modellen aus den 1970ern (...).«
dieStandard.at

»Offensichtlich hat die Journalistin Maria Sveland (...) einen Nerv getroffen: den jener Frauen (und Männer?), die sich mehr oder weniger verzweifelt fragen, was in einer Gesellschaft mit gut ausgebildeten Müttern und erziehungswilligen Vätern verdammt noch mal immer noch so schwierig ist am wirklichen halbe-halbe Machen.«
EMMA

»Maria Sveland hat eine neue Debatte über die Familie entfacht.«
Frankfurter Rundschau

»Maria Svelands Beobachtungen sind so scharfsinnig, so klug und ja so bitterfotzig, dass man sich am Ende des Buches fragt, ob wir wirklich im ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert leben.«
Brigitte Young Miss Online

»Dieses Buch ist ein Wutschrei und ein tränenüberströmtes Betrachten der zerschellten Illusion der Gleichberechtigung. Auf, Schwestern, zur Freiheit, zur Sonne, zum Licht!«
annabelle

»Maria Sveland hat das Kunstwerk geschafft, den feministischen Entwicklungsroman der Siebziger zu modernisieren. Und das ist aus vielen Gründen bemerkenswert.«
taz

»Mal gucken, wie es in Deutschland ankommt,wenn eine junge Frau sich zu sagen traut, dass einen Muttersein nicht nur sehr glücklich, sondern auch ganz schön traurig machen kann.«
Neon, Vera Schroeder

»Maria Sveland bricht mit ihrem Roman das Tabu um die Werte von Mutterglück, Familie und Liebe. Es ist die Anklageschrift einer wütenden jungen Frau.«
stern.de

»Bitterfotze ist mehr Abhandlung als Roman. Darüber, wie wenig gleichberechtigt es immer noch zwischen Mann und Frau zugeht. Egal ob im Job oder in der Beziehung. Ein wütendes Buch, das auf den Tisch haut! Endlich macht sich jemand mal wieder wirklich feministische Gedanken.«
Radio Fritz

»Dass Svelands zorniger Schrei ausgerechnet aus dem Emanzipationswunderland Schweden herüberschallt, in dem mehr als 80 Prozent der Frauen arbeiten und Krippenplätze garantiert werden, zeigt, wie hilfreich, aber ungenügend solche Strukturen für die tatsächliche Gleichberechtigung sind.«
Tagesspiegel

»Bitterfotze erzählt schnell, wütend, humorvoll.«
Der Spiegel

»Die rasende, schnaubende Abrechnung einer Mutter ist das.«
ZDF aspekte

»Tatsächlich hat Sveland mit diesem Buch ein Tabu gebrochen, sogar im Musterland der Emanzipation, weil sie es gewagt hat, ihre Zweifel an ehernen Werten wie Mutterschaft, Familie und Liebe laut und deutlich auszusprechen. Wenn man es recht bedenkt, ist es traurig, dass man ein Buch wie Bitterfotze als “mutiges Buch” loben muss, weil das beweist, dass es auch im Jahr 2009 noch immer nicht als Selbstverständlichkeit gilt, wenn eine Frau den Mund aufmacht und ihre Rechte einfordert.«
Spiegel Online

»Bitterfotze ist die sensibel beschriebene, faktenharte Wirklichkeit. Sveland schreibt in ihrem Debüt allen liebenden und wütenden, allen zerrissenen Frauen von der Seele. Befreiend.«
Kurier Wien

»Was das Buch so lebendig macht, ist die sehr anschauliche Erzählweise: Nichts bleibt abstrakte Behauptung. Dazu trägt auch die energiegeladene Wut der Autorin bei, das genaue Hinsehen, das nicht Schönreden.«
Junge Welt

»Maria Sveland (...) bietet ihrer Erzählerin die Möglichkeit, eine Weile aus der Mühle ihres Lebens herauszutreten und über sich selbst einigermaßen klar zu werden. Sie sieht dann “eine Reihe von Möglichkeiten, neu anzufangen”. Das ist mehr, als viele AutorInnen der Siebziger ihren Figuren oder sich selbst zugestanden haben.«
taz, Dirk Knipphals

»Der Roman lässt sich nicht als modische lila Luftnummer abtun, sondern rüttelt auf mit seinem “Es gibt noch viel zu tun”-Sound.«
Buchjournal

»(...) das Buch ist klug geschrieben, es zeigt, dass keineswegs selbst schuld ist, wer sich heute noch diskriminiert sieht.«
Neue Presse

»Sveland greift die Wut und Verzweiflung im Bauch vieler junger Frauen selbstbewusst auf. (...) Man beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen, wofür man der Autorin nur sehr dankbar sein kann.«
maedchenmannschaft.net

»Ein sagenhaft gutes Buch, in dem sich fast jede Frau irgendwie wiederfinden wird.«
Lisa Ortgies in FrauTV

»Bei aller Kritik an den herrschenden Verhältnissen – Maria Sveland hat keine Lust auf die Opferrolle. Sie lässt ihre Heldin kämpfen, um ihre Seele, ihre Selbstbestimmung und ihr Familienglück.«
Stern

»Maria Sveland versucht den Blick direkter ins Gesellschaftliche zu lenken: auf Emanzipationswünsche, die leider auf dem Trockenen schwimmen.«
misstilly.de

»Klar und schnörkellos zeigt Sveland, mit welchen sozialen Rollenmustern wir wirklich leben und hinter was für Gleichberechtigungslügen wir uns verstecken. Das Schöne an Maria Svelands Buch ist aber, dass zwischen all der Wut und Heftigkeit auch leise Zwischentöne durchdringen, die zum Nachdenken anregen.«
Hochschulradio Aachen

»Nicht von ungefähr haben zwei schwedische Theater die Bühnenversion der Bitterfotze zum diesjährigen Weltfrauentag auf ihrem Programm.«
dpa

»Maria Sveland hat mit Bitterfotze einen kontroversen Bestseller-Roman über Emanzipation geschrieben.«
brigitte.de

»(...) Bitterfotze trifft offenbar genau jenen Nerv, der bei vielen Frauen ständig bloßliegt. (...) Es ist eine Klageschrift, hinter der ein durchaus verständlicher Schrei nach Anerkennung steckt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Interview_Maria Sveland







Zitat zum daily book heute:
"Ich bin mir nicht sicher, ob die Globalisierung und das damit einhergehende Flexibilitätsgebot Probleme für arbeitende Mütter darstellt. Ich würde sagen, dass das Hauptproblem die dauerhafte Ungleichbehandlung ist. Solange wir die mütterliche Präsenz als selbstverständlich ansehen und die väterliche Abwesenheit als normal und naturgemäß, wird es hart sein, jemals eine Gleichberechtigung zu erreichen. Ich finde es erstrebenswert, dass Elternschaft als eine Verantwortung (und Freude) von Müttern und Vätern gleichermaßen empfunden wird. Ich wünsche mir, dass alle Frauen von diesen schwachsinnigen Mythen rund um die perfekte Mutter und dem ganzen Mist drum herum befreit werden, und wir endlich anfangen über Elternschaft anstatt immer nur über Mutterschaft zu reden. Wenn Männer und Frauen sich die Erziehung der Kinder gleichberechtigt teilen würden, könnten Frauen eine Karriere haben und Beruf und Familie verbinden. Das erfordert natürlich viele gesellschaftliche Hilfen und Einrichtungen, wie ausreichende Kindertagesstätten, die das ermöglichen."
Maria Sveland

1 Kommentar:

  1. Das Buch rüttelt auf und ist sicher keine leicht zu verdauende Kost. Aber es ist wichtig, dass darüber geschrieben wird. Erste Signale von Missbrauch müssen gedeutet werden können und vor allem brauchen wir Menschen mit Zivilcourage, die dem begegnen.

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