04 Februar 2012

Lesen macht klug und schoen 566 - C.Rätsch, C.Müller-Ebeling, W-D. Storl - Hexenmedizin

C.Rätsch, C.Müller-Ebeling, W-D. Storl - Hexenmedizin

 Hexenmedizin

AT- Verlag
ISBN 978-3-85502-601-2
29,90 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Die Wiederentdeckung einer verbotenen Heilkunst - schamanische Traditionen in Europa.
Das Buch öffnet die Tür zum verdrängten Wissen und zeigt Wege, wie die heiligen Pflanzen unserer Ahnen wieder genutzt werden können.
Das vorliegende Buch eröffnet einen erstaunlichen Zugang zu einem faszinierenden Bereich unserer Kultur- und Medizingeschichte.
Das vorliegende Buch eröffnet einen erstaunlichen Zugang zu einem faszinierenden Bereich unserer Kultur- und Medizingeschichte: zur Heilkunst der Hexen, der verbotenen, geächteten, staatlich und kirchlich unterdrückten »alternativen« Medizin.

Hexenmedizin ist wilde Medizin, sie ist unkontrollierbar und entzieht sich der herrschenden Ordnung. Sie macht Angst, denn sie entscheidet über Leben und Tod. Hexenmedizin ist Kult - schamanischer Heilkult um heilige, das heisst wirkungsvolle Pflanzen. Sie macht mehr als nur gesund: sie bringt Lust und Erkenntnis, Rausch und mystische Einsicht.


Die Autoren nehmen uns auf eine Erkundungsreise mit, die zum Ursprung der Heilkunst, durch die antike Mythologie zur kirchenamtlich bestätigten Heilerin der Menschheit und von dort weiter zur Verkörperung der Sinnlichkeit und schliesslich zur Giftmischerin und Heilerin führt.


Das Buch öffnet die Tür zum verdrängten, unterdrückten Wissen der Hexenmedizin und zeigt Wege, wie die heiligen Pflanzen unserer Ahnen wieder genutzt werden können.


siehe auch: 

Lesen macht klug und schoen 549 - Christian Rätsch/Claudia Müller-Ebeling - Tiere der Schamanen




Christian Rätsch

Christian Rätsch -Ethnologe und Ethnopharmakologe, Referent und Autor, studierte Altamerikanistik, Ethnologie und Volkskunde. Seit über zwanzig Jahren erforscht er weltweit schamanische Kulturen und deren Gebrauch psychoaktiver Pflanzen. Von ihm stammen zahlreiche Bücher, u.a. das Standardwerk »Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen«.

Die Pflanzen der Götter in der modernen Welt -Jedes Jahr im Herbst schwärmen die Pilzsammler in den Schweizer Jura. Einige suchen leckere Speisepilze, andere sammeln die »Zwergenmützen«, »Halluzipilze« oder einfach »Pilzli« genannten einheimischen Verwandten der mexikanischen Zauberpilze, die Spitzkegeligen Kahlköpfe (Psilocybe semilanceata). Obwohl der rituelle Gebrauch der heimi schen Pilze schon den Alpennomaden bekannt gewesen sein soll, wurde der modernen Pilzgebrauch doch indirekt durch die Forschungen ALBERT HOFMANNs ausgelöst. Die Kraft der einhemischen Pilze steht der ihrer mexikanischen Verwandte in nichts nach. Auch sie bewirken Visionen von anderen Wirklichkeiten, erzeugen mystische Erfahrungen und lassen in den Pilzgenießern eine tiefe spirituelle Verbindung mit der Natur entstehen. Werden sie allerdings in einer unverantwortlichen Weise verzehrt, können sie grauenhafte Horrorvisonen und angstvolle Ichauflösungen erzeugen.Der englische Philosoph und Schriftsteller ALDOUS HUXLEY führt die religiösen Konzepte von »Himmel« und »Hölle« auf derartige bewußtseins er weiternde Erfahrungen zurück. HUXLEY experimentierte selbst aus giebig mit den mexikanischen Zauberpflanzen und ALBERT HOFMANNs Produkten. Er erkannte in diesen Erfahrungen die »Antipoden der Psyche«; sich mit ihnen auseinanderzusetzen erschien auch ihm wertvoll. In seinem Buch die Pforten der Wahrnehmung schrieb er:



Claudia Müller-Ebeling













Claudia Müller-Ebeling,Kunsthistorikerin und Ethnologin, spezialisiert auf visionäre Kunst, erforscht seit über zwanzig Jahren den Schamanismus in Korea, im Amazonasgebiet und in Nepal und beschäftigt sich mit den elementaren Prinzipien schamanischer Kunst. Internationale Referentin und Ko-Autorin diverser Bücher, unter anderen des Standardwerks »Schamanismus und Tantra in Nepal«.www.claudia-mueller-ebeling.de :

Die romantisch geprägte Bilderbuchhexe wird noch heute in modernen Kinderbüchern auf die ein oder andere Weise satirisch karikiert. Dabei wandelte die Hexe ihren Charakter von der bedrohlichen Schreckgestalt zur freundlichen Alten. Kinder von heute beschreiben Hexen als liebenswerte, schrullige, alte Damen, die hexen und zaubern können, unentwegt in ihren Hexenkesseln rühren und dabei schon mal die Beschwörungsformeln durcheinanderbringen. Sie erzählen übereinstimmend, daß Hexen auf Besen (oder inzwischen auch moderneren Geräten) fliegen und berichten vom Raben, der auf einer Schulter sitzt und von der schwarzen Katze auf der anderen. Bleibt noch zu ergänzen, daß Hexen vorzugsweise in alten, schäbigen Häusern umgeben von einem verwunschenen und undurchdringlichen Garten leben.
Gemessen an den schockierenden Zahlen von Frauen, welche als Hexen auf Scheiterhaufen verbrannt wurden, gemessen an den Forschungsergebnisse zu Themen wie Hexenwahn, Hexenjagd oder Hexenverbrennungen, scheint es makaber zu sein, das Bild der Märchenhexe zu bemühen, um Aufschluß darüber zu bekommen, was Hexen waren und worin ihr Kräuterwissen bestand.
Die Wurzeln, die das romantische Märchenbild nährten, reichen jedoch tief und seltsamerweise vermag es gerade die Hexe aus dem Märchenbuch, mit ihrer auf wesentliche Merkmale reduzierten Charakteristik, uns Einblick zu geben in die Welt der Bilder von Hexen, in ihr Kräuterwissen und in die verbotenen Visionen. weiterlesen hier
 
Wolf-Dieter Storl
Wolf-Dieter Storl -geboren 1942, Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Lehrte als Dozent an verschiedenen Universitäten. Ethnografische und ethnobotanische Feldforschungen - in einer traditionellen Spiritistensiedlung in Ohio, bei alteingesessenen Bauern im Emmental, bei Medizinmännern der Cheyenne, bei Shiva Sadhus in Indien und Nepal - finden ihren Niederschlag in zahlreichen Artikeln und Büchern. Seit 1988 lebt er mit seiner Familie auf einem Einödhof im Allgäu. www.storl.de
 

 

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