26 Juni 2017

Lesen macht klug und schoen 1274 - Teresa Präauer - Oh Schimmi


Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.

Teresa Präauer - Oh Schimmi
Roman


Wallstein Verlag, Göttingen 2016
ISBN 9783835318731
Gebunden, 204 Seiten,
19,90 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Wie kann einer sich bloß derart zum Affen machen und so blöd anstellen beim Zappen durchs Fernsehprogramm und auf seinen Wegen durch die Bars und Nagelstudios der Großstadt? Ständig auf der Suche nach der nächsten Liebe, meistens im falschen Moment unterbrochen vom Handyläuten der eigenen Mutter. Teresa Präauers Buch zeigt, dass Anbaggern oder Aufreißen noch immer eine sportliche Disziplin ist, die aus kopulierenden Wörtern gemacht ist.

Teresa Präauer, geboren 1979, ist Autorin und bildende Künstlerin und lebt in Wien. Sie studierte Malerei und Germanistik in Salzburg, Berlin und Wien.
Ihr Roman »Für den Herrscher aus Übersee« wurde zur Frankfurter Buchmesse 2012 mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt ausgezeichnet. Im Herbst 2014 erschien der Künstlerroman »Johnny und Jean«, ausgezeichnet mit dem Droste-Literaturförderpreis und dem Förderpreis zum Hölderlinpreis 2015 und nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015.
2015 war sie als »Honorary Fellow in Writing« im »International Writing Program« an der University of Iowa, 2016 lehrt sie als S.-Fischer-Gastprofessorin am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin, 2017 als Writer in Residence am Grinnell College in den USA.
Teresa Präauer schreibt regelmäßig für Zeitungen und Magazine zu Theater, Kunst, Literatur, Mode und Pop.

19 Juni 2017

Lesen macht klug und schoen 1273 - Olga Martynova - Der Engelherd

Und es geht um Engel, die entsetzt auf unsere Grausamkeit starren, die rätseln über unser Tun und uns nicht beschützen können.

Olga Martynova - Der Engelherd
Roman



S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783100024329
Gebunden, 368 Seiten,
23,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Was wäre, wenn Engel um uns wären? Würde das etwas ändern? Es geht um die Liebe in Olga Martynovas neuem Roman. Um die Liebe zwischen dem Schriftsteller Caspar Waidegger und der jungen Laura, die über ihn ihre Doktorarbeit schreibt. Es geht um die Frage, wie frei oder gefangen wir sind. Um Waideggers behinderte Tochter. Um Familie und Verantwortung also und die Frage, was normal ist und was verrückt. Es geht aber auch um unsere Vergangenheit, die in die Gegenwart ragt. Um eine Schauspielerin, deren Tochter von Euthanasie-Ärzten ermordet wird. Um Schuld also geht es. Und es geht um Engel, die entsetzt auf unsere Grausamkeit starren, die rätseln über unser Tun und uns nicht beschützen können.

Olga Martynova,1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf und studierte dort russische Sprache und Literatur. 1991 zog sie nach Deutschland. Sie schreibt Gedichte (auf Russisch) und Essays und Prosa (auf Deutsch). Mit ihrem Romandebüt ›Sogar Papageien überleben uns‹ (2010) kam sie auf die Longlist des Deutschen Buchpreises und auf die Shortlist des Aspekte-Preises. 2011 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Roswitha-von-Gandersheim-Preis. Für ein Kapitel aus ihrem Roman ›Mörikes Schlüsselbein‹ gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2015 erhielt sie den Berliner Literaturpreis und hatte die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der FU Berlin inne. 2016 erschien ihr dritter Roman ›Der Engelherd‹. Olga Martynova lebt mit ihrem Mann, dem Autor Oleg Jurjew, in Frankfurt am Main.

12 Juni 2017

Lesen macht klug und schoen 1272 - Christa Mulack - Gewalt im Namen Gottes

Mit dem Siegeszug des Monotheismus und seiner Heiligen Schrift wurde Gewalt zu einem festen Bestandteil der Religion. Zugleich wurde auch das Göttlich-Weibliche verdrängt, 

Christa Mulack - Gewalt im Namen Gottes
Ursachen und Hintergründe im biblischen Monotheismus


ISBN 978-3-8288-3641-9
382 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2016
17,95 Euro
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Dienstag, 20.6.2017 um 20 Uhr liest bei uns im Lillemors Buchladen:
CHRISTA MULACK: "Gewalt im Namen Gottes" - Ursachen und Hintergründe im biblischen Monotheismus- 
UKB: €7,00 /erm.€5,00


Weltweites Entsetzen ruft die Zerstörung von Kulturgütern durch den „Islamischen Staat“ einhellig hervor. Warum nur muss der fundamentalistische Islam so intolerant und barbarisch sein? Doch man vergisst dabei leicht, dass auch die Durchsetzung des Christentums einst mit der Vernichtung der antiken Kultur einherging.

Christa Mulack spürt der religiösen Gewalt im Namen des Einen Gottes der Bibel nach, an der das alte Israel einst zerbrach und an der die Menschheit bis heute leidet. Sie beschreibt, wie die Israeliten im babylonischen Exil von einer fanatisierten Priesterschaft in den monotheistischen Glauben mit Hilfe von Drohungen und Schuldzuweisungen hineingezwungen wurden. Und die Verheißungen, mit denen sie gelockt wurden, haben sich bis heute nicht erfüllt.

Mit dem Siegeszug des Monotheismus und seiner Heiligen Schrift wurde Gewalt zu einem festen Bestandteil der Religion. Zugleich wurde auch das Göttlich-Weibliche verdrängt, die bis dahin auch in Israel beheimateten und hoch verehrten Göttinnen Aschera und Astarte. Die Abwertung des Weiblichen hält bis heute an. Statt diesen Ur-Grund unserer Kultur permanent zu verdrängen, sollten wir ihn in unser kulturelles Gedächtnis ebenso wie in unser Bewusstsein integrieren. Nur so kann der Religion der Zahn der Barbarei gezogen werden.


Dr. Christa Mulack wurde 1943 in Hamburg geboren, hat Theologie und Erziehungswissenschaften studiert und über die Kabbala promoviert. Sie hatte Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und kirchlichen Hochschulen. Sie ist Autorin kulturkritischer Bücher zu theologischen und psychologischen Themen (u.a.: „Maria – die geheime Göttin im Christentum und Der veruntreute Jesus“).http://www.christa-mulack.de/buecher.htm

05 Juni 2017

Lesen macht klug und schoen 1271 - Gisela von Wysocki - Wiesengrund

Wiesengrund ist der zweite Roman der Schriftstellerin, Essayistin und Theaterautorin Gisela von Wysocki nach ihrem gefeierten Romandebüt Wir machen Musik. Er handelt von der Annäherung an ein Faszinosum. Und beschreibt die komischen, skurrilen Versuche, aber auch die Vergeblichkeit, seinem beklemmenden Zauber zu entkommen.

Gisela von Wysocki - Wiesengrund
Roman


Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518425497
Gebunden, 264 Seiten,
22,00 EUR
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Sterne sind aus Plasma und Gas gemacht. Der Vater muss es wissen, ein weit über Salzburg hinaus bekannter Astrophysiker. Hanna Werbezirk hält sie trotzdem für ewig. Und hat wenig Lust, ihm als Assistentin in seinem astronomischen Labor zu dienen. Im Nachtstudio hört sie heimlich die Vortragsfolge eines Autors, dessen Name sie sich merken wird. Wiesengrund. Er könnte hilfreich sein, für sie die Frage nach der Beschaffenheit der Sterne zu klären. Seine Worte, wendig und wandlungsfähig, eröffnen ihr den Blick in eine Welt mit eigenen Gesetzen. Das Gefühl einer Komplizenschaft mit dem radiophonen Mitternachtsbesucher macht aus der Lektüre seiner Schriften ein von Herzklopfen begleitetes Ereignis. Als Studentin der Philosophie reist Hanna einige Jahre später nach Frankfurt am Main, um Wiesengrund in natura zu erleben - und gerät in gänzlich neue Sphären. Die politischen Turbulenzen der Zeit wirken auch in ihre neuen Lebensverhältnisse hinein. Vor allem aber steht sie jenem magischen Feld gegenüber, das sie selbst um den hazardeurhaften Denker errichtet hat.

Gisela von Wysocki, 1940 in Berlin geboren, Essayistin, Theater- und Hörspielautorin, Literaturkritikerin, studierte Musikwissenschaft in Berlin und Wien und Philosophie bei Theodor W. Adorno. Sie promovierte über den österreichischen Dichter Peter Altenberg und wurde für ihre Buchveröffentlichungen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

29 Mai 2017

Lesen macht klug und schoen 1270 - Shida Bazyar - Nachts ist es leise in Teheran

Eine aufrüttelnde Familiengeschichte zwischen Revolution, Flucht und deutscher Gegenwart

Shida Bazyar - Nachts ist es leise in Teheran
Roman


Kiepenheuer und Witsch Verlag,
Köln 2016
ISBN 9783462048919
Gebunden, 288 Seiten,
19,99 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier unvergessliche Stimmen. Aufwühlend und anrührend erzählt Shida Bazyar eine Geschichte, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart.

1979. Behsad, ein junger kommunistischer Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs für eine neue Ordnung. Er erzählt von klandestinen Aktionen, funkenschlagender Hoffnung und davon, wie er in der literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet.

Zehn Jahre später in der deutschen Provinz: Behsad und Nahid sind nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern geflohen. Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten. Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine Heimat in der Fremde.

1999 reist deren Tochter Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter nach Teheran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen und geflüsterten Geheimnissen lernt sie ein Land kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. Ihr Bruder Mo beobachtet ein Jahrzehnt später belustigt die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf.

Shida Bazyar gelingt ein dichtes, zartes und mitreißendes Familienmosaik. Und ein hochaktueller, bewegender Roman über Revolution, Unterdrückung, Widerstand und den unbedingten Wunsch nach Freiheit.

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. 

22 Mai 2017

Lesen macht klug und schoen 1269 - Szuzsa Bánk - Schlafen werden wir später

»Wir sehen in die Köpfe, wir sehen in die Herzen. […] Man will teilhaben, mitleiden, mitlachen, […] so poetisch und lebensklug sein wie die beiden Heldinnen.«


Szuzsa Bánk - Schlafen werden wir später
Roman



Verlag: S. Fischer
ISBN: 978-3-10-005224-7
Preis: 24,00 €
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit über Annette von Droste-Hülshoff weiter zu kommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit: mit dem Mann, der sie verlassen hat, mit dem Krebs, den sie überwunden geglaubt hat, mit ihrem Vater, der so jung gestorben ist. Jetzt, mit Anfang 40, liegt die Mitte des Lebens hinter ihnen, sind Lebensweichen gestellt, wichtige Entscheidungen getroffen, ist ein Richtungswechsel nicht mehr vorgesehen. Aber soll das alles gewesen sein? Márta und Johanna schreiben einander E-Mails von großer Tiefe, Offenheit und Emotionalität.

Zsuzsa Bank, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin in Frankfurt am Main. 
http://www.zsuzsabank.de/site/zsuzsa_bank/home

15 Mai 2017

Lesen macht klug und schoen 1268 - Rachel Kushner - Telex aus Kuba

Rachel Kushner hat einen tropisch glitzernden historischen Moment des 20. Jahrhunderts mit großer Raffinesse so verdichtet, dass er die Ereignisse wie durch ein Brennglas zeigt. 

Rachel Kushner - Telex aus Kuba
Roman


Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017
ISBN 9783498034467
Gebunden, 464 Seiten, 
19,95 EURhier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell. In 'Telex aus Kuba' sind sie alle versammelt - die Castros, Che Guevara, der Diktator Batista und US-Präsident Eisenhower. Aber erzählt wird die Geschichte hauptsächlich von zwei Jugendlichen, Everly Lederer und K.C. Stites, die füreinander bestimmt zu sein scheinen: sie die Tochter des Chefs einer amerikanischen Nickelmine und er der Sohn eines leitenden Angestellten der United Fruit Company. Aus den Brüchen zwischen dem, was sie voller Faszination und Erschrecken wahrnehmen, tritt allmählich die Geschichte eines ebenso wagemutigen wie bisweilen absurden Freiheitskrieges zutage. Verwickelt in ihn sind, mit oft dubiosen Interessen, auch ein französischer Agent mit SS-Vergangenheit, eine kubanische Tänzerin mit erotischem Hang zur Macht, zahlreiche karrierebewusste Saubermänner und ihre dekadenten Gattinnen, Dschungelkämpfer und schmutzige Geschäftemacher.

Rachel Kushner, geboren 1968 in Eugene, Oregon, studierte Literatur und kreatives Schreiben in Berkeley und an der Columbia University, und arbeitete als Redakteurin in diversen Kunst- und Literaturmagazinen. Sie lebt in Los Angeles, ist verheiratet und hat einen Sohn.
Rachel Kushner wurde international bekannt mit ihrem Bestseller "Flammenwerfer", der u.a. ein Finalist für den National Book Award 2013 war, ebenso wie "Telex aus Kuba" im Jahre 2008. Ihre Romane sind in fünfzehn Sprachen übersetzt. Sie publiziert in Zeitschriften wie dem "New Yorker", "Harper's", der "New York Times" und dem "Paris Review". 2013 erhielt sie ein Guggenheim-Stipendium. Kushner lebt in Los Angeles.

08 Mai 2017

Lesen macht klug und schoen 1267 - Marilyn Yalom, Theresa Donovan Brown - Freundinnen

Die ist reich, die Freundinnen hat.
Marilyn Yalom, Theresa Donovan Brown - Freundinnen
Eine Kulturgeschichte




















BtB Verlag
Aus dem Amerikanischen von Liselotte Prugger
Originaltitel: The Social Sex
Originalverlag: Harper Perennial
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Evtl. mit Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75685-8
€ 22,00
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Freundinnen – jede Frau hat sie, jeder braucht sie. In der heutigen westlichen Welt gilt Freundschaft unter Frauen als Selbstverständlichkeit. Doch ein Blick zurück zeigt: noch vor einigen Jahrhunderten waren »Freundinnen« so gut wie unbekannt, Freundschaften unter Frauen waren verpönt. In der Antike galten Frauen als das schwache Geschlecht, nur Männer seien intellektuell und emotional fähig, wirklich tiefgehende Freundschaften zu entwickeln und zu pflegen. Und auch heute noch gibt es Kulturen, in denen Frauen keine eigenständigen Freundschaften pflegen dürfen.
Anhand zahlreicher Quellen werfen Marilyn Yalom und ihre Co-Autorin Theresa Donovan Brown einen höchst informativen und unterhaltsamen Blick auf die Entwicklung und das Verständnis von Frauenfreundschaft im Wandel der Zeit: von der Bibel und den Römern bis zur Aufklärung, von der Frauenbewegung der 60er Jahre bis zu Sex and the City.

Marilyn Yalom ist Senior Scholar am Clayman Institute for Gender Research an der Stanford University. Sie hat zahlreiche Sachbücher veröffentlicht und lebt mit ihrem Ehemann, dem Buchautor und Psychanalytiker Irvin D. Yalom, in Palo Alto, Kalifornien.

Theresa Donovan Brown ist preisgekrönte Autorin von sowohl Sachbüchern als auch Belletristik zum Thema Freundinnen. Sie hat Creative Writing an der Stanford University studiert und einen MBA von der Haas School of Business der Berkeley University.


05 Mai 2017

Ausstellung, Verena Mayr-Kleffel - Fotoarbeiten - Jour Fix heute


EINLADUNG 

Verena Mayr-Kleffel - Fotoarbeiten


Jour Fix am Freitag, 

5.Mai 2017 von 17.00 bis 19.00 Uhr 

in Anwesenheit der Künstlerin bei Lillemors.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch


Verena Mayr-Kleffel entdeckte schon in jungen Jahren ihre Liebe zur Fotografie.

Es ist seit langem ihr zentrales Interesse, ihre unmittelbare Umgebung in München, Berlin aber auch in Italien zu beobachten und die unauffälligen Orte in ihrem besonderen Reiz sichtbar zu machen oder über die Kameraperspektive in einem neuen Licht erscheinen zu lassen.
Etwa: Mauern, verlassene Brachen, Spiegelungen u.a. Sie möchte, dass inmitten der Bilderflut der vielfach spektakulären Fotografie die Aufmerksamkeit auf die Schönheit des Alltäglichen gelenkt wird, die uns allen zugänglich ist.

Sie hat an mehreren Fotoworkshops teilgenommen und hat mehrmals ausgestellt: In der "Sendlinger Kulturschmiede", bei den "Neuhausener Kultüren". Bei Lillemor's zeigt sie zum zweiten Mal eine Auswahl ihrer Arbeiten.

Verena Mayr-Kleffel ist Mitglied des "Künstlerkreises Neuhausen-Nymphenburg" KKNN und stellt im Rahmen dessen Jahresausstellung regelmäßig aus.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

01 Mai 2017

Lesen macht klug und schoen 1266 - Milena Moser - Hinter diesen blauen Bergen


Milena Moser - Hinter diesen blauen Bergen



















Nagel & Kimche
Erscheinungsdatum: 30.01.2017
256 Seiten
Fester Einband
ISBN 978-3-312-01017-2
ePUB-Format
ISBN 978-3-312-01031-8
21,00 €
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Nach ihrem Bestseller "Das Glück sieht immer anders aus" erzählt Milena Moser nun vom Leben in den USA und einer neuen Liebe.
Milena Moser träumt von der Freiheit und sehnt sich nach der großen Liebe. Um das zu finden, lässt sie alles hinter sich und wandert in die USA aus. Nach ihrem Bestseller "Das Glück sieht immer anders aus" erzählt sie mit viel Humor von ihren Erlebnissen in Amerika und verrät, wo das Glück zu finden ist. Aber erst muss sie lernen, sich zu lösen: von Besitztümern, von ihren Freunden und Kindern. Sie trifft einen alten Bekannten wieder, der sich als Indianer entpuppt. Herz und Nieren sind nicht mehr die eines jungen Häuptlings, aber seine Unbekümmertheit lässt Milena schwach werden … Mosers Erzählen geht mutig einer Sehnsucht nach, und wir fiebern atemlos mit, weil sie sich traut, ihre Träume zu verwirklichen.

Milena Moser, 1963 in Zürich geboren, arbeitete nach einer Buchhändlerlehre für das Schweizer Radio DRS und für Zeitungen, bevor sie durch ihre Romane und Erzählungen über die tragikomischen Wechselfälle des Lebens berühmt wurde. Sie veröffentlichte 1990 ihre erste Kurzgeschichtensammlung Gebrochene Herzen oder Mein erster bis elfter Mord in einem eigens von ihren Freunden für sie gegründeten Verlag – 1991 landete sie mit Die Putzfraueninsel ihren ersten Bestseller. Die Verfilmung des Romans durch Peter Timm wurde preisgekrönt. Seither sind Milena Mosers Bücher regelmäßig Bestseller. Sie gibt Schreibseminare, schrieb viele Jahre lang eine wöchentliche Kolumne in der Schweizer Familie und tourte zwischen 2012 und 2015 zusammen mit Sibylle Aeberli und dem gemeinsamen Stück Die Unvollendeten durch die Schweiz. Seit Sommer 2015 lebt Moser in Santa Fe, New Mexico.


24 April 2017

Lesen macht klug und schoen 1265 - Christine Wolfrum, Luitgard Marschall - Das übertherapierte Geschlecht

Dieses Buch macht immun gegen die falschen Verheißungen der Gesundheitsindustrie.

Christine Wolfrum, Luitgard Marschall - Das übertherapierte Geschlecht
Ein kritischer Leitfaden für die Frauenmedizin




















Verlag: Knaus
Paperback, Klappenbroschur,
288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-8135-0758-4
€ 17,99
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)




Frauen sind gesundheits- und körperbewusst, sie wollen sich wohl fühlen und gut aussehen. Das macht sie attraktiv - vor allem als Kundinnen für Ärzte, Therapeuten und Pharmaindustrie. Aber nicht gesünder. „Das übertherapierte Geschlecht“ zeigt wie Frauen durch irreführende Informationen, selbst von angesehenen Institutionen, verunsichert und zur Kasse gebeten werden. Kritisch recherchiert und mit aktuellem Hintergrundwissen macht dieses Buch immun gegen unnütze und schädliche Verheißungen der Gesundheitsindustrie.

Luitgard Marschall ist Pharmazeutin, promovierte Wissenschaftshistorikerin und Autorin. Sie hat in den Themenfeldern Medizin, Umwelt und Nachhaltigkeit veröffentlicht.
Christine Wolfrum arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin und Sachbuchautorin. Sie war leitende Redakteurin einer Frauenzeitschrift und hat sich auf die Bereiche Gesundheit, Psychologie und Frauen spezialisiert. 

Beide Autorinnen leben in München.


17 April 2017

Lesen macht klug und schoen 1264 - Aslı Erdoğan - Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch

Eine der wichtigsten Stimmen der türkischen Opposition – Aslı Erdoğans politische Essays erstmals auf Deutsch

Aslı Erdoğan - Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch
Essays



















Knaus Verlag
Originaltitel: Artık Sessizlik bile Senin Değil
Originalverlag: Everest
Mit Beiträgen von Cem Özdemir
ISBN: 978-3-8135-0780-5
€ 17,99
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)



"Wir müssen den Mördern die Stirn bieten und die Opfer zu Wort kommen lassen." Aslı Erdoğan, die große türkische Romanautorin und Oppositionelle, ist zur Symbolfigur für die Meinungsfreiheit und das Ausmaß der türkischen Willkürherrschaft geworden. Für ihre Publikationen wurde sie viereinhalb Monate inhaftiert und ist momentan unter Auflagen für die Dauer des Gerichtsprozesses frei. Erstmals liegt nun eine Auswahl ihrer politischen Essays, die derzeit nicht in der Türkei erscheinen können, auf Deutsch vor. „Ihr Buch macht deutlich, wie unverzichtbar die Stimme und das Engagement einer Frau in jedwedem Freiheitskampf ist […] Seite für Seite wird man aufgerüttelt und Zeuge ihres unermüdlichen Widerstands.“ Libération

»Ein wichtiges, erhellendes Buch in einer sich verdunkelnden Zeit.«

Aslı Erdoğan, geboren 1967 in Istanbul, studierte Informatik und Physik und arbeitete einige Jahre als Physikerin am CERN bei Genf, ehe sie sich auf das Schreiben konzentrierte. 2010 wurde sie mit dem bedeutendsten Literaturpreis der Türkei ausgezeichnet. Als Kolumnistin schrieb sie zunächst für die Zeitung „Radikal“, ab 2011 für die kurdisch-türkische Zeitung „Özgür Gündem“. Im August 2016 wurde Aslı Erdoğan nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei zusammen mit 22 anderen Journalisten der Zeitung verhaftet und Ende Dezember 2016 für die Dauer des laufenden Prozesses unter Auflagen entlassen.

11 April 2017

Lesen macht klug und schoen 1263 - Nicolaia Rips - Alles außer gewöhnlich

Die Autorin Nicolaia Rips wuchs im legendären Chelsea Hotel auf und hat darüber ein Buch geschrieben. Hier schreibt ein wahrhaft freier Geist, der vermutlich selten mal früh schlafen gegangen ist.

Nicolaia Rips - Alles außer gewöhnlich




















Nagel & Kimche
Fester Einband 224 Seiten
ISBN 978-3-312-01018-9
ePUB-Format
ISBN 978-3-312-01032-5
20,00 €
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Aufwachsen im Chelsea Hotel: 
"Das Hotel, in dem ich ohne Aufsehen morgens um vier mit einem Zwerg, einem Bären und vier Frauen aufs Zimmer gehen kann." Leonard Cohen

Weil ihre weltfremden Künstler-Eltern 2005 ins legendäre Chelsea Hotel in New York ziehen, wächst Nicolaia Rips auf inmitten von Bohemiens, Callgirls und Spinnern. Ständig werden auf den Zimmern Partys gefeiert, krumme Dinger gedreht, phantastische Geschichten als lautere Wahrheit verkauft. Mittendrin die kleine Nicolaia, die als Maskottchen gehütet wird. 
Das ist interessant – aber auch eine Herausforderung. Mit wundervoller Komik und viel Humor erzählt Rips in ihrem Erlebnisbericht, wie sie die Normalität zu meistern lernte und sich ihren Platz im fast normalen Anderssein erkämpfte. 
Es ist ein Abgesang auf die Demimonde des Chelsea – und die mitreißende Geschichte einer außergewöhnlichen Kindheit.


Nicolaia Rips studiert an der Brown University (Rhode Island), davor besuhte sie die LaGuardia Highschool für darstellende Künste in New York City, wo sie auch stellvertretende Chefredakteurin der LaGuardia Literaturzeitschrift war. Ihr bisheriges Leben hat sie im Chelsea Hotel verbracht. In ihrer Freizeit nimmt sie Gesangsunterricht, macht Teamsport, liest begierig und erträgt ihre Eltern. Alles außer gewöhnlich ist ihr Debüt.

03 April 2017

Lesen macht klug und schoen 1262 - Alissa Ganijewa - Eine Liebe im Kaukasus

Eine Liebe in einer Welt von Korruption und Terrorismus
Alissa Ganijewa - Eine Liebe im Kaukasus
Roman
Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518425541
Gebunden, 240 Seiten,
22,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Alissa Ganijewa, eine mutige, weltoffene Schriftstellerin, erzählt diese Liebesgeschichte in zarten, rebellischen, zornigen Sätzen. Dialogreich, in komischen, oft skurrilen Szenen zeichnet sie das Bild einer Gesellschaft, in der globalisierte Lebensformen und traditionell geprägte Familienstrukturen, Archaik und Moderne aufeinanderprallen, während Korruption und Terrorgefahr ihr buchstäblich die brüchigen Fundamente wegzusprengen drohen.

Marat, ein junger Anwalt, kehrt aus Moskau in seine Siedlung am Kaspischen Meer zurück. Seine Eltern haben bereits den Hochzeitssaal gebucht. Sie sind fieberhaft dabei, ihrem Sohn eine geeignete Braut zu präsentieren, während ihn der Fall einer ermordeten Bürgerrechtlerin nicht loslässt. Patja, auch sie aus Moskau zurückgekehrt, versucht sich vor den Nachstellungen Timurs in Sicherheit zu bringen, mit dem sie sich fünf Monate lang auf Facebook geschrieben hat und der sie, zur Freude der Eltern, partout heiraten will.
Die Präsentation der Kandidaten, ein wandernder Brautzirkus, führt quer durch die Milieus. Während des Vorstellungsmarathons kreuzen sich die Wege von Patja und Marat, die sich heftig ineinander verlieben. Romeo und Julia auf dem kaukasischen Dorf? Die Sache geht in der Tat nicht gut aus. Doch nicht die Eltern haben dabei ihre Finger im Spiel, sondern ein mafiotischer Krimineller, der zur falschen Zeit aus dem Gefängnis entlassen wird.

Alissa Ganijewa, geboren 1985, wuchs in Machatschkala/Dagestan auf und lebt heute als Literaturkritikerin und Autorin in Moskau. Ihr Debüt, die unter männlichem Pseudonym veröffentlichte Erzählung Salam, Dalgat, löste heftige Reaktionen aus. Die russische Mauer, ihr erster Roman, wird zur Zeit in mehrere Sprachen übersetzt.

01 April 2017

Termin 1.April 2017 Lesung mit Almudena Grandes

Samstag, 1.April 2017 um 20.30h

im Münchner Literaturhaus am Salvatorplatz: "Spanien kontrovers"

Lesung mit Almudena Grandes

Die Autorin wird aus "Lulu" und aus dem Roman "Der Feind meines Vaters" (Hanser 2012) lesen. Außerdem darf das Publikum gespannt sein auf Kostproben jüngster, noch nicht übersetzter Werke.
Lillemors ist bei der Veranstaltung mit einem Büchertisch vertreten.
Wir freuen uns auf ein Kommen!





Wir sind mit einem Büchertisch dabei und freuen uns auf Euer Kommen.
Karten für die Vorstellungen gibt es nur im Literaturhaus Telefon: 089-29 19 34-0


24 März 2017

Lesen macht klug und schoen 1261 - Dacia Maraini - Das Mädchen und der Träumer

Ein überwältigender Roman über Verlust und Menschlichkeit, berührend und fesselnd.

Dacia Maraini - Das Mädchen und der Träumer
Roman

Folio Verlag, Wien - Bozen 2017
ISBN 9783852567150
Gebunden, 340 Seiten,
22,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)







Dienstag, 28. März 2017, 20 Uhr 
Lesung Dacia Maraini: „Das Mädchen und der Träumer“
München, Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Moderation: Maike Albath. Lesung der deutschen Passagen: Thorsten Krohn. Eintritt: 12 / 8 EUR


Träume sind Bruchstücke einer Wirklichkeit. Das weiß der Lehrer Nani Sapienza, als er von einem Mädchen träumt, das seiner verstorbenen Tochter ähnlich sieht. Nachdem er am Morgen danach von der vermissten Lucia im Radio hört, ist er überzeugt, dass sie ihm im Traum erschienen ist. Lucia ist spurlos verschwunden, und nach Wochen der vergeblichen Suche geben Polizei und Eltern auf. Nur Nani hört nicht mit seinen Schlussfolgerungen und besessenen Nachforschungen auf und zieht den Argwohn der Kleinstadt auf sich - aber seine Schüler der vierten Grundschulklasse, die nie genug von den wundersamen Erzählungen ihres Lehrers bekommen, bringt er zum Nachdenken. Die Suche nach Lucia wird bald zu einer Suche nach sich selbst.


Dacia Maraini, geboren 1936 in Florenz, ist heute ? weit über den Literaturbetrieb hinaus ? eine der wichtigsten Stimmen ihres Landes. Mit "La vacanza" ("Tage im August") wurde sie 1961 über Nacht berühmt. Zu ihren erfolgreichsten Romanen gehören "Die stumme Herzogin", "Stimmen" und "Kinder der Dunkelheit".

20 März 2017

Lesen macht klug und schoen 1260 - Emma Braslavsky - Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen

"Eine gute Geschichte braucht ein Opfer. Eines am Anfang und eines am Ende."
Emma Braslavsky - 
Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen




Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518425442
Gebunden, 462 Seiten,
24,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Das Buch von Emma Braslavsky ist ein Abenteuerroman über Fluch und Segen des Menschseins, eine Farce über notorische Lebensoptimierer und ihren Kampf um eine bessere Welt – oder wenigstens eine bessere Insel. 

Das Buch ist eine große vergnügliche Reise, und es erzählt die packende Geschichte unserer Suche nach Erkenntnis und Wahrhaftigkeit.
Ein Paar im besten Alter: Jo, eine selbstsüchtige Enddreißigerin, zelebriert die schillernde Fassade einer Möchtegern-Weltverbesserin und lebt vom Geld ihres Mannes; Jivan, ein latent chauvinistischer Mittvierziger, heuchelt als selbstzufriedener Sexist den Feministen, manipuliert seine Frau nach Belieben und wird dabei selbst ahnungsloses Opfer seines Vaters und seiner feigen Selbsttäuschungen. Die blutjunge Roana wird von ihrem Vater zum einsamsten Vulkan dieser Erde geschickt, damit sie endlich zur Vernunft kommt. Sie macht sich stattdessen auf zu einer gewagten Suche nach dem Sinn des Lebens. Und eine unberührte, staatenlose Insel, die von einem Orkan freigelegt wird, sorgt als vermeintliches Paradies international für Schlagzeilen und Hysterie.

Emma Braslavsky, geboren 1971 in Erfurt, floh im Sommer 1989 aus der DDR. Seit 1999 arbeitet sie als freie Autorin, Kuratorin und Übersetzerin. Sie ist u.a. Mitbegründerin des papirossa - netzmuseums fuer sprache und des interdisziplinären Kunstvereins GdK Galerie der Künste e.V., Berlin. 2005 erhielt sie das Werkstatt-Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) für die Arbeit an ihrem ersten Roman.
http://www.emmabraslavsky.de/

13 März 2017

Lesen macht klug und schoen 1259 - Anna Baar - Die Farbe des Granatapfels


Eine große Geschichte von Liebe und Versöhnung, Krieg und Frieden, Ausgrenzung, Vereinnahmung und Entfremdung im Heranwachsen zwischen den Kulturen.

»Die Farbe des Granatapfels« ist keine Gegenwartsliteratur, sondern Zukunftsliteratur. Ein Roman-Sprachwerk sondergleichen.« 

Anna Baar - Die Farbe des Granatapfels
Roman





















Wallstein Verlag
lieferbar, 320 S., geb., Schutzumschlag,
ISBN: 978-3-8353-1765-9
€ 19,90
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Sommer für Sommer findet ein Mädchen sich fernab seiner österreichischen Heimat auf einer dalmatinischen Insel in der Obhut der Großmutter, nur einen Steinwurf vom Meer entfernt unter dem Blätterdach der Mandelbäume im Lärm der Zikaden. Es hat etwas Paradiesisches und ist zugleich doch auch das Andere, Fremde. Hier die archaische Inselwelt eines Fischerdorfs im Mutter- und Großmutterland, wo man Marschall Tito und seinen Partisanen huldigt und den Sieg über die Deutschen feiert, während die abermals über das Land kommen, diesmal willkommen - als zahlende Touristen. Dort das bürgerliche, behütete Leben in einer österreichischen Provinzhauptstadt (Vaterland), in der sich der nationalsozialistische Bodensatz lange hartnäckig hält und Jugoslawen hauptsächlich als Gastarbeiter in Erscheinung treten.
In diesem Roman geht es um Identitätsfindung, Entfremdung, um das Heranwachsen zwischen zwei Kulturen und Kindheitsschauplätzen, nämlich der archaischen Inselwelt in Kroatien und der österreichischen Welt. Es geht auch um die geschlechtliche Identität, um die Widersprüchlichkeit der Erwartungen, Anforderungen und Zumutungen und um die Zugehörigkeit zu Muttersprache und Vatersprache und um die Großmuttersprache.

Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb. Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Studium der Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit an den Universitäten Wien und Klagenfurt. Lebt in Klagenfurt.

06 März 2017

Lesen macht klug und schoen 1258 - Lydia Tschukowskaja - Untertauchen

»Was werden die Ausgeschlossenen tun? Bücher schreiben.«
Lydia Tschukowskaja - Untertauchen
Roman



Dörlemann Verlag, Zürich 2015
ISBN 9783038200130
Gebunden, 256 Seiten,
18,90 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Mit einem Nachwort von Hans Jürgen Balmes. Nina Sergejewna verbringt winterliche Wochen im Jahr 1949 in einem Sanatorium für Künstler auf dem Lande. Hier ist alles auf Vergessen gestimmt. Doch sie will mehr über die Vergangenheit, über ihr eigenes Leid und das ihrer Mitmenschen erfahren. Als sie Bilibin kennenlernt, der im gleichen Arbeitslager wie ihr Mann war, sucht sie seine Nähe. Es entspinnt sich eine zarte Zuneigung, doch enttäuscht wendet sie sich ab, als auch Bilibin nicht die Wahrheit, sondern das Verdrängen und Vergessen sucht.
Aus dem Russischen von Swetlana Geier. 


Lydia Tschukowskaja geboren 1907 in St. Petersburg, musste mitansehen, wie ihr Mann und viele ihrer Kollegen während des Stalin-Terrors verhaftet und umgebracht wurden. Ihre Erlebnisse verarbeitete sie literarisch unter anderem in "Untertauchen" (1947). 1974 wurde sie aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Erst 1988 konnten in Moskau "Untertauchen" und in Leningrad "Sofia Petrowna" erscheinen. Lydia Tschukowskaja starb 1996 in Peredelkino.


27 Februar 2017

Lesen macht klug und schoen 1257 - Margot Lee Shetterly - Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

"Mit dieser unglaublich mitreißenden und vielschichtigen Erzählung zeigt Shetterly ihr Können. Die Geschichte begeistert in allen Aspekten."

Margot Lee Shetterly - Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen 



Harpercollins Hamburg
Seitenzahl: 416
2017 Ausstattung/Bilder: 2017.
400 S. 21.
Deutsch
ISBN-13: 9783959670845
€14,00
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA,die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. "Menschliche Rechner" - unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Film:1962: John Glenn (Glen Powell) ist der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff komplett umkreist. Das ist ein wichtiger Meilenstein im Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion, der auch als Wettlauf im All geführt wird – zu einer Zeit, als Weiße und Schwarze in den USA noch per Gesetz getrennt werden und von Geschlechtergleichheit keine Rede sein kann. In der NASA aber, wo neben Glenn vornehmlich andere weiße Männer wie Al Harrison (Kevin Costner) und Paul Stafford (Jim Parsons) den Ton angeben, arbeiten drei schwarze Frauen. Deren Namen kennt kaum jemand, ihr Einfluss jedoch ist groß: Den NASA-Mathematerinnen Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughan (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe) ist es zu verdanken, dass Glenns Mission sicher und erfolgreich verläuft…

Margot Lee Shetterly grew up in Hampton, Virginia, where she knew many of the women in her book Hidden Figures. She is an Alfred P. Sloan Foundation Fellow and the recipient of a Virginia Foundation for the Humanities grant for her research on women in computing. She lives in Charlottesville, Virginia.


20 Februar 2017

Lesen macht klug und schoen 1256 - Margriet de Moor - Schlaflose Nacht

Margriet de Moor erzählt in ihrem unverkennbaren Ton eine schmerzliche Liebesgeschichte.
Margriet de Moor - Schlaflose Nacht




















Carl Hanser Verlag, München 2016
ISBN 9783446252806
Gebunden, 128 Seiten,
16,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Niemand hätte gedacht, dass sie bleiben würde. Nachdem passiert war, was alle nur das Unglück nannten: der Schuss im Chicorée-Treibhaus. Sie blieb, aber sie wollte nicht wie eine Nonne leben. Deshalb gab sie eine Anzeige auf, unmissverständlich. Die Begegnungen mit den unbekannten Männern verliefen stets nach demselben Muster: kennenlernen, erzählen, eine gemeinsame Nacht. Dabei ließ sie die Erinnerung an ihren toten Mann jahrelang nicht los. Und immer wieder die Frage: Warum hatte er es getan? - Bis zu jenem eiskalten Tag und jener schlaflosen Nacht.

Margriet de Moor studierte Klavier und Gesang. Ihr erster Roman "Erst grau dann weiß dann blau" wurde in den Niederlanden und Deutschland ein großer Erfolg.


13 Februar 2017

Lesen macht klug und schoen 1255 - Petina Gappah - Die Farben des Nachtfalters

»Atemraubend brillant und herzzerreißend schön. 
Ein Meisterwerk.« Taiye Selasi
Roman




















Arche Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783716027509
Gebunden, 352 Seiten,
22,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Sie heißt Memory und sitzt in einer Todeszelle in Simbabwes berüchtigtem Gefängnis Chikurubi. Für eine amerikanische Reporterin, die sich für ihren Fall interessiert, schreibt Memory ihre Geschichte auf. Es ist ein Schreiben um Leben und Tod. Memory ist eine weiße Schwarze, eine Albino, die bis zu ihrem 9. Lebensjahr in einer Township aufwuchs. Dann, so glaubt sie, wurde sie von ihren Eltern an den reichen weißen Großgrundbesitzer Lloyd Hendricks verkauft. Er kümmerte sich liebevoll um sie und ermöglichte ihr eine erstklassige internationale Ausbildung. Jetzt ist er tot und Memory des Mordes an ihm angeklagt. Wer war Lloyd Hendricks wirklich? Kann Memory ihren Erinnerungen trauen? Petina Gappah erzählt diesen faszinierenden, vor dem Hintergrund der Geschichte Simbabwes spielenden Roman fesselnd wie einen Krimi und verleiht ihrer Heldin eine unvergessliche literarische Stimme.

Petina Gappah, geboren 1971 in Rhodesien, ist eine simbabwische Autorin, die in englischer Sprache schreibt.


06 Februar 2017

Lesen macht klug und schoen 1254 - Katja Lange-Müller - Drehtür

Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein - und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken.

Katja Lange-Müller - Drehtür
Roman



Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2016
ISBN 9783462049343
Gebunden, 224 Seiten,
19,00 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Asta Arnold ist nach 22 Jahren im Dienst internationaler Hilfsorganisationen am Münchener Flughafen gestrandet. Von den Kollegen weggemobbt aus der Klinik in Nicaragua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Drehtür und raucht. Sie wollte eigentlich gar nicht zurück. 
Aber weil sich ihre Fehlleistungen häuften, bekam sie ein One-Way-Ticket geschenkt. Nun weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Einigermaßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die ausgemusterte Krankenschwester, jetzt noch brauchen? 
Während Asta über sich nachdenkt, beobachtet sie ihre Umgebung - und meint, Menschen wiederzuerkennen, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist: den Koch der nordkoreanischen Botschaft, der eines Abends mit geschwollener Wange in einem Berliner Hauseingang hockte, ihre Kollegin Tamara, die ein glühender Fan von Tamara "Tania" Bunke war, ihren Exfreund Kurt, mit dem sie turbulente Wochen in einer tunesischen Ferienanlage verbrachte, einen amerikanischen Schauspieler, der einen Nazi-Arzt darstellte, und einige andere mehr. 
Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein - und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken.

Katja Lange-Müller ist 1951 in Ostberlin geboren. Sie lernte Schriftsetzer, arbeitete später als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen, lebte ein Jahr in der Mongolei und verließ die DDR 1984, fünf Jahre vor dem Mauerfall. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre zweiteilige Erzählung "Verfrühte Tierliebe". Stadtschreiberin in Mainz im Jahr 2002.

02 Februar 2017

in eigener Sache - Lillemor's Frauenbuchladen in der SZ vorgestellt

Langer Kampf – 
Der erste deutsche Frauenbuchladen: 
Lillemor's in der Maxvorstadt

Vieles, was in den Regalen der Frauenbuchhandlung Lillemor's steht, erwartet man dort genau so: einen Kunstband über feministische Avantgarde zum Beispiel, Hilde Domins Gedichte oder die Analyse "Warum Liebe weh tut" der Soziologin Eva Illouz. 
 

Ein bisschen irritiert es eher, auf einem Regalbrett etwas wahllos lauter Bücher männlicher Autoren zu finden: Ist dies das Eck für "Männerliteratur"? Nein, das sind Bücher, die bestellt und nicht abgeholt wurden, klärt Buchhändlerin Ursula Neubauer auf. Sie hätten die dorthin gestellt, um sie noch irgendwie loszuwerden. Aber nur in dieses eine Fach: "Mehr Platz kriegen sie nicht!"



Neubauer lacht, als sie das sagt. So radikal wie in den Anfängen geht es hier ja längst nicht mehr zu. 1975, als der Laden als erste Frauenbuchhandlung Deutschlands damals noch in der Arcisstraße gegründet wurde, standen die Zeichen stärker auf Kampf: Es war die Hoch-Zeit der feministischen Bewegung; der Laden entwickelte sich im Umfeld des Verlags "Frauenoffensive", der mit Verena Stefans Bestseller "Häutungen" einen Nerv traf.

Im Laden selbst hatten Männer damals keinen Zutritt, damit die Frauen sich in einem geschützten Raum austauschen konnten. Ein Treffpunkt sei das gewesen, "eine Sozialstation", sagt Neubauer, die zusammen mit Andrea Gollbach 1979 zum damaligen Kollektiv stieß und mit ihr das Geschäft bis heute weiterführt.
Natürlich ist es ruhiger geworden.

"Bei vielen Älteren ist das Thema doch irgendwie durch", sagt Neubauer, "die haben lange gekämpft und sind berechtigterweise etwas müde geworden." Dafür kommen jüngere Frauen, die sich für Feminismus interessieren - und für Literatur von Frauen überhaupt.

Das "indiskutable, dumme" Label Frauenliteratur kann man dabei getrost vergessen: Um "gute Literatur von Frauen" geht es den Buchhändlerinnen, die auf ein breiteres Sortiment setzen als früher. Ein Kampf ist es heute eher in anderer Hinsicht:

"Es ist ein hartes Brot", sagt Neubauer, "wenn man keine Liebe zu Büchern und Menschen hat, ist es kein guter Beruf." Sie jedoch liebt die Lebendigkeit, den Diskurs. Wärmstens empfiehlt sie zum Beispiel derzeit den Roman "Das achte Leben" von Nino Haratischwili. Da macht die Lektüre auch sicherlich mehr Spaß als beim Ratgeber "Ein Mann ist keine Altersvorsorge".

Lillemor's Frauenbuchladen, Barer Str.70, 80799 München
mit Genehmigung der SZ: Bild: Stephan Rumpf8. Juni 2016, 16:312016-06-08 16:31:37©SZ vom 08.06.2016/vewo

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website 
http://www.frauenliteratur.de/
und auf facebook 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

30 Januar 2017

Lesen macht klug und schoen 1253 - Hilary Mantel - Jeder Tag ist Muttertag

Ein dezentes, kluges und emotional starkes Buch, meint er, rabenschwarz, britisch eben. Und mit den 30 Jahren Abstand zur Originalveröffentlich wie eine Art Charles Dickens des späten 20. Jahrhunderts.

Hilary Mantel - Jeder Tag ist Muttertag
Roman



DuMont Verlag, Köln 2016
ISBN 9783832198237
Gebunden, 256 Seiten, 

22,99 EURhier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

 Längst haben es die Nachbarn aufgegeben, mit Evelyn und Muriel Axon Kontakt zu pflegen. Das ist Evelyn, die früher gelegentlich als Medium arbeitete und sich von Geistern verfolgt fühlt, nur recht. Zusammen mit ihrer Tochter verbarrikadiert sie sich in ihrem Haus, das mehr und mehr verfällt. Mit den Sozialarbeitern, die ihre geistig behinderte Tochter fördern wollen, wird sie schnell fertig. Aber wie soll sie mit Muriels Schwangerschaft und dem Kind, wenn es denn mal da ist, umgehen? Isabel Field ist die neueste Sozialarbeiterin, die den Widerstand der Axon-Damen brechen will. Sie ist ähnlich verbissen und starrköpfig wie Evelyn. Und hat ebenso viele Probleme: einen sexuell sehr aktiven Vater, der seine Eroberungen in den Waschsalons der Kleinstadt macht, und einen schwärmerischen, aber angstgetriebenen Liebhaber, Colin Sydney, der Abendklassen besucht, um seiner dominanten Frau zu entkommen. Wäre da noch Muriel. Sie scheint ganz offensichtlich ein eigenes Leben zu haben, von dem weder ihre Mutter noch die Sozialarbeiter etwas ahnen. Und man fragt sich, ob Muriel wirklich so behindert ist, wie alle glauben.

Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London arbeitete sie als Sozialarbeiterin. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für den Roman ?Wölfe? wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet.

23 Januar 2017

Lesen macht klug und schoen 1252 - Anne Enright - Rosaleens Fest

Die irische Meisterin kühler Beobachtung: Anne Enright bleibt ihrem großen Thema, der abgründigen Familiengeschichte, auch im neuen Roman treu.

Anne Enright - Rosaleens Fest
Roman




















Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2015
ISBN 9783421047007
Taschenbuch, 384 Seiten, 
9,99 EURhier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Rosaleen ist eine Frau, die nichts tut und von den anderen alles erwartet. Sie ist Mitte siebzig, die vier Kinder sind schon lange aus dem Haus. Die Brüder Dan und Emmet sind vor der Enge der irischen Heimat in die Ferne geflohen; das Nesthäkchen Hanna wollte auf den Theaterbühnen der Welt reüssieren, spricht aber nun dem Alkohol zu, und Constance, die Älteste, hat sich selbst verloren. Doch abgenabelt hat sich keines der Kinder. Noch immer versucht jedes auf seine Weise, es dieser besten aller Mütter recht zu machen. Und scheitert.

Da kommt die Einladung zu einem letzten Weihnachtsfest in Ardeevin. Rosaleen möchte das Haus, in dem die Kinder groß geworden sind, das voller Erinnerungen an glückliche Momente und Verletzungen steckt, verkaufen. Die Geschwister reisen mit diffuser Hoffnung auf Versöhnung an - und doch endet es, wie noch jedes Weihnachten geendet hat.

Booker-Preisträgerin Anne Enright wagt sich auf den dunklen Grund unserer Gefühle, studiert menschliches Verhalten dort, wo es am störanfälligsten ist, wo Liebe und Hass nahe beieinander liegen und es kein oder zumindest kein einfaches Entrinnen gibt: in der Familie.

Anne Enright wurde 1962 in Dublin geboren, arbeitete als Schauspielerin und Fernsehproduzentin und lebt heute als Schriftstellerin und Literaturkritikerin im irischen Bray, County Wicklow. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2007 erhielt sie für den Roman "Das Familientreffen" den Booker Preis.

16 Januar 2017

Lesen macht klug und schoen 1251 - Slavenka Drakulic - Dora und der Minotaurus

»Nach Picasso nur Gott.« Dora Maar
Slavenka Drakulic - Dora und der Minotaurus















Aufbau Verlag
Gebunden mit Schutzumschlag,
236 Seiten
978-3-351-03643-0
19,95 €
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Picasso und seine Musen: Slavenka Drakulić erzählt die Geschichte von Dora Maar, einer gefeierten Fotografin aus dem Kreise der Surrealisten, und ihrem von großer Liebe und großem Leid gekennzeichneten Verhältnis zu einem der größten Genies des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso.
Ein Roman über das ewige Rätsel der Liebe – und diejenige Geliebte Picassos, die ihn am meisten inspiriert und dafür den höchsten Preis bezahlt hat.

Picassos Bild „Dora und der Minotaurus“, das ein Ungeheuer mit Menschenleib und Stierkopf beim Liebesakt zeigt, verkörpert die Bestialität des Menschen und die tödlichen Wunden, die die Liebe verursacht. Im wahren Leben ist Picasso selbst das Ungeheuer, das die Frauen zerstört und in den Wahnsinn treibt.
Dora Maar, geboren 1907 in Paris und aufgewachsen in Buenos Aires, war mehr als nur eine von vielen Geliebten des genialen Picasso. Schon vor ihrer Beziehung zu ihm war sie eine erfolgreiche Fotografin und gehörte zu den schillerndsten Figuren der Pariser Avantgarde um André Breton, Brassaï und Man Ray. Während ihrer langjährigen Liaison hielt Picasso ihre rätselhafte Ausstrahlung in einer Reihe von Porträts fest.
In ihrem neuen Roman lässt Slavenka Drakulić diese ungewöhnliche Frau selbst zu Wort kommen. Sie verleiht derjenigen eine Stimme, die sich selbst entschlossen hatte, zu schweigen. Die ihre Karriere für einen Mann aufgab, der sie bis an ihr Lebensende nicht loslassen sollte. Dabei wird wie nebenbei die ganze Welt der Kunst im Paris der 1930er Jahre wieder lebendig.


Slavenka Drakulić, geboren 1949 in Kroatien, ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen ihres Landes. Sie lebt in Kroatien, Stockholm und Wien. 2005 erhielt sie für »Keiner war dabei« den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. 2007 erschien der Roman »Frida« über Frida Kahlo. 2008 folgte »Leben spenden«. Slavenka Drakulić schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und ZEIT Online. Mehr Informationen zur Autorin unter www.slavenkadrakulic.com


10 Januar 2017

Ausstellung AUFBRUCH - Fotografien von Kerstin Brandes bei Lillemors

AUFBRUCH

FOTOGRAFIEN von KERSTIN BRANDES
vom 10. Januar – 31. März 2017

JOUR FIX 14.1.2017 von 11 - 14 Uhr
in Lillemors Frauenbuchladen



Eine Reise in neue Gefilde und das Erfahren von Neuem. Und das nicht nur, um das Unbekannte zu erleben, sondern vielmehr, um angeregt zu werden, seine eigene, vertraute Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Hinterfragen unseres Kanons und unserer Definitionen. 
Wie neugierig und offen sind wir? Machen wir uns das Fremde vertraut oder perlt es an uns ab?

In der Ausstellung liegt der Fokus auf der Fotografie und Eindrücken aus dem chinesischen Alltag. Dabei kann der Betrachter die Faszination spüren, die immer wieder von diesem Land ausgeht. Man sucht bei den gezeigten Bildern jedoch vergeblich nach den allzu offensichtlichen und sich allgegenwärtig aufdrängenden exotischen Motiven Chinas. 
Es stehen vielmehr die kleinen Szenen am Rande - meist unbeachtete, weil nicht unbedingt gefällige, Details - im Mittelpunkt.  

Ein Versuch, mit wenig Kenntnis von Sprache und Kultur, zu verstehen, welche Bedeutung Gegenstände, Symbole und Handlungen haben. Dem geht mitunter ein Scheitern einher. 
Das Fremdsein als Hülle, die unter anderem Schutz gibt, auszuprobieren, sich mehr auf sein Gefühl zu verlassen, etwas zu wagen. Auch zu wagen, manche Dinge in den bekannten Kanon einfach einzuordnen, dabei Parallelen zu ziehen und neue Facetten zu entdecken. Und zu akzeptieren, dass man selbst eine Geschichte hat, die man mitbringt und die immer in einer Form ein Ausgangspunkt und Begleiter sein wird.

Ursprünglich war die Kamera nur meine Art von Notizbuch, um später die Motive in Malerei umzusetzen. Im Laufe der Zeit hat sich die Fotografie jedoch als eigenständige Bildform für mich entwickelt, die für sich alleine besteht.

Mein Credo ist, dass ich spontan fotografiere und den Augenblick, den Wimpernschlag festhalte. Ich zeige keine lang komponierten Szenen oder ausgefeilten Belichtungstechniken. Bewusst verzichte ich auf Retusche und Bildbearbeitung. Die gezeigten Motive sind nur wenn es das Druckformat erfordert minimal zurechtgeschnitten. Ich möchte dem Betrachter genau mein Blickfeld, meinen Fokus anbieten.
www.kerstinbrandes.com

visdp:  Andrea Gollbach, Lillemors Frauenbuchladen, Barerstr. 70, 80799 München

09 Januar 2017

Lesen macht klug und schoen 1250 - Judith Hermann - Lettipark

In ihren Erzählungen spürt Judith Hermann diesen alles entscheidenden Momenten nach, unserer Einsamkeit und Wut und Sehnsucht.

Judith Hermann - Lettipark
Erzählungen







S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783100024930
Gebunden, 192 Seiten, 
18,99 EUR
 hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, wie eines seiner Bildmotive, und seine Frau sieht diesen Blick. Vielleicht wird darüber alles zerbrechen. Ein alter Mann denkt an eine lange Reise nach Nantucket, die viele Jahre zurückliegt, zu Freunden, in ein Haus, das erst in Umrissen existierte. Walter hatte für ihn dieses Haus mit Worten in die Luft gezeichnet. Er glaubt sich an eine Umarmung zu erinnern, zum Abschied. Judith Hermanns Figuren sind manchmal ganz schutzlos. Umso intensiver sind ihre Begegnungen mit anderen, geliebten, fremden Menschen. Diese Momente geschehen beiläufig, unaufgeregt und entfalten unter der Oberfläche eine existentielle Wucht. 

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt ›Sommerhaus, später‹ (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband ›Nichts als Gespenster‹. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien ›Alice‹, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, ›Aller Liebe Anfang‹. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt erschienen die Erzählungen ›Lettipark‹. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.


02 Januar 2017

Lesen macht klug und schoen 1249 - Karin Sagner - Frauen auf eigenen Füßen

Karin Sagner - Frauen auf eigenen Füßen
Spazieren, Flanieren, Wandern











Suhrkamp Verlag
Erschienen: 12.10.2016 Gebunden, 160 Seiten
ISBN: 978-3-945543-21-4
24,95 € 
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Als Frauen Schnürstiefel an- und ihre Korsagen auszogen, um in die Stadt oder die Natur zu gehen, erlebten sie Freiheit, Abenteuer und Selbstbestimmtheit. Bereits ein Spaziergang galt als unschicklich, alleine auf den Boulevards in der Stadt zu promenieren wäre undenkbar gewesen, und eine Wanderung ohne Begleitung war jenseits jedes gesunden Vorstellungsvermögens. Frauen sollten zu Hause sein und bleiben, aber das wollten im 19. Jahrhundert immer weniger von ihnen. 
In Frauen war der Wunsch erwacht, alleine über Wiesen zu gehen, am Meer entlangzulaufen, in den Bergen zu wandern und in den Städten zu flanieren. 




Die Geschichte der spazierengehenden Frau ist nicht nur verbunden mit ihrer Befreiung aus starren Konventionen, sondern geht einher mit der Entdeckung eines neuen Natur- und Körpergefühls. 
Auf eigenen Füßen in eine neue Unabhängigkeit!

Karin Sagner hat nach dem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik in München und Paris über Claude Monet promoviert. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München arbeitet sie heute als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert. 2011 erschien ihr Buch Schöne Frauen, 2012 Renoir und seine Frauen im Elisabeth Sandmann Verlag.


01 Januar 2017

Glückliches Neues Jahr 2017 - Sie müssen nicht zum Amazonas reisen ...


Liebe FreundInnen und KundInnen, 

Wir wünschen Ihnen allen ein glückliches Neues Jahr 2017 und wir freuen uns Sie bei Lillmors Frauenbuchladen begrüßen zu dürfen. 






Wir bestellen alle Bücher für Sie (meist lieferbar) innerhalb 24 Stunden. 
Ihre Lillemors
Andrea und Uschi 
Tel. +49 89 2721205

Unsere Öffnungszeiten ausnahmsweise
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