10 September 2012

Ursula Krechel - Landgericht - Lesen macht klug und schoen 767

Deutscher Buchpreis 2012: wir gratulieren!
Mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« geht sie noch einmal auf Spurensuche: 
Ursula Krechel - Landgericht 
Roman



Jung und Jung Verlag
ISBN 978-3-99027-024-0
Erstverkaufstag: 21. 8. 2012
 € 29,90
hier bestellen  (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Nach »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.
Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? 
Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch »Shanghai fern von wo« geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman »Landgericht« noch einmal auf Spurensuche. 
Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas’schen Dimensionen. 
Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Regeln zieht sich als Riss durch sein Leben. 
Danach ist nichts mehr wie vorher, die kleine Familie zwischen dem Bodensee, Mainz und England versprengt, und die Heimat beinahe fremder als das in magisches Licht getauchte Exil in Havanna. 

Ursula Krechels Roman lässt Dokumentarisches und Fiktives ineinander übergehen, beim Finden und Erfinden gewinnt eine Zeit atmosphärische Konturen, in der die Vergangenheit schwer auf den Zukunftshoffnungen lastet. 
Mit sprachlicher Behutsamkeit und einer insistierenden Zuneigung lässt »Landgericht« den Figuren späte Gerechtigkeit widerfahren. »Landge-richt«, der Roman mit dem doppeldeutigen Titel, handelt von einer deutschen Familie, und er erzählt zugleich mit großer Wucht von den Gründungsjahren einer Republik.

09 September 2012

Angelika Meier - Heimlich, heimlich mich vergiss - Lesen macht klug und schoen 766

Angelika Meier ist mit »Heimlich, heimlich mich vergiss« auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2012 vertreten. Neben 19 anderen Titeln steht der Roman somit in der engeren Auswahl für den Deutschen Buchpreis 2012:

Angelika Meier - Heimlich, heimlich mich vergiss
Roman




Diaphanes Verlag
ISBN 978-3-03734-184-1
€ 22,90
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Wer in hoher Luft in einer gläsernen Klinik sitzt, sollte nicht hinausschauen…
In ortloser Höhe thront eine gläserne Klinik über den Angelegenheiten der Normalsterblichen. Dr. Franz von Stern, der als Arzt selbstverständlich mit einer zusätzlichen Hirnrindenschicht und einem Mediator zwischen den Rippen ausgestattet ist, versagt als Referent in eigener Sache: 
Unfähig, den geforderten Eigenbericht für seine Klinikleitung zu verfassen, erzählt er sich zurück in seine Vergangenheit. Eine »Ambulante« erscheint ihm als Wiedergängerin seiner Frau, und im vermeintlichen Wahngerede seiner Patienten sucht er nach dem Echo der eigenen Geschichte. 
Irrealer als die Gegenwart, dieses taghelle Delirium, kann das Erinnerte nicht sein, und so macht von Stern sich auf, seine verglaste Welt zu verlassen.

Angelika Meiers Roman spielt in einer Welt, in der »mangelnde Gesundheitseinsicht« ein tödlicher Befund ist: eine fröhlich-düstere Elegie auf uns fast vergangene Gegenwartsmenschen.


08 September 2012

Lesen macht klug und schoen 764 - Sarah Khan - Die Gespenster von Berlin

Haarsträubende Ereignisse, unerklärliche Vorkommnisse, jenseitige Erfahrungen. Die Gespenster haben eine Botschaft, sagt Sarah Khan, sie macht sich zur Vermittlerin. 
Sarah Khan - Die Gespenster von Berlin 
Unheimliche Geschichten

Die Gespenster von Berlin

suhrkamp taschenbuch 
ISBN: 978-3-518-46116-7
9,90 €
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Ein Gespenst geht um in Friedrichshain und setzt teure Autos in Brand. Ein politisch motivierter Sühneakt? Sarah Khan geht der Sache nach und macht in alten Archiven der Stadt eine fürchterliche Entdeckung: 
Im Tunnel des Stettiner Bahnhofs, heute Nordbahnhof, wurden 1945 verwundete Wehrmachtssoldaten ermordet.

Im Mietshaus in Prenzlauer Berg will niemand lange wohnen bleiben, auch Sarah Khans Freundin Heike nicht. Durchs Treppenhaus spukt eine im Zweiten Weltkrieg verhungerte Klavierlehrerin. Wer war diese Frau? 

Sarah Khan sucht in alten Berliner Adressbüchern, auf Deportationslisten und findet ihren Namen schließlich im Totenbuch der Elias-Gemeinde aus dem Jahr 1945. 

Ob mal jemand was gehört hat, von Spukhäusern, unerklärlichen Vorkommnissen? 
Sarah Khan hat Freunde und Bekannte, zugezogene und alteingesessene Berliner gefragt. Die Auskünfte haben es in sich. Die Gespenster haben eine Botschaft, sagt Sarah Khan, sie macht sich zur Vermittlerin. 
Mit Geschichten, die uns Schauer über den Rücken jagen.

07 September 2012

Lesen macht klug und schoen 763 - Lizzie Doron - Das Schweigen meiner Mutter

Auf der Suche nach dem verlorenen Vater
Lizzie Doron - Das Schweigen meiner Mutter
Roman

Das Schweigen meiner Mutter von Lizzie Doron

dtv premium
ISBN 978-3-423-24895-2
14,90 Euro
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Auf der Suche nach dem verlorenen Vater
Ein Photo. Ein Garten, Tel Aviv, 50er-Jahre. Im Vordergrund ein kräftiges kleines Mädchen, den Blick in die Kamera gerichtet, einen zweifelnden oder auch verzweifelten Blick, vielleicht blendet aber auch nur die Sonne. Im Hintergrund ein Gebüsch, und dort, eingerahmt von einem kleinen weißen Kreis, ein weiteres Gesicht. Fast unkenntlich, winzig und fern.

Ist das der Vater, den das Mädchen nicht kannte? Nach dem es wieder und wieder vergeblich fragte und dann - längst erwachsen - zu forschen begann? Eine Suche nach Sinn und Begründung eines, wie sich zeigen wird, wahnwitzigen Geheimnisses. Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

06 September 2012

Lesen macht klug und schoen 762 - Ingrid Müller-Münch - Die geprügelte Generation


Das große Schweigen: In diesem Buch wird einer Generation der Spiegel vorgehalten über das damals nie gesprochen wurde – aus Scham und weil häusliche Gewalt für Kinder so normal war:
Ingrid Müller-Münch - Die geprügelte Generation
Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen
Sachbuch



Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2012
ISBN-13 9783608946802
19,95 EUR
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Ein Großteil der deutschen Nachkriegskinder ist ins Leben hineingeprügelt worden. Wie kam es dazu, dass Eltern zu Teppichklopfer oder gar Rohrstock griffen? 
Was wurde aus diesen Kindern, die lange Jahre ihres Lebens mit dem Gefühl durch die Welt gingen: Die Eltern mögen mich nicht, ich bin ein Nichts! 
Erst nachdem bekannt wurde, dass in Heimen und Privatschulen Misshandlungen an der Tagesordnung waren, dass Geistliche Kinder mit Stöcken schlugen - erst seitdem wird offen über die damals an Kindern verübte alltägliche Gewalt geredet. Fragen nach dem WARUM kommen auf: 
War es der Zeitgeist, der zu Watsch'n und einer Tracht Prügel verleitete? Hing es damit zusammen, dass die Väter traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrten? 
Geschah dies alles in einer unsäglich brutalen Erziehungstradition? 

Mit einem Blick auf Gegenwart und Vergangenheit beschreibt dieses Buch, wie sich der Vertrauensbruch der Eltern auf die Biografie der Kinder ausgewirkt hat. Wie die demütigenden Schläge die Gefühle, den Alltag und die Beziehungen einer ganzen Generation bis heute beeinflussen. 
Und ob die einst geprügelten Kinder als spätere Erwachsene diesen Eltern verziehen oder mit ihnen brachen.


»Dieses Buch war längst überfällig. Eine äußerst spannend zu lesende Aufklärungsarbeit, die bisher weder wissenschaftlich noch publizistisch mit dieser Überzeugungskraft und Detailgenauigkeit geleistet wurde.« Günter Wallraff


05 September 2012

Lesen macht klug und schoen 761 - Zsuzsa Bánk - Die hellen Tage


Auf der Spiegel Bestseller Liste Belletristik und jetzt als Taschenbuch:

Zsuzsa Bánk - Die hellen Tage
Roman



Fischer Taschenbuch
ISBN: 978-3-596-18437-8
Preis €  9,99
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In einer süddeutschen Kleinstadt erlebt das Mädchen Seri helle Tage der Kindheit: Tage, die sie im Garten ihrer Freundin Aja verbringt, die aus einer ungarischen Artistenfamilie stammt und mit ihrer Mutter in einer Baracke am Stadtrand wohnt.
Aber schon die scheinbar heile Welt ihrer Kindheit in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat einen unsichtbaren Sprung: Seris Vater starb kurz nach ihrer Geburt, und Ajas Vater, der als Trapezkünstler in einem Zirkus arbeitet, kommt nur einmal im Jahr zu Besuch. Karl, der gemeinsame Freund der Mädchen, hat seinen jüngeren Bruder verloren, der an einem hellblauen Frühlingstag in ein fremdes Auto gestiegen und nie wieder gekommen ist.
Es sind die Mütter, die Karl und die Mädchen durch die Strömungen und Untiefen ihrer Kindheit lotsen und die ihnen beibringen, keine Angst vor dem Leben haben zu müssen und sich in seine Mitte zu begeben.
Zsuzsa Bánk erzählt die Geschichte dreier Familien und begleitet ihre jungen Helden durch ein halbes Leben: Als Seri, Karl und Aja zum Studium nach Rom gehen, wird die Stadt zum Wendepunkt ihrer Biographien – und zur Zerreißprobe für eine Freundschaft zwischen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung.

Nach ihrem hochgelobten Debütroman »Der Schwimmer« schreibt Zsuzsa Bánk die bewegende Geschichte dreier Kinder, die den Weg ins Leben finden. »Die hellen Tage« ist ein großes Buch über Freundschaft und Verrat, Liebe und Lüge – über eine Vergangenheit, die erst allmählich ihre Geheimnisse enthüllt, und die Sekunden, die unser Leben für immer verändern.

04 September 2012

Olga Flor - Die Königin ist tot - Lesen macht klug und schoen 760

Ein Auszug aus dem Titel wurde für den Alfred-Döblin-Preis 2011 nominiert: 
Olga Flor - Die Königin ist tot
Roman 



















Zsolnay Verlag
Erscheinungsdatum: 27.08.2012
ISBN 978-3-552-05578-0
18.90 €
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USA, nahe Zukunft: Eine ehrgeizige junge Europäerin sucht den gesellschaftlichen Aufstieg und findet ihn in der Heirat mit dem wesentlich älteren Medientycoon Basil Duncan. Sie nennt sich Lilly, wird Mutter, lebt in einem noblen Haus am Meer und berauscht sich am scheinbar grenzenlosen Einfluss ihres Ehemannes und an ihrer eigenen Nähe zur Macht. 

Für Duncan wird das Familienidyll allerdings bald schal, er beschließt, seine junge Frau durch die noch jüngere und interessantere Fernsehjournalistin Ann zu ersetzen – und die Erstfrau gesittet und geregelt an seinen Stellvertreter im Konzern, Alexander, weiterzugeben. Doch kaum haben Alexander und Lilly das exquisite Apartment im obersten Stockwerk eines prominenten Hochhauses bezogen, das ihnen Duncan generös gleich dazu spendiert hat, schmieden die beiden einen radikalen und folgenschweren Plan ... 

Mit virtuosen sprachlichen Mitteln schickt Olga Flor ihre Lady Macbeth in den Kampf. Entstanden ist eine düstere und kompromisslos komische Liebesgeschichte, die dem Zusammenspiel von Gewalt und sexueller Anziehung, von Berechnung und Empfinden, von Schuld und Verantwortung auf den Grund geht.

Ein Text über Macht und Sexualität, über Gier und Gewalt und die Folgen für eine Beziehung, die auf einem gemeinsamen Verbrechen beruht: nicht zuletzt eine Liebesgeschichte.


03 September 2012

Lesen macht klug und schoen 759 - Karen-Susan Fessel - Steingesicht

Der preisgekrönte Jugendroman von Karen-Susan Fessel endlich als Taschenbuch!
Karen-Susan Fessel - Steingesicht
Jugendbuch Roman


















Querverlag
Erscheint 09 / 2012
ca.9,90€

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Gerade fünfzehn Jahre alt, aus der Weltstadt Berlin in ein Nest aufs Land verschlagen – da muss einem ja das Lachen vergehen. Aber ausgerechnet in diesem Nest findet Leo einen Sinn in ihrem neuen Leben – und damit auch ihr Lachen wieder.
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Leontine, genannt Leo, schon früher zu ihrer Tante Wanda, die in einem Nest bei Braunschweig eine Schuhmacherwerkstatt betreibt, hätte ziehen dürfen. Leo ist in so genannten zerrütteten Verhältnissen in Berlin aufgewachsen. Als sie mit fünfzehn endlich bei Wanda leben darf, ist es fast zu spät. Das Lachen ist ihr vergangen und sie vermeidet es, Gefühle zu zeigen, egal, was passiert. »Steingesicht« nennt Wanda sie liebevoll. Mit ihrer Hilfe gelingt es Leo, sich in ihrem neuen Leben einzurichten – und mehr noch: Die tolerante, lebensfrohe Wanda bietet Leo die Möglichkeit, sich selbst kennen zu lernen und auch ihr Anderssein zu akzeptieren. Das »Steingesicht« lernt lächeln und spürt ein nie gekanntes Vertrauen zum Leben. Und zu sich selbst.

02 September 2012

Lesen macht klug und schoen 758 - Gayle Tzemach Lemmon - Die Schneiderin von Khair Khana


"Wir investieren nicht in Opfern, sondern wir investieren in überlebende" :
Gayle Tzemach Lemmon - Die Schneiderin von Khair Khana
Wie eine mutige Frau in Afghanistan alles riskiert, um ihre Familie zu retten.



















Irisiana Verlag
Originaltitel: The Dressmaker of Khair Khana
Originalverlag: Harper Collins
ISBN 978-3-424-15124-4
€ 19,99
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 Herzerwärmend, inspirierend, wunderschön – der New-York-Times-Bestseller
Als die Taliban Kabul einnehmen, ändert sich das Leben von Kamila Sidiqi über Nacht dramatisch. Da ihr Vater und ein Bruder zur Flucht gezwungen werden, muss Kamila plötzlich das Brot für sich und ihre fünf Geschwister verdienen. Mit Mut und Entschlossenheit gründet sie in dieser gefährlichen Zeit eine Schneiderei.
Tzemach Lemmon erzählt von einer ungewöhnlichen Unternehmerin, die unter Talibanherrschaft ihre Geschwister und Nachbarinnen mobilisiert, mit ihr eine Schneiderei aufzubauen. Jene mutigen Frauen sind keine Opfer. 
Sie sind das Herz und das Rückgrat einer durch Krieg und Terror zerrissenen Nation. Diese Geschichte erzählt vom Krieg, aber auch von weiblicher Solidarität und bewundernswerter Widerstandskraft. Sie zeigt auf beeindruckende Weise ein Afghanistan, das man so noch nicht aus den Medien kennt.
Übersetzt von Ulrike Kretschmer.

01 September 2012

Lesen macht klug und schoen 757 - Gabriele Goettle - Der Augenblick

Gehen Sie mit auf Reisen in den unbekannten Alltag von sechsundzwanzig Frauen:

Gabriele Goettle - Der Augenblick
Reisen durch den unbekannten Alltag
Reportagen

















Antje Kunstmann Verlag
lieferbar ab 05.09.2012
ISBN 978-3-88897-781-7
22.95 €
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»Der Augenblick« – das sind Reisen in den unbekannten Alltag einer Buchhändlerin, einer Kulturwissenschaftlerin, einer Arbeitslosen, einer Kioskfrau oder einer Bienenforscherin, in den Alltag von sechsundzwanzig Frauen, wie wir ihn so nur selten oder nie erzählt kriegen. 
Gabriele Goettle geht von der Selbstverständlichkeit aus, mit der sich Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen behaupten, sie interessiert sich für ihr Wissen, für ihre Lebenserfahrung, für ihre
Besonderheit.
Wenn die Medizinhistorikerin Ortrun Riha von der Pest erzählt, ist von Anfang an klar, dass »gegen eine plötzliche Verwandlung einer gesunden, friedlichen Bevölkerung in eine hochinfektiöse und todkranke trotz aller Krisenpläne keine moderne Gesellschaft gewappnet ist«. 
Wenn die Kulturhistorikerin Anna Bergmann darüber spricht, was es bedeutet, dass der Tod seit der ersten Herztransplantation 1967 nicht mehr durch den Stillstand von Herz und Kreislauf, sondern den des Gehirns festgestellt wird, bekommt die aktuelle Debatte um die Organspende eine andere Perspektive.
Gabriele Goettles Reportagen kommen stets vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Beruflichen zum Privaten, ihr Stil ist so schnörkellos wie empathisch. 
Sie nimmt die Subjektivität ihres Gegenübers ernst, und in einem Augenblick wird mehr von der Welterfahrung von Frauen deutlich, von ihren ganz unterschiedlichen Leben, als in vielen hochgelobten Gender-Debatten. 
Das ist der große Reiz dieser Reisen in einen unbekannten Alltag.