20 Juni 2012

Lesen macht klug und schoen 692 - Robert Gottlieb - die göttliche Sarah Bernhardt, Biographie

»So genial wie die lügt, ist sie in Wahrheit vielleicht sogar dick!«
Robert Gottlieb - Die Göttliche.
Sarah Bernhardt 
die Biografie



















Steidl Verlag LSD
87 Illustrationen und Fotografien
Leineneinband LesebändchenISBN 978-3-86930-471-7
€ 28,00
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Niemand verstand sich auf das Showbusiness wie Sarah Bernhardt (1844–1923). Sie schmückte ihren Hut mit einer ausgestopften Fledermaus, führte im Reisegepäck stets ihren eigenen Sarg mit sich und wurde auf der Amerika-Tournee.
1880 von einem Alligator begleitet. Ihr Schauspiel war legendär, ihr Liebesleben atemberaubend und beide Talente wurden noch übertroffen von ihrer Fähigkeit, sowohl aus dem einen wie aus dem anderen Geld zu schlagen.

Robert Gottlieb zeichnet nicht nur ein schillerndes Bild dieser ersten europäischen Diva. Er gräbt tief in der Vergangenheit und spürt Ungereimtheiten auf in Sarah Bernhardts Lebenslügen und Legenden, die frühere Biografen nur zu gern wiederholten – verständlicherweise, denn gelogen hat diese Frau so großartig, dass Dumas einst von dem stets als dünn beschriebenen Star sagte:

»So genial wie die lügt, ist sie in Wahrheit vielleicht sogar dick!«

Hier tritt die vielschichtige Persönlichkeit einer Ausnahmeschauspielerin hervor, einer Frau mit zarter Gesundheit aber ungeheuer starkem Willen:

Weder ihre traurige familiäre Herkunft als ungeliebter Bastard einer Kurtisane noch der Dünkel in der Comédie Française konnten Sarah Bernhardt von ihrem Ziel abbringen, die beste und die bestbezahlte Schauspielerin ihrer Zeit zu werden.













Robert Gottlieb, geboren 1931 in New York, Cheflektor bei Simon & Schuster und Alfred A. Knopf. 1987 bis 1992 Chefredakteur des New Yorker. Er schreibt regelmäßig Buchkritiken
für The New York Review of Books und für The New York Observer.



Presse:


Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.09.2012
Nicht unbedingt ein "tiefschürfendes Charakterporträt", aber doch eine unterhaltsame Lebensgeschichte ist in den Augen von Rezensentin Dorion Weickmann dieses Buch von Robert Gottlieb, den Weickmann als früheren Chefredakteur des "New Yorkers" und Lektor von Autoren wie Toni Morrison oder Salman Rushdie schätzt. Rasant erzähle Gottlieb von den schillernden Verhältnissen, in denen Sarah Bernhardt aufwuchs, von ihrer Karriere und all den Amouren der "Pantherin der Liebe", über die sich nicht nur tout Paris das Maul zerriss. Wem das reicht, dem kann Weickmann diese Biografie ans Herz legen, sie selbst hätte doch gern erfahren, wie und wann "Quand même" zum Lebensmotto der großen Komödiantin, Tragödin und Hosenrollen-Virtuosin" werden konnte.



Sie gilt als Inbegriff des Göttlichen und fasziniert auch 90 Jahre nach ihrem Tod die Massen. Von wem die Rede ist? Keine geringere als Sarah Bernhardt (1844-1923). Sie ist die Mutter aller Diven und hat das Schauspiel zur Kunst erhoben. Robert Gottlieb geht diesem Phänomen nach und lässt den Leser daran teilhaben, indem er die Biographie der Französin von den Anfängen bis zum traurigen Ende nachzeichnet und den Interessierten auf diese einmalige Reise mitnimmt. Sie gilt als die berühmteste Schauspielerin ihrer Zeit und war einer der ersten Weltstars überhaupt. Doch der Weg dahin war ein äußerst steiniger und mit zahlreichen Problemen gepflastert. 288 Buchseiten erzählen mehr davon.



"Die Göttliche - Sarah Bernhardt" ist weit mehr als ein weiteres Buch über das Leben der wohl bekanntesten Pariserin. Es ist die Geschichte einer Frau, die ständig auf der Suche war - auf der Suche nach Liebe und einem Ort, wo sie ganz sie selbst sein konnte. Die Schauspielerei gab ihr die Gelegenheit, sich wenigstens auf der Bühne so richtig auszutoben und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dafür griff sie zuweilen auch zu eher ungewöhnlichen Requisiten - unter anderem einem Hut mit einer ausgestopften Fledermaus und einem Alligator -, die alle ihre Stücke so legendär machten. Mit ihren Liebesgeschichten sorgte sie für Zündstoff. Zahlreiche Männer liebten sie für ihre exzentrische Art und ihr großes Herz, das sie nur allzu oft auf der Zunge trug. Das ist Show pur - genau wie dieses Buch!
Großes Vergnügen bereitet die Lektüre von "Die Göttliche - Sarah Bernhardt". Robert Gottlieb lässt die Vergangenheit wieder aufleben und schafft so einen Genuss, der am liebsten ewig andauern könnte. Gute Biographien gibt es viele, aber die vorliegende ist mehr als nur gut. Hier erfährt man Unterhaltung, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt und zugleich berührt - eine wundervolle Mischung, die der französischen Schauspielerin absolut gerecht wird. Man verliert sich in und zwischen den Worten des US-amerikanischen Autors und erlebt so Literatur als großen Spaß, der das Herz und die Sinne verführt. Mehr geht definitiv nicht, als es Robert Gottlieb mit "Die Göttliche - Sarah Bernhardt" gelungen ist! http://www.literaturmarkt.info/cms/front_content.php?idcat=41&idart=6104
Susann Fleischer 21.05.2012


Waist-Up Portrait Of Sarah Bernhardt

Die Göttliche mit dem Fledermaus-Hut - Von Ilse Stein  20.04.2012
Dem gemeinsamen Verlag des französischen Modeschöpfers Karl Lagerfeld und des Göttinger Ausnahme-Verlegers Gerhard Steidl verdankten wir im vergangenen Jahr bereits die hinreißende Biographie von Coco Chanel. Nun das neue Werk über die Schauspielerin Sarah Bernhardt, genannt „die Göttliche“. Wobei das Wort „die“ nur bedingt zutrifft.http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-vor-Ort/Die-Goettliche-mit-dem-Fledermaus-Hut



The World's Greatest Actress - Sep 25, 2010 3:05 PM EDT http://www.thedailybeast.com/articles/2010/09/25/sarah-bernhardt-by-robert-gottlieb-reviewed.html
Has any actor or actress surpassed Sarah Bernhardt in worldwide fame? A new biography of her career and impact by Robert Gottlieb captures her wild life as no one has before, says Michael Korda. Sarah Bernhardt was and remains a star among stars; not only a star, she wasthe star, perhaps the first person at the dawn of the age of modern newspaper photography to combine genius, immense ambition, a scandalous private life, an extravagant sense of drama and an extraordinary appearance, and to imprint herself indelibly on the imagination of people all over the world. Of course, as Gottlieb rightly points out, the fact that she was Jewish and French is a hugely important part of her character, and of the soaring arc of her career, which survived old age, the loss of her famous beauty, and even the amputation of one leg above the knee, prompting a younger actress summoned into her presence to remark, “Beneath the painted and tinted decrepitude of the old actress there burns an inextinguishable sun.” Indeed. That is as good a description of stardom as we are ever likely to get. (I once had dinner at Gallagher’s steak house in New York City with Laurence Olivier in his old age, who sat unnoticed by diners at the tables all around us, and then, to make a point about acting, suddenly launched into the opening speech of Richard III, which had confirmed his reputation as the leading star of wartime Britain, in a voice that silenced even those who were sitting noisily at the bar, brought the whole restaurant to an awed hush of recognition that a star was in their midst.)

Maybe the Bernhardt phenomenon is best explained by those who ask few questions. Proust’s tremblingly precise portrait of “Berma” in Phèdre reveals more about Proust than Bernhardt. More probable is Shaw’s summary: “She does not enter into the leading character: she substitutes herself for it.”http://www.telegraph.co.uk/culture/books/bookreviews/8080312/Sarah-the-Life-of-Sarah-Bernhardt-by-Robert-Gottlieb-review.html



It's impossible to know now how good Bernhardt really was. The surviving film footage doesn't capture her feverish vitality or her gift for grabbing an audience; her Hamlet, available on YouTube, looks perilously close to hammy. To which she no doubt would have responded with a queenly "quand même?" – so what? – the motto with which she shrugged off all attempts to humiliate or thwart her. This is a sterling biography, equal to its subject, but it ought to be followed up at once with Bernhardt's own memoirs – and perhaps a jar of smelling salts.
http://www.guardian.co.uk/books/2010/oct/24/sarah-bernhardt-robert-gottlieb-review

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