26 Januar 2013

Mara Hvistendahl - Das Verschwinden der Frauen - Lesen macht klug und schoen 892

Die Frage, welche Folgen ein solcher Männerüberschuss über Generationen haben wird, geht in dieser globalisierten Welt alle an. 
Mara Hvistendahl - Das Verschwinden der Frauen
Eine neue Form der Männergesellschaft

Das Verschwinden der Frauen von Mara Hvistendahl

DTV Deutsche Erstausgabe
ISBN 978-3-423-28009-9
1. Auflage, Januar 2013
Euro 24,90
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Aus dem Englischen von Kurt Neff. 
In ›Das Verschwinden der Frauen‹ zeigt Mara Hvistendahl, dass das ausgewogene Zahlenverhältnis zwischen den Geschlechtern auf der ganzen Welt aus der Balance gerät. Es gibt zu viele Jungen und zu wenig Mädchen. Das gilt für China, wo die Differenz mit 163 Millionen fehlenden Frauen bereits der Gesamtanzahl der weiblichen Bevölkerung der USA entspricht, es gilt für Indien, aber inzwischen auch für weitere Länder in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika.



Ein gefährliches Ungleichgewicht entsteht
Anders als bisher angenommen verschwindet das Phänomen nicht mit steigendem Wohlstand und wachsender Bildung, im Gegenteil: durch die technischen Möglichkeiten wird die Geschlechterselektion immer einfacher und breiter verfügbar. Mara Hvistendahl benennt die dramatischen Folgen. Denn was geschieht, wenn all diese jungen Männer später keine Frau bekommen? Der Frauenmangel führt zu steigender Gewalt gegenüber Frauen, Zwangsverheiratungen, grenzüberschreitendem Frauenhandel und aggressivere Gesellschaften.

Folgen für die ganze Welt
Die Frage, welche Folgen ein solcher Männerüberschuss über Generationen haben wird, geht in dieser globalisierten Welt alle an. Unsere Welt wird immer männlicher und es ist naheliegend, dass dieses Ungleichgewicht tiefgreifende soziale Unruhen hervorruft. Zeiten, in denen es einen Männerüberschuss gab, waren immer Zeiten, die von Gewalt und Instabilität gekennzeichnet waren. Mara Hvistendahl bereiste viele asiatische Länder und lebt derzeit in Shanghai. Für ›Das Verschwinden der Frauen‹ hat sie sorgfältig recherchiert, ihre Darstellung beruht auf vielen Gesprächen, mit Fachleuten, Regierungsvertretern und der Bevölkerung selbst.

Mara Hvistendahl

Mara Hvistendahl ist eine vielfach ausgezeichnete amerikanische Wissenschaftsjournalistin. Sie unterrichtet Journalismus an der Fudan Universität Shanghai, ist Asien-Korrespondentin für ›Science‹ und schreibt unter anderem auch für ›Harper's‹, ›Scientific American‹, ›Popular Science‹, die ›Financial Times‹ und ›Foreign Policy‹. Ihr Buch 'Unnatural Selection. Choosing Boys over Girls, and the Consequences of a World Full of Men' (bei dtv 'Das Verschwinden der Frauen. Selektive Geburtenkontrolle und die Folgen') war 2012 unter den Finalisten des Pulitzer-Preises in der Kategorie "General Nonfiction". http://marahvistendahl.com/




Unnatural Selection: Choosing Boys over Girls with Ms. Mara Hvistendahl:






Presse:
Wall Street Journal
»Mara Hvistendahl ist eine erstklassige Reporterin und ihr Buch steckt voller fesselnder Details. «

Financial Times
»Ein wichtiges Werk des aufklärerischen Journalismus … Als dieses Ungleichgewicht der Geschlechter bekannt wurden, schoben es viele auf traditionelle Verhaltensweisen und Vorlieben: Indiens patriarchalisches System oder die chinesische Meinung, dass nur Söhne ihre altgewordenen Eltern versorgen. Hvistendahls Forschung straft diesen Behauptungen Lügen.«

Washington Post
»Ein aufwühlendes, fesselndes Buch.«

Marlis Schaum, WDR5, 04.01.2013
»Der Titel klingt sperrig, der Inhalt ist spannend. Denn es geht um ein lange unterschätztes Problem: Das ausgewogene Zahlenverhältnis zwischen Männern und Frauen gerät weltweit ins Wanken. ›Das Verschwinden der Frauen‹ … liest sich stellenweise wie ein Krimi über ein Problem, dass bisher kaum jemand wahrhaben wollte.«

Susanne Mauthner-Weber, Kurier.at, 20. Dezember 2012
»163 Millionen sind einfach verschwunden - oder besser gesagt nie geboren worden. Jedes andere Lebewesen stünde längst auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Nicht so dieses. Frauen verschwinden von dieser Welt, vor allem in Asien und Afrika, pränatale Diagnostik und sexuelle Selektion machen es möglich. Ein weit entferntes Problem, denken Sie? Irrtum: Über Georgien, Aserbeidschan, Armenien und Albanien - nur einen Katzensprung von Italien entfernt - ist die geschlechtspezifische Abtreibung längst auf dem Vormarsch Richtung Europa.«

Anne-Marie Slaughter, Professor of Politics and International Affairs, Princeton University:
»… ein wichtiges Buch und eine faszinierende Lektüre. Mara Hvistendahl ist eine großartige Autorin: witzig, fesselnd und scharfsinnig. Doch was sie zu sagen hat, ist extrem irritierend. Allein in Asien fehlen 160 Millionen Frauen und Mädchen. Das entspricht der gesamten weiblichen Bevölkerung der USA. Laut Hvistendahl ist das weniger die Folge von archaischer, kulturell bedingter Geschlechterdiskriminierung als vielmehr von steigendem Wohlstand, elitären Einstellungen und dem Einfluss von westlicher Technologie. Diese Entwicklung wird, zumindest für die kommenden Dekaden, nicht nur dafür sorgen, dass es überall weniger Kinder gibt, sondern auch dafür, dass es weniger Mädchen gibt. Zukünftig bedeutet das für viele Teile der Welt, von Indien über China, Aserbeidschan bis nach Albanien eine steigende Wahrscheinlichkeit von Frauenkauf, Frauenhandel, Vergewaltigung und eine steigende Anzahl von frustrierten Männern. Denn je mehr Möglichkeiten die Menschen haben, das Geschlecht ihrer Kinder zu bestimmen, desto schneller wird die Zahl der Frauen in der Welt sinken.«

Süddeutsche Zeitung
»Hast du keinen Jungen, verlierst du dein Gesicht ... die dramatischen Folgen selektiver Geburtenkontrolle.«

 http://buecheraendernleben.wordpress.com/2012/12/18/mara-hvistendahl-das-verschwinden-der-frauen/
 Es ist faszinierend der Autorin bei den Ausführungen zu ihrem Thema zu folgen. Sie nennt Gründe, die regional unterschiedlich sind, aber immer wieder deutlich zeigen, dass Jungen höher im Kurs junger Eltern stehen. Mädchen werden nach wie vor abgetrieben. Selbst in hochentwickelten Regionen wie Moskau oder Südkorea gibt es heute bereits Zentren in denen PID Untersuchungen durchgeführt werden um das Geschlecht des Kindes im Mutterleib zu bestimmen. Oftmals wird das Mädchen dann abgetrieben. Amerikanische Paare stehen längst in Moskau zur Behandlung Schlange an und in Guadalajara in Mexiko hat soeben ein Büro die Tätigkeit aufgenommen. Das Geschäft boomt also und es gibt Menschen die mit diesen Möglichkeiten viel Geld verdienen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/abtreibungen-bei-falschem-geschlecht-der-moerderische-makel-ein-maedchen-zu-sein-1.1562673-2
Allmählich müsste sich auch die Europäische Union des Abtreibungsproblems auf dem Balkan annehmen. Albanien ist Beitrittskandidat, und im Oktober hat die Kommission empfohlen, Verhandlungen mit Tirana zu beginnen. Auch Mazedonien ist Beitrittskandidat, Montenegro verhandelt bereits. Dass in diesen Ländern Mädchen gezielt abgetrieben werden, hat bisher nur einmal den Europarat auf Drängen der Schweizer Abgeordneten Doris Stumpf beschäftigt. Der aber hat keinen Einfluss auf den Beitritt. Kommission und Parlament dagegen haben sich bislang nicht darum gekümmert, dass in ihrer Nachbarschaft Mädchen schon vor ihrer Geburt diskriminiert werden. Das sei bei den Balkanländern, mit denen die EU verhandelt, anders. Hier fällt Abtreibung in den Bereich der Gesundheitspolitik - und nicht der Menschenrechtspolitik. "Die EU kann politisch Druck machen, rechtlich hat sie gegen die Beitrittskandidaten mit zweifelhafter Abtreibungspolitik aber keine Handhabe", so Brantner.


http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/04.01.2013-16.05/b/service-sachbuch-das-verschwinden-der-frauen.html
„Das Verschwinden der Frauen“ von Mara Hvistendahl ist ein sehr lesenswertes Buch, das manchmal weit ausholen muss, um die Zusammenhänge darzustellen und manchmal sehr zuspitzt, um die Dramatik zu beschreiben. Aber es liest sich stellenweise wie ein Krimi über ein Problem, das bisher kaum jemand wahrhaben wollte. 


Zitat zum daily book heute:
"Der Umstand, dass Geschlechts-Selektion ein medizinischer Akt ist, verteilt die moralische Last auf zwei Schultern: Die Eltern sagen, dass es der Arzt am besten weiß, während die Ärzte auf das überwältigende Interesse der Eltern nach der Auswahl des Geschlechts verweisen. Wenn wir nichts tun, werden wir bereits 2020 gravierende Probleme haben. Zu diesem Zeitpunkt werden all die vielen Buben in China, Indien, etc. erwachsen sein – und in diesen Regionen werden dann 15 Prozent keine Partnerin finden. Im Nordwesten Indiens werden sogar fast 20 Prozent der heiratsfähigen Männer keine Frau bekommen. Und so viel weiß man: Männerdominierte Gesellschaften haben mehr Probleme mit Kriminalität."Mara Hvistendahl


Claudia Kramatschek, SWR2, 5. Mai 2013
»Abtreibung wurde quasi zur Pille Asiens - und zu einem wichtigen Anliegen der außenpolitischen Elite der USA. Hvistendahls Buch - das aufklärerischen Journalismus mit Spannungselementen eines Krimis mischt - geht daher vor allem mit dem Westen zu Gericht, so etwa mit der Stillhaltetaktik, wie sie auch der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen, kurz UNFPA, in Sachen geschlechtsselektiver Abtriebung pflegt.«

Eva Berendsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. März 2013
»Das Buch müsste man all jenen empfehlen ..., denen die Zukunftsfähigkeit der Weltgesellschaft am Herzen liegt.«

Marion Lühe, Die Welt, 29. Januar 2013
»Das Bild von armen Dörflern, die ihre Töchter aussetzen oder töten, entspricht indes keineswegs der Realität. Tatsächlich sind es vor allem Angehörige der prosperierenden Mittelschicht und der gebildeten städtischen Oberschicht, die Geschlechterselektion praktizieren ... Mara Hvistendahls Buch, das persönliche Erlebnisse und Eindrücke mit sorgfältiger Recherche verknüpft, hütet sich vor einseitigen Schuldzuweisungen. ... Es öffnet den Blick auf eine globales Problem, das etwa im Vergleich zum Klimawandel wenig öffentliche Aufmerksamkeit genießt.«

Jeanne Rubner, Süddeutsche Zeitung, 2. Januar 2013
»Es ist paradox - aber der medizinische Fortschritt führt dazu, dass Eltern sich den traditionellen Wunsch nach Jungen erfüllen können und Mädchen diskriminiert werden. Auch in Asien war es die Pränataldiagnostik, die das Geschlechterverhältnis in eine Schieflage gebracht hat. Sie wurde sogar vom Westen forciert, wie die US-Autorin Mara Hvistendahl in ihrem soeben auf Deutsch erschienenen Buch belegt.«

Christoph Pöppe, Spektrum der Wissenschaft, 18. Februar 2013
»Massenhaft Abtreibung von Mädchen: Eine unheilvolle Mischung aus traditionellen Vorstellungen und moderner Technik führt in zahlreichen Gesellschaften zu einem eklatanten Frauenmangel - mit dramatischen Folgen.«

Wall Street Journal
»Mara Hvistendahl ist eine erstklassige Reporterin und ihr Buch steckt voller fesselnder Details. «

Washington Post
»Ein wichtiges Werk des aufklärerischen Journalismus … Als dieses Ungleichgewicht der Geschlechter bekannt wurden, schoben es viele auf traditionelle Verhaltensweisen und Vorlieben: Indiens patriarchalisches System oder die chinesische Meinung, dass nur Söhne ihre altgewordenen Eltern versorgen. Hvistendahls Forschung straft diesen Behauptungen Lügen.«
»Ein aufwühlendes, fesselndes Buch.«

Birigt Langhammer, NDR Info, 14. Januar 2013:
»... ein umfangreiches Buch über ein spannendes Thema mit vielen interessanten, zum Teil neuen Zusammenhängen. Die Wissenschaftsjournalistin beschreibt nicht nur ihre eigenen Erfahrungen und Begegnungen, sondern belegt ihre Eindrücke mit viel Fachliteratur und Meinungen von Experten.«

Karin Nungeßer, Weibblick, 18. April 2013:
»Ob Fruchtwasserpunktion, Ultraschall oder Präimplantationsdiagnostik - keines der Verfahren, die heute zur Geschlechtsselektion genutzt werden, wurde eigens dazu entwickelt. Immer war der - nachvollziehbare - Wunsch nach einem gesunden Kind das Einfalltor für die entsprechende Technik. Doch sind die Methoden erst einmal verfügbar, werden sie auch zu nicht-medizinischen Zwecken genutzt. In Los Angeles, der letzten Station von Hvistendahls Reise, bieten private Fertilitätskliniken die vorgeburtliche Geschlechtswahl mittels PID an - um 'gender disappointment' (Enttäuschung über das 'falsche' Geschlecht) bei ihren Kundinnen vorzubeugen. Diese wollen allerdings zu 75 Prozent - eine Tochter. Die Gründe, die sie dafür angeben, sind vielfältig: Von rosa Haarspangen und gemeinsamen Shoppingtouren ist ebenso die Rede wie von gutem Betragen oder einer starken Mutter-Tochter-Beziehung. Der Erwartungsdruck auf Kinder, deren Mütter diese Form der 'Eugenik für den Hausgebrauch' (Hvistendahl) praktizieren, dürfte immens sein. Selektive Geburtenkontrolle ist damit nicht zuletzt eine extreme Form des 'doing gender', das vor der Geburt einsetzt, aber keinesfalls mit ihr endet.«

Doris Helmberger, Die Furche, 7. März 2013:
»Anders als bisher angenommen nimmt vorgeburtliche Geschlechtsselektion mit wachsendem Wohlstand und steigender Bildung nicht ab, hat Mara Hvistendahl herausgefunden. Einen Sohn zu haben, sei eben 'eine Schicksalsfrage', erzählt ihr ein chinesischer Mittelklasse-Vater. Was nutze der eigene, materielle Wohlstand, wenn man keinen Sohn habe, dem man ihn vererben könne? Seine Frau formuliert es drastischer: 'Wenn du keinen Sohn hast, verlierst du dein Gesicht.'«

M. Lehmann-Pape, www.rezensions-seite.de, 5. Februar 2013:
»Nachvollziehbar und verständliche geschrieben, nah am 'Leben entlang' durch viele Beispiele und gut recherchiert öffnet Hvistendahl dem Leser einen intensiven Blick auf ein 'Randthema' der öffentlichen Berichterstattung, das droht in baldige Zukunft noch massivere negative Folgen mit sich zu bringen, als sie jetzt bereits im Raume stehen. Durchaus empfehlenswert.«

ran - Das junge Magazin für Gewerkschaften, 5. Februar 2013:
»Das Wunschkind ist ein Junge. Die Frage, wen diese vielen Wunschkinder einmal heiraten sollen, stellt sich der Einzelne nicht.«

Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 26. Januar 2013:
»Weltweit ist die ausgeglichene Geschlechterverteilung längst gestört, registriert die US-Wissenschaftsjournalistin Mara Hvistendahl ... Für ihr fesselndes Buch wurde Hvistendahl 2012 für den Pulitzerpreis nominiert.«

Susanne Stemmler, Nürnberger Zeitung, 19. Januar 2013:
»Wenn Frauen zur 'Mangelware' werden ... Der Männerüberschuss geht inzwischen einher mit einer immer größeren Nachfrage nach Sexpartnerinnen. Bordelle schießen in Asien aus dem Boden. So sprach Hvistendahl mit einem Menschenrechtsaktivisten, der unter lebensgefährlichen Bedingungen verschleppte Kinder und Frauen aus der Prostitution befreit. Doch wer glaubt, dass die Aussortierung unerwünschter Geschlechter und die Ausbeutung von Frauen nur in fernen Ländern stattfinden, täuscht sich: Das Phänomen ist längst auch in Europa spürbar.«

R.-H. Tarenz, WILDmagazin, 16. Januar 2013:
»Unsere Welt wird immer männlicher und es ist naheliegend, dass dieses Ungleichgewicht tiefgreifende soziale Unruhen hervorruft. Zeiten, in denen es einen Männerüberschuss gab, waren immer Zeiten, die von Gewalt und Instabilität gekennzeichnet waren. Mara Hvistendahl bereiste viele Länder und lebt derzeit in Shanghai. Für dieses Buch hat sie sorgfältig recherchiert, ihre Darstellung beruht auf vielen Gesprächen mit Experten und Betroffenen.«

Detlev Drewes, Hannoversche Allgemeine, 5. Januar 2013:
»Rein juristisch gesehen ist in allen europäischen Staaten die geschlechtsspezifische Abtreibung verboten - in den Vereinigten Staaten übrigens nicht. Tatsächlich aber nimmt sie nach Erkenntnissen des Europarates auch innerhalb der EU und ihrer Kandidaten drastisch zu. In Brüssel gilt das Problem als bekannt, bislang schweigt man jedoch dazu.«

Marlis Schaum, WDR5, 04.01.2013:
»Der Titel klingt sperrig, der Inhalt ist spannend. Denn es geht um ein lange unterschätztes Problem: Das ausgewogene Zahlenverhältnis zwischen Männern und Frauen gerät weltweit ins Wanken. ›Das Verschwinden der Frauen‹ … liest sich stellenweise wie ein Krimi über ein Problem, dass bisher kaum jemand wahrhaben wollte.«

Susanne Mauthner-Weber, Kurier.at, 20. Dezember 2012:
»163 Millionen sind einfach verschwunden - oder besser gesagt nie geboren worden. Jedes andere Lebewesen stünde längst auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Nicht so dieses. Frauen verschwinden von dieser Welt, vor allem in Asien und Afrika, pränatale Diagnostik und sexuelle Selektion machen es möglich. Ein weit entferntes Problem, denken Sie? Irrtum: Über Georgien, Aserbeidschan, Armenien und Albanien - nur einen Katzensprung von Italien entfernt - ist die geschlechtspezifische Abtreibung längst auf dem Vormarsch Richtung Europa.«

Anne-Marie Slaughter, Professor of Politics and International Affairs, Princeton University:
»… ein wichtiges Buch und eine faszinierende Lektüre. Mara Hvistendahl ist eine großartige Autorin: witzig, fesselnd und scharfsinnig. Doch was sie zu sagen hat, ist extrem irritierend. Allein in Asien fehlen 160 Millionen Frauen und Mädchen. Das entspricht der gesamten weiblichen Bevölkerung der USA. Laut Hvistendahl ist das weniger die Folge von archaischer, kulturell bedingter Geschlechterdiskriminierung als vielmehr von steigendem Wohlstand, elitären Einstellungen und dem Einfluss von westlicher Technologie. Diese Entwicklung wird, zumindest für die kommenden Dekaden, nicht nur dafür sorgen, dass es überall weniger Kinder gibt, sondern auch dafür, dass es weniger Mädchen gibt. Zukünftig bedeutet das für viele Teile der Welt, von Indien über China, Aserbeidschan bis nach Albanien eine steigende Wahrscheinlichkeit von Frauenkauf, Frauenhandel, Vergewaltigung und eine steigende Anzahl von frustrierten Männern. Denn je mehr Möglichkeiten die Menschen haben, das Geschlecht ihrer Kinder zu bestimmen, desto schneller wird die Zahl der Frauen in der Welt sinken.«



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