27 Juli 2015

Lesen macht klug und schoen 1184 - Hamideh Mohagheghi - Frauen für den Dschihad

Das Buch ist eine Absage an jede »Dschihad-Romantik«. Aufwühlend und aufklärend zugleich.
Hamideh Mohagheghi - 
Frauen für den Dschihad Das Manifest der 
IS-Kämpferinnen

Buchtitel: Frauen für den Dschihad

Verlag Herder
Format: 12,5 x 20,5 cm,
ca. 144 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-451-34832-7
€ 14,99
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Ein Dokument, das erschreckt und aufrüttelt: Das Manifest der Khanssaa-Brigade, einer rein weiblichen Einheit der Terrororganisation IS, beschreibt den Alltag und die Rolle der Frauen im selbst ernannten Kalifat. 
Das Buch enthält die erste deutsche Übersetzung sowie das arabische Original und erlaubt so einen exklusiven Einblick in das Innere des IS. 
Kommentiert von der islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi entlarvt es die falsche Ideologie des IS und zeigt, weshalb so viele Frauen aus Deutschland in den Dschihad ziehen und welches Leben sie in Syrien oder im Irak erwartet. 
Das Buch ist eine Absage an jede »Dschihad-Romantik«. Aufwühlend und aufklärend zugleich.

Hamideh Mohagheghi, geboren in Teheran, ist islamische Theologin an der Universität Paderborn. Als Mitbegründerin des islamischen Frauennetzwerkes Huda und Mitglied der Islamkonferenz ist sie eine der wichtigsten weiblichen, muslimischen Stimmen Deutschlands. Mohagheghi ist bekannt von zahlreichen Veröffentlichungen und der Sendung „Forum am Freitag“ (ZDF). 

20 Juli 2015

Lesen macht klug und schoen 1183 - Malte Herwig - Die Frau, die Nein sagt

Für Pablo Picasso blieb sie ein Rätsel, und sie war die einzige Frau, die ihn verließ. 

Lesen macht klug und schoen 1183 -
Malte Herwig - Die Frau, die Nein sagt
Rebellin, Muse, Malerin - Francoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso




Ankerherz Verlag
Gestaltung und Fotografie: Ana Lessing
Veröffentlichung: Mai 2015
186 Seiten
Mit vielen farbigen Fotografien und Illustrationen
Hardcover mit Schutzumschlag
Leineneinband mit Prägung
Lesebändchen
fadengebunden
Format 16,5 x 22,0 cm
ISBN: 978-3-940138-82-8
 29,90 €
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Für Pablo Picasso blieb sie ein Rätsel, und sie war die einzige Frau, die ihn verließ. Françoise Gilot ist Malerin, Wahrheitssuchende, eine Künstlerin des Lebens. Für manche ist sie eine lebende Legende, eine Frau, die zu den klügsten unserer Zeit gehört. Mit "Leben mit Picasso" schrieb Gilot in den 1960er-Jahren einen internationalen Bestseller - obwohl Pablo Picasso alles unternahm, um die Veröffentlichung des Werks zu verhindern. Für dieses Ankerherz-Buch öffnete Françoise Gilot, Mutter von Paloma Picasso, dem Biografen Malte Herwig die Türen ihrer Ateliers in New York City und Paris. Gemeinsam nähern sie sich zentralen Fragen des Lebens: Worauf kommt es wirklich an? Was bedeutet Glück und was spendet Zufriedenheit? Es ist ein Buch über die Kunst. Und über die Kunst eines erfüllten Lebens.

Sie ist die einzige Frau, die Picasso verließ. Sie steht mit 93 Jahren jeden Tag in einem ihrer Ateliers in New York und Paris und sucht mit ihrer Malerei nach der Wahrheit. Und sie lacht ihr schallendstes Lachen, wenn sie erzählt, sie habe Picasso gekannt, während sie für ihn ein Rätsel blieb. Françoise Gilot, die Mutter von Paloma Picasso, ist eine lebende Legende, eine Malerin, die sich von Molekularbiologen besser verstanden fühlt als von der Kunstkritik und die nichts so sehr fürchtet wie einen langweiligen Gesprächspartner.

In DIE FRAU, DIE NEIN SAGT öffnet die Malerin und Lebenskünstlerin dem renommierten Biografen Malte Herwig die Türen zu ihren Ateliers und vertraut ihm an, worauf es in der Malerei wie im Leben wirklich ankommt.

MALTE HERWIG, Jahrgang 1972, ist Autor und Reporter beim Magazin der Süddeutschen Zeitung und lebt in Hamburg. Seine Artikel und Interviews sind unter anderem im ZEIT-Magazin, dem Spiegel, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Süddeutschen Zeitung, Weltwoche und

Malte Herwig, 1972 in Kassel geboren, ist Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker. Er hat an den Universitäten von Mainz, Oxford und Harvard Literatur, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Herweg ist Reporter beim Magazin der "Süddeutschen Zeitung" und lebt in Hamburg.


13 Juli 2015

Lesen macht klug und schoen 1182- Elisabeth Bronfen- Daniel Kampa (Hg) - DIE AMERIKANERIN IN HITLERS BADEWANNE

Lesen macht klug und schoen 1182- 
Elisabeth Bronfen (Herausgeber), Daniel Kampa (Herausgeber)
DIE AMERIKANERIN IN HITLERS BADEWANNE
Drei Frauen berichten über den Krieg: Martha Gellhorn, Lee Miller, Margaret Bourke-White

Die Amerikanerin in Hitlers Badewanne

Hoffmann und Campe Verlag
ISBN:978-3-455-50365-4
Seiten:360
Erscheinungsdatum:13.06.2015

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Der Krieg war jahrtausendelang eine reine Männersache, Frauen nur am Rande beteiligt, als Krankenschwestern etwa oder in der Rüstungsindustrie. 
Dies änderte sich im Zweiten Weltkrieg, als die amerikanischen Streitkräfte die ersten Reporterinnen akkreditieren und Frauen an vorderster  Front über das Kriegsgeschehen berichteten. 
Denn auch an der Heimatfront sollten Frauen für die
Kriegsanstrengungen gewonnen werden. 
So kam es, dass in Hochglanzmagazinen oder Frauenmagazinen
wie Vogue neben Modestrecken illustrierte Reportagen über das Kriegsgeschehen, ja sogar die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald abgedruckt wurden.

Kanonenhagel über Moskau, Bomberangriffe gegen Rommels Einheiten in Tunesien, der Vormarsch der Alliierten in Italien, der D-Day und die Befreiung des KZ Buchenwald, die Kapitulation der Deutschen: 
Im Zweiten Weltkrieg berichteten zum ersten Mal Frauen als akkreditierte Journalistinnen über den Krieg. 
Zu den bekanntesten zählten die drei Amerikanerinnen Lee Miller, Martha Gellhorn und Margaret Bourke-White, deren wichtigste Texte und Fotos, viele davon in Deutschland unbekannt, Elisabeth Bronfen zusammengestellt hat. 
In ihrem Nachwort zeigt sie auf, wie diese unerschrockenen Frauen durch ihre persönliche und unmittelbare Art den Blick auf den Krieg für immer verändert haben.



Elisabeth Bronfen ist Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University. Sie hat zahlreiche Aufsätze in den Bereichen Gender Studies, Kunst, Film und Kulturwissenschaften geschrieben.http://www.bronfen.info/


11 Juli 2015

„München von Frauen für Frauen“ . Vortrag mit Sonja Still – Wie entsteht ein Reiseführer?

„München von Frauen für Frauen“ mit Sonja Still
Vortrag mit Sonja Still – Wie entsteht ein Reiseführer? 

Wie entsteht ein Reiseführer? 


Wann: 18.07.2015 Beginn: 13.30 Uhr
Samstag, 18. Juli um 13.30 Uhr 



Im Rahmen des Tages Münchner Buchhandlungen kommt die erfahrene Reisebuchautorin Sonja Still zu uns in den Frauenbuchladen.

Sie wird ein wenig darüber erzählen was alles zu einem guten Reiseführer gehört und wie sie ihre Recherchen betreibt.
Eine gute Gelegenheit für alle Wünsche bezüglich eines richtig guten Reiseführers direkt an der Quelle los zu werden !

In ihrem neuen Buch stellt Sonja Still ganz besondere Orte und „gefühlte Viertel“ vor – sie zeigen, wo München am schönsten ist. 

Der Reiseführer richtet sich nicht nur an Besucherinnen, sondern auch an Münchnerinnen, die ihre Heimatstadt neu entdecken möchten. 
So gibt es zum Beispiel in der Spezialrubrik 
„Mit dir trau ich mich“ außergewöhnliche Anregungen! 

Ihr neues Buch beinhaltet Tipps für einen Urlaubstag vor der Haustür - mit der besten Freundin, Mutter, Tochter, Schwester, Tante, Kollegin ....

Ort: Lillemors Frauenbuchladen 


Barerstr. 70
80799 München

Im Anschluss wird ein hübscher Kugelgrill unter allen BesucherInnen verlost.
Außerdem gibt es Gutscheine für einen Gratis-Freundinnen-Eisbecher von
M. Gustave am Gärtnerplatz (Link: http://www.mgustave.com/)

06 Juli 2015

Lesen macht klug und schoen 1181 - Susan Abulhawa - Als die Sonne im Meer verschwand

"Ein schwärmerisches Buch über die Kraft und den Zusammenhalt palästinensischer Frauen in Gaza."

Lesen macht klug und schoen 1181 - 
Susan Abulhawa - Als die Sonne im Meer verschwand
Roman
Susan  Abulhawa - Als die Sonne im Meer verschwand

Diana Verlag
Originaltitel: The Blue Between Sky and Water
Originalverlag: Bloomsbury
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Fahrner 
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-29170-6
19,99 €
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»Dieser Roman ist brillant, mutig, überwältigend.« Teju Cole
In Amerika aufgewachsen, kennt die Palästinenserin Nur die malerischen Dörfer ihrer Heimat bloß aus den Erzählungen ihres Großvaters. Doch dann trifft sie Jamal, der als Arzt in Gaza arbeitet und sie dorthin einlädt. Zum ersten Mal reist Nur zu ihrer Familie und erlebt, wie eng deren Geschichte mit der Israels und Palästinas verflochten ist. Sie ist überwältigt von den Eindrücken, erfährt aber auch eine bittere Wahrheit über Jamal. Stehen lediglich die strengen Regeln seiner Kultur zwischen ihnen? Nur muss herausfinden, wohin sie und ihre Liebe gehören. 

Nach ihrem internationalen Bestseller »Während die Welt schlief« erzählt Susan Abulhawa auch in ihrem neuen Roman voller Poesie von einer Familie ohne Heimat, von Krieg, Frieden und Hoffnung.



Susan Abulhawa (Autorin) Geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge wuchs Susan Abulhawa in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. Ihr Debüt »Während die Welt schlief« wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und zum internationalen Bestseller. »Als die Sonne im Meer verschwand« ist ihr zweiter Roman.

29 Juni 2015

Lesen macht klug und schoen 1180 - Dörte Hansen - Altes Land

„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“

Lesen macht klug und schoen 1180 -  
Dörte Hansen - Altes Land
Roman




Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0647-1
€ 19,99
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Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen. 

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.


Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Hamburg. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

22 Juni 2015

Lesen macht klug und schoen 1179 - Laurie Penny - Unsagbare Dinge

Lesen macht klug und schoen 1179 -  
Laurie Penny - Unsagbare Dinge
Sex, Lügen und Revolution
Unsagbare Dinge


Edition Nautilus, Hamburg 2015
ISBN 9783894018177

Paperback, 288 Seiten,
16,90 EUR
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Laurie Penny spricht das Unsagbare aus: Fucked-up Girls und Lost Boys, sexuelle Gewalt, Liebe und Lügen sind ihre Themen. Sie zeigt, dass Feminismus ein Prozess ist: Egal, wie man sich nennt – wichtig ist, wofür man kämpft.


Laurie Penny zerlegt gnadenlos den modernen Feminismus und die Klassenpolitik, wenn sie von ihren eigenen Erfahrungen als Journalistin, Aktivistin und in der Subkultur berichtet. 

Es ist ein Buch über Armut und Vorurteile, Online-Dating und Essstörungen, Straßenkämpfe und Fernsehlügen. 
Der Backlash gegen sexuelle Freiheit für Männer und Frauen und gegen soziale Gerechtigkeit ist unübersehbar – und der Feminismus muss mutiger werden! Laurie Penny spricht für einen Feminismus, der keine Gefangenen macht, dem es um Gerechtigkeit und Gleichheit geht, aber auch um Freiheit für alle. 
Um die Freiheit zu sein, wer wir sind, zu lieben, wen wir wollen, neue Genderrollen zu erfinden und stolz gegenüber jenen aufzutreten, die uns diese Rechte verweigern wollen. 
Es ist ein Buch, das jenen eine Stimme gibt, denen das Sprechen verboten wird – eine Stimme, die das Unsagbare ausspricht.

Laurie Penny ist die wichtigste Stimme des jungen Feminismus in Großbritannien und Deutschland. 1986 in London geboren, lebt sie derzeit in England und den USA. 
Sie hat Englische Literaturwissenschaft in Oxford studiert, ihr Blog »Penny Red« wurde 2010 für den George Orwell Award für politisches Schreiben nominiert. Sie schreibt regelmäßig für den New Statesman und für New Inquiry sowie auf Twitter, wo sie inzwischen über 100 000 Follower hat. Zuletzt erschien bei Nautilus Fleischmarkt. Weibliche Körper im Kapitalismus (2012).

15 Juni 2015

Lesen macht klug und schoen 1178 - Kristine Bilkau - Die Glücklichen


Ein großes Generationsporträt unserer ZeitKristine Bilkau - Die Glücklichen
Roman

Kristine  Bilkau - Die Glücklichen

Luchterhand Literaturverlag, München 2015
ISBN 9783630874531
Gebunden, 304 Seiten,
19,99 EUR
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Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. 
Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: 
Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. 
Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: 
Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht. 

Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.

Kristine Bilkau, 1974 geboren, war 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und 2009 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 erhielt sie das Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen und 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens des Literaturhauses München teil. Sie arbeitet als Journalistin für Frauen- und Wirtschaftsmagazine und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. „Die Glücklichen“ ist ihr erster Roman.

09 Juni 2015

Lesen macht klug und schoen 1177 - Renata Adler - Pechrabenschwarz

Der Sound dieser Autorin machte ihren von der deutschen Kritik gefeierten Erstling "Rennboot" zu der Wiederentdeckung der letzten Jahre und die Autorin Adler zu einem brandneuen Klassiker.

Renata Adler - Pechrabenschwarz 
Roman
Image

Bibliothek Suhrkamp 1490, Gebunden, 228 Seiten

ISBN: 978-3-518-22490-8
D: 19,95 €
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In Pechrabenschwarz erzählt Renata Adler mit kühner Raffinesse von Kate und ihrem Wagnis, sie selbst zu sein. Denn Kate befindet sich in einer Beziehung zu einem verheirateten Mann. Und die Widersprüchlichkeiten häufen sich, im Kopf und anderswo, bis sie die junge Frau zur Flucht aus New York treiben, mitten in die pechrabenschwarze Nacht im irischen Nirgendwo …
Renata Adlers Sound – im selben Moment nüchtern und sublim – ist unverkennbar. Dieser Sound machte ihren von der deutschen Kritik gefeierten Erstling Rennboot zu der Wiederentdeckung der letzten Jahre und Adler zu einem brandneuen Klassiker.
Aus dem Englischen von Helga Huisgen.


Renata Adler, geboren 1938 in Mailand, studierte in Harvard und an der Sorbonne. Sie arbeitete für den New Yorker und die New York Times. Zeit ihres Lebens ist sie eine streitbare Figur des amerikanischen Kulturlebens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Renata_Adler


02 Juni 2015

Lesen macht klug und schoen 1176 - Lizzie Doron - Who the Fuck is Kafka?

Hass ist ein Gefühl, aber Frieden ist eine Entscheidung
Lizzie Doron - Who the Fuck is Kafka?
Roman

Lizzie Doron: „Who the Fuck Is Kafka“. Roman. Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015. 256 S., br., 14,90 €.

dtv, München 2015
ISBN 9783423260473
Broschiert, 256 Seiten,
14,90 EUR
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Zuerst: Ein Hotel in Rom. Eine israelischpalästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein arabischer Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe ...

Dann: High Heels in Ost-Jerusalem? Ein Palästinenser im vornehmen Tel Aviver Apartmentgebäude? Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba - die große Katastrophe -, wie die Palästinenser die Folgen des 48er-Krieges nennen. Sie begreifen, dass sie dieselbe Irrenanstalt bewohnen, nur in verschiedenen geschlossenen Abteilungen. Nadims Frau ist aus Gaza, hat aber keinen Ort, an dem sie bleiben kann ...


Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.«