19 Februar 2014

Dagmar Leupold - Unter der Hand - Lesen macht klug und schoen 1102

Eine Geschichte vom schönen Glück erzählt der Roman und handelt von den hellen und den dunklen Seiten des Menschlichen und von einer seltsamen »Schwarzarbeit«
Dagmar Leupold - Unter der Hand
Roman




Jung und Jung Verlag, Salzburg 2013
ISBN 9783990270448
Gebunden, 289 Seiten,
22,00 EUR
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Das ferne Ostpreußen und das heutige München mischen sich in diesem bewegend erzählten Roman ebenso wie die Generationen und deren Wünsche an das Leben, das seine Schwere unter der sicheren Hand Dagmar Leupolds zu verlieren scheint.

Eine Geschichte vom schönen Glück erzählt Dagmar Leupold in ihrem neuen Roman. Er handelt von den hellen und den dunklen Seiten des Menschlichen und von einer seltsamen »Schwarzarbeit«: Ein italienischer Mäzen ermöglicht es einer Frau namens Minna, zu schreiben. Allerdings ist an seinen Auftrag eine ungewöhnliche Bedingung gebunden: Sie soll den Menschen Freude bringen.
Ist es ein Märchen, das hier erzählt wird, ist es die reine Wahrheit, ist es beides? Der Roman ist Literatur auf der Höhe ihrer Möglichkeiten: raffiniert und doppelbödig werden hier Wirklichkeit und Erfindung ineinander gewoben. Als Minna einer alten, aus Ostpreußen stammenden Dame begegnet, beginnt sich ein Beziehungskarussell zu drehen, bei dem Vergangenheit und Gegenwart durcheinandergewirbelt scheinen und der Glanz früherer und ferner Zeiten sich ins heutige München mischt. Einmal mehr zeigt sich, dass das Leben ein Kreislauf aus Geburt und Tod ist. Als Frühchen ist Minna auf die Welt gekommen, und auch ihr Ende, ob wahr oder erfunden, lässt nicht allzu lange auf sich warten. In aller Abgründigkeit führt »Unter der Hand« nach Utopia und wieder zurück. An ein Ziel, das es wirklich gibt: Schwarzort.


Dagmar Leupold,geboren 1955 in Niederlahnstein, lebt in München.
Studium der Germanistik, Philosophie und klassischen Philologie in Marburg, Tübingen und New York. Seit Mitte der 80er Jahre freiberufliche Schriftstellerin und Übersetzerin. Vorstandsmitglied des Deutschen Literaturfonds, seit 2004 Leiterin des »Studio Literatur und Theater« der Universität Tübingen. Zuletzt erschien: »Die Helligkeit der Nacht«, 2009.




Presse:


"Alles [in diesem Buch] geschieht unaufdringlich, mit großem Einfühlungsvermögen und der Kunst der Lyrikerin. Leupold geht den Worten auf den Grund, ihre Sprachspiele verdichten und erweitern den Assoziationsraum des nur Heutigen." Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

„Dagmar Leupold ist eine souveräne Sprach-Spielerin. Mit Feinge- fühl, Scharfsinn und Ironie lotet sie die Seelen- und Lebensräume ihres Personals aus.“ Ingeborg Waldinger, Wiener Zeitung

"Wie Dagmar Leupold das macht, wie ihr Roman sich „unter der Hand“ aufhellt und die schwarze Misere hinter sich lässt, das hat Geschmack und Stil. Routiniertes Romangeplapper gibt es bei ihr nicht. Auch braucht sie nichts Grelles, Wildes, Extremes, um sich Gehör zu verschaffen. Wache und wortgewitzte Aufmerksamkeit für das Alltägliche rundum, das ist das Pfund, mit dem sie wuchert." Hans-Jürgen Schings, FAZ

"Ein zeitgenössisches Märchen" MDR Figaro

WDR 5 - Buch der Woche: http://www.wdr5.de/sendungen/buecher/s/d/03.08.2013-20.05.html

http://www.srf.ch/player/radio/buch-tipps/audio/dagmar-leupold-unter-der-hand?id=16bc9870-c262-41ff-a71b-a2149376447d

Zitat zum daily book heute:

Dagmar Leupold im Gespräch mit Gabi Toepsch
Stand: 25.11.2013

Eins zu Eins. Der Talk - Stefan Parrisius im Gespräch mit Dagmar Leupold  Ein Beitrag von: Parrisius, Stefan
Stand: 07.10.2013

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.10.2013:
Mit Dagmar Leupolds neuem Roman "Unter der Hand" hat Rezensentin Kristina Maidt-Zinke eine hübsche Erzählung gelesen, an der sie nur ein klein wenig zu bemängeln hat. Erzählt wird die Geschichte der einsamen, durchaus amüsanten fünfzigjährigen Minna, die sich als Nachhilfelehrerin in München durchschlägt und ihr Single-Dasein mit gelegentlichen Treffen mit dem Physiotherapeuten Frank und dessen Programm "Massage, Essen, Beischlaf" unterbricht. Die überraschende Wendung tritt nach einem Suizidversuch und dem darauffolgenden Sanatoriums-Aufenthalt in der Toskana ein, wo Minna einem Mäzen begegnet, der hier finanzielle Unterstützung für ihre Schriftsteller-Existenz bietet, wenn sie im Gegenzug anderen Menschen Freude bringt. Ein anrührender und sensibler Roman von "leiser Abgründigkeit", urteilt die Kritikerin, die sich allerdings gewünscht hätte, dass Leupold bisweilen etwas poetischer und weniger "geistreich" formuliert hätte. 

Unter der Hand von Dagmar Leupold
Ein Mäzen aus Italien ermöglicht es Minna, einer alten Dame aus Ostpreußen, zu schreiben. Jedoch stellt er ihr eine Bedingung: Sie soll den Menschen Freude bringen. An der Grenze zwischen Märchen und realistischer Erzählung vermischen sich das ferne Ostpreußen und das heutige München.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung,21.09.2013:
Als "Kammermusik in Romanform" lobt Rezensent Hans-Jürgen Schings Dagmar Leupolds neuen Roman "Unter der Hand". Er folgt hier der zur Melancholie neigenden, alleinstehenden Mittfünfzigerin Minna, deren Lebensgeschichte nach ihrem Tod von einem Nachbarn in einem Manuskript entdeckt wird. Darin liest er nicht nur die wunderbaren Wortspiele der Frau, die ihren Körper als "einzige Vermisstenanzeige" ohne Wärme und Leidenschaft beschreibt, durch den ein Schwarz wie jenes der Tinte verläuft, sondern erfährt auch, wie sie ganz zufällig eines Tages die Bekanntschaft einer alten Dame macht, die sie nach deren Schlaganfall pflegt. Langsam füllt sich der Alltag Minnas wieder mit Leben, sie bildet mit anderen "traurigen Solitären" eine zarte Gemeinschaft bildet und beginnt langsam, ihre Melancholie zu verlieren, so der Rezensent. Sein Urteil: Ein ebenso geschmack- und stilvoller wie "wortgewitzter" Roman, der ganz ohne laute Töne lange nachhallt.



Zitat zum daily book heute:
"Ich glaube schon, dass es eine Art der Ideologisierung von Wohnräumen und Adressen gibt. Berlin ist häufiger die Kulisse. Mir fällt zwar kein Roman aus jüngerer Produktion ein, der an „Berlin Alexanderplatz“ heranreicht und eine ähnliche Art der Gegenwartsanalyse betreibt. Aber dennoch ist Berlin derzeit sicher ein etwas ausgewiesenerer, historischer Ort als beispielsweise München – einfach auch, weil so viele Autoren dort leben."

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