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29 September 2013

Susan Sontag - Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke - Lesen macht klug und schoen 1053

Susan Sontag Lesung | 04.10.2013 | 20.00 Uhr im  Literaturhaus München
»Mein Leben ist mein Kapital, das Kapital meiner Imagination«,
Susan Sontag - Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke
Tagebücher 1964-1980




Carl Hanser Verlag, München 2013
ISBN 9783446243408
Gebunden, 560 Seiten,
27,90 EURhier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Ihre Tagebücher sind Spiegel dieses Selbstverständnisses, das bei ihr auch immer an die Politik geknüpft war. 
Zentral sind ihr Aufenthalt in Hanoi und ihr Engagement in den USA gegen den Vietnamkrieg, ihre Begegnung mit Mary McCarthy und Reisen nach China, Marokko und Israel. 
In den Jahren 1964 bis 1980, die geprägt sind von ihrer Auseinandersetzung mit der Kunst von John Cage, Marcel Duchamp, Jasper John und vor allem Joseph Brodsky, entstehen auch Sontags bedeutendste Bücher. 
In diesen Tagebüchern legt eine der außergewöhnlichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts das intime Zeugnis ihrer Reifejahre ab.
„Mein Leben ist mein Kapital, das Kapital meiner Imagination“, sagte Susan Sontag einmal. 




Susan Sontag, 1933 in New York geboren, war Schriftstellerin, Kritikerin und Regisseurin. Sie erhielt u.a. den Jerusalem Book Prize 2001, den National Book Award und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt Das Leiden anderer betrachten (2003), Worauf es ankommt (2005), Zur gleichen Zeit (Aufsätze und Reden, 2008) und Wiedergeboren. Tagebücher 1947-1963 (2010). Susan Sontag starb 2004 in New York. Über ihr letztes Lebensjahr berichtet ihr Sohn David Rieff in Tod einer Untröstlichen (Hanser, 2009).


Susan Sontag Lesung | 04.10.2013 | 20.00 Uhr
Susan Sontag: Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke. Eva Matthes liest aus den Tagebüchern, Michael Krüger kommentiert (zum Buch)
Ort: Literaturhaus München, Großer Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München
Veranstalter: Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung / Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München 
Büchertisch: Lillemor´s Webseite des Veranstalters: http://www.literaturhaus-muenchen.de

17 Januar 2013

Susan Sontag - Lesen macht klug und schoen 884


Im Gedenken an Susan Sontag, die am 16.Januar 80 Jahre geworden waere:


Susan Sontag (* 16. Januar 1933 in New York; † 28. Dezember 2004 ebenda) war eine amerikanische Schriftstellerin, Essayistin, Publizistin und Regisseurin. 

Sie war bekannt für ihren Einsatz für Menschenrechte sowie als Kritikerin der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. 

Zitat Susan Sontag:
»Der Welt meine ungeteilte Aufmerksamkeit angedeihen lassen - diesem Auftrag widme ich mich. Das ist mein Job, meine Profession, meine Lebensaufgabe.«

Der Essay „Regarding the Pain of Others“


trug entscheidend dazu bei, dass Susan Sontag im Oktober 2003 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gewürdigt wurde. 

In der Begründung des Stiftungsrats hieß es: 
„Mit Susan Sontag ehren wir eine Schriftstellerin, deren erzählendes und essayistisches Werk? den Begriff und den Wert der westlichen Kultur untersucht und verteidigt. Mit großer analytischer Schärfe hat sie seit den sechziger Jahren die Ausprägungen der dynamischen Alltagskultur und ihre Bedeutung für unsere Vorstellung von Modernität und Freiheit
beschrieben.“




Susan Sontag wurde als Tochter des Exportkaufmanns Jack Rosenblatt und der Lehrerin Mildred Jacobsen geboren. Während die Eltern in der Republik China waren, wurde sie von den Großeltern aufgezogen.

Ihr Vater erkrankte und starb an Tuberkulose, als sie fünf Jahre alt war. Die Mutter heiratete erneut; der Name des Stiefvaters war Sontag.
1949 ging Susan Sontag an die Universität in Chicago und studierte Literatur, Theologie und bei Leo Strauss Philosophie. 1950 – mit 17 Jahren – heiratete sie den Soziologen Philip Rieff. Mit ihm gemeinsam veröffentlichte sie eine Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf die moderne Kultur. Seit 1988 lebte sie in einer Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz.
http://www.susansontag.com/

Susan Sontags Grab auf dem Cimetière Montparnasse
Susan Sontag wohnte im New Yorker Stadtteil Chelsea. Als öffentlich stark wahrgenommene Intellektuelle war sie aktiv u.a. im New York Institute for the Humanities, zu dessen Mitgliedern sie gehörte. Sie trat als scharfe Kritikerin der Bush-Regierung, insbesondere des Irakkriegs, in Erscheinung. Neben Mary McCarthy und Joan Didion galt sie als die US-amerikanische femme de lettres.
Große Anerkennung fanden ihre Essays zur Ästhetik und Hermeneutik in Fotografie, Film, Literatur und Kunst. Umstritten war ihre Haltung zum Werk Hans-Jürgen Syberbergs, dessen Film Hitler, ein Film aus Deutschland (1977) sie gelobt hatte.
In verschiedenen Bereichen war sie auch für Theater und Film tätig. 1993 inszenierte sie während des Bosnienkrieges in Sarajevo das Theaterstück Warten auf Godot von Samuel Beckett. Der Platz vor dem Staatstheater in Sarajevo wurde nach ihr benannt.
Sontag starb Ende 2004 im Alter von 71 Jahren in New York an Leukämie und wurde auf dem Cimetière Montparnasse in Paris beigesetzt. Über ihre letzten Tage schrieb ihr Sohn, der Journalist und Autor David Rieff, das Buch Tod einer Untröstlichen, das 2009 im Carl Hanser Verlag erschien.


mehr Biographie: http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/susan-sontag


Susan Sontag and her activism and writing.





Susan Sontag: Public Intellectual, Polymath, Provocatrice




Literatur von Susan Sontag bei Lillemors:
bei Lillemors bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Sontag, Susan

Cover: Das Leiden anderer betrachten
 
Susan Sontag beschäftigt sich in ihrem entsetzlich aktuellen Essay mit der Kriegsfotografie, mit dem, was das Abbild eines...  
Hanser
15,90 €
Sontag, Susan
Vierzig Jahre nach Erscheinen des epochemachenden ersten Essaybandes der bedeutenden amerikanischen Intellektuellen liegen...  
Hanser
25,90 €
Sontag, Susan
Zur gleichen Zeit
Essays und Reden
 
Eine Sammlung, die Susan Sontags Rang als engagierte Essayistin nachdrücklich bestätigt, ob sie nun über Autoren schreibt,...  
Hanser
21,50 €
Sontag, Susan
Zur gleichen Zeit
Aufsätze und Reden
 
Zur gleichen Zeit
Die in den letzten Lebensjahren Susan Sontags geschriebenen Aufsätze und Reden legen Zeugnis ab von ihrer kühnen Intelligenz,...  
S. Fischer
9,95 €
Sontag, Susan
boren
Tagebücher 1947 - 1963
 
Cover: Wiedergeboren
Das intime Selbstporträt einer jungen Intellektuellen und gleichzeitig ein philosophisches Zeitdokument ersten Ranges.  
Hanser
24,90 €








19 Juli 2012

Lesen macht klug und schoen 721 - Christiane Barnaházi - Frauen !

"Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und sie in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken.
Aber dort leben sie nicht.“ Virginia Woolf


Christiane Barnaházi - Frauen !
Starke Erzählungen über das starke Geschlecht


Septime Verlag
Perspektivwechsel No. 2
ISBN: 978-3-902711-03-8
16,50 €
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Eine Frau lässt alles stehen und liegen, zwei Frauen gehen auf Reisen, drei Frauen müssen sich ein Krankenzimmer teilen; Mütter und Töchter, Schwestern und Freundinnen oder Frauen, die allein sind ...
In diesem Band sind intensive und kantige Geschichten versammelt, die das Fremde in sich bergen.
Jürgen Schütz | Christiane Barnaházi [Hrsg.]

Erzählungen der Autorinnen: Susan Sontag, Siri Hustvedt, James Tiptree Jr., Andrea Grill, Irmgard Maenner, Nona Fernández, Nina Horvath, Hélène Cixous, Yôko Ogawa, Diamela Eltit, Julie Phillips, Therese Chromik, Fanny von Reventlow

Susan Sontag: Amerikanische Geister


Susan Sontag studierte in Berkeley und Chicago und heiratete bereits mit siebzehn Jahren den Soziologen Philip Rieff. Sie, als eine frühe Vertreterin der Popkultur, machte sich als Filmemacherin, Dramatikerin und Romanautorin weltweit einen Namen und hat sich dabei fest in unsere Kultur eingewoben. Die 1933 Geborene bestimmte mit, was debattiert werden sollte, gehörte dem Kanon an und wurde selbst überall diskutiert. Susan Sontag lebte vorwiegend in Paris und New York und führte ab 1988 eine lesbische Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz. Sie setzte sich und ihre Popularität aktiv für die Menschenrechte ein und galt als scharfe Kritikerin des Irakkriegs und der Regierung der Vereinigten Staaten.

Sontag, stets an ihren pechschwarzen Haaren und der silbergrauen Strähne zu erkennen, kann man heute getrost als eine der ersten Intelektuellen Amerikas bezeichnen. Am 28. Dezember 2004 stirbt sie, im Alter von einundsiebzig Jahren, in New York an Leukämie, ihr Grab befindet sich in Paris. In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Erzählung Amerikanische Geister vertreten.

Siri Hustvedt: Houdini

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Siri Hustvedt zunächst bekannt als „Paul Austers schreibende Ehefrau", ist längst aus dem Schatten ihres Mannes getreten. Die amerikanische Schriftstellerin besticht durch klare Sprache, mit der sie ihre wiederkehrenden Themen, wie etwa die Suche nach Selbstfindung, zum Ausdruck bringt. Die Tochter Lloyd Hustvedts, eines Professors für skandinavische Literatur, und der Norwegerin Ester Vegan erlangte vorrangig aufgrund ihrer zahlreichen Romane Bekanntheit. Doch ist sie ebenso als Essayistin tätig und schrieb in der Vergangenheit Aufsätze über Kunstgeschichte und Malerei. Daher finden auch diese Themen immer wieder Behandlung in ihren Werken. Erstmals wirkliches Aufsehen erregte die damals junge Autorin mit der Erzählung Mr. Morning in The Best American Short Stories 1990 und 1991 in der selben Reihe mit der Erzählung Houdini.1992 präsentierte sie dann ihre erste größere Arbeit, den Episodenroman Die unsichtbare Frau, in den die oben genannten Erzählungen als erste bzw. dritte Episode einfließen, und schildert darin das Leben der Iris Vegan. Die 1975 geborene Amerikanerin lebt heute mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York.

In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit einer der oben genannten Erzählungen, Houdini vertreten.

James Tiptree Jr.: Frauen, die man übersieht


James Tiptree Jr. ist das männliche Pseudonym von Alice B. Sheldon.Tiptrees geheimnisvolle Identität faszinierte die Fans und gab Anlass zu vielen Spekulationen, freilich glaubten alle, es müsse sich um einen Mann handeln. Die Aufdeckung, noch zu ihren Lebzeiten, war ein Schlag: Diese knappen, harten und frechen Kurzgeschichten, die nur allzu häufig mit dem Tod enden, waren von einer alten Dame mit weißen Federlöckchen verfasst worden.
Sie zählt unter Science-Fiction-Fans zu den großen Klassikern, gleich neben Philip K. Dick und Ursula K. Le Guin. Ihre Kurzgeschichten, die sie erst im Alter von einundfünfzig Jahren zu schreiben begann, und von denen einige wohl zu den besten des späten 20. Jahrhunderts gehören, brachten ihr schnell Ruhm und zahlreiche Auszeichnungen ein.Dennoch litt sie ständig unter schweren Depressionen und Todessehnsucht. Nach einem vorab geschlossenen Selbstmordpakt erschießt Sheldon im Alter von einundsiebzig Jahren erst ihren vierundachtzigjährigen Mann und dann sich selbst. James Tiptree Jr. ist mit einer ihrer berühmtesten Erzählungen, Frauen, die man übersieht, in PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! vertreten.



Andrea Grill: Eine Vorliebe für Rot


Andrea Grill wurde 1975 in Bad Ischl geboren. Sie promovierte an der Universität Amsterdam über die Evolution der Schmetterlinge Sardiniens. Die Autorin veröffentlichte neben zahlreichen Erzählungen, Artikeln und Essays bereits vier Romane. Der gelbe Onkel. Ein Familienalbum (2005), Zweischritt (2007) und Tränenlachen (2008). 2010 erschien der Roman Das Schöne und das otwendige.Homepage:www.m-orld.org
Zudem ist sie als Übersetzerin aus dem Albanischen aktiv. Nach langjährigen Aufenthalten in Tirana, Cagliari (Sardinien), Neuchâtel und Bologna lebt sie zurzeit in Wien. In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! Ist sie mit der Erzählung Eine Vorliebe für Rot vertreten.




Irmgard Maenner: Zwei Frauen verreisen. Eine davon ist 
mager




Irmgard Maenner geboren 1959 im bayerischen Waldsassen, lebt seit den Achtzigerjahren in Berlin und schreibt ebenso lange Hörspiele, Rundfunkfeatures und Prosa. In dokumentarischen Arbeiten porträtierte sie Boxerinnen und Ganzkörpergelähmte, Schützen und Dominas. In ihren Heldinnen und Helden – den realen wie den fiktiven – verbinden sich Zerbrechlichkeit mit Zähigkeit. Mit feiner, zuweilen skurriler Komik ringen sie um Sinn in einer oft unverständlich erscheinenden Welt. Zurzeit arbeitet die Autorin an einem Roman über die außergewöhnliche Geschichte einiger ihrer Vorfahren. Für Das Gewehr lebt erhielt sie 2007 den featurepreis der Stiftung Radio Basel.

In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Erzählung Zwei Frauen verreisen. Eine davon ist mager. vertreten.

Nona Fernández: Der Himmel





Nona Fernández wurde 1971 in Santiago de Chile geboren und ist seit ihrer Schauspielausbildung als Drehbuchautorin, Schauspielerin und freischaffende Schriftstellerin tätig. Ihre in diversen Erzählbänden veröffentlichten Kurzgeschichten sind, wie auch die Romane Mapocho und Av. 10 de julio Huamachuco, preisgekrönt. Die Arbeit an Drehbüchern für Fernsehserien und -filme, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreitet, beeinflusst ihre literarische Schreibweise dahingehend, als dass sie ökonomisch mit Sprache umgeht und in ihren Erzählstrukturen eindeutig den Dialog bevorzugt. Nicht zuletzt dadurch erzeugt Nona Fernández Bilder von kinematografischer Aussagekraft.

Sie zählt zu den führenden Schriftstellern Chiles sowie gesamt Südamerikas. Sie empfing sowohl 2003 als auch 2008 den chilenischen Literaturpreis PREMIO MUNICIPAL DE LITERATURA in der Kategorie Bester Roman. Selbigen Preis erhielt unter anderem auch Roberto Bolaño posthum. Im Herbst 2011 war sie mit 24 weiteren AutorInnen unter dem Motto Die 25 am besten gehüteten Schätze Lateinamerikas zur berühmten Buchmesse in Guadalajara eingeladen! In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Erzählung Der Himmel vertreten und feierte hier ihr Debüt auf dem europäischen Kontinent.

Im Juni 2012 erscheint bei Septime ihr Roman

Die Toten im trüben Wasser des Mapocho.




Nina Horvath: Nekropolis

Nina Horvath ist Diplomandin an der Universität Wien im Fach Paläobiologie und Autorin von etwa zwei Dutzend Kurzgeschichten, die bereits in Sammelwerken, Magazinen und Fanzines veröffentlicht wurden. Ihr Genre ist vorrangig Science-Fiction. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit wirkt sie zudem als Mitherausgeberin verschiedener Anthologien.
In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Erzählung Nekropolis vertreten. Horvath beweist anhand ihrer Erzählung, dass gerade das Genre Science-Fiction Tiefe nicht ausschließt, sondern eben hier ein Spielraum entsteht, um diese glaubhaft erzeugen zu können. Homepage: www.ninahorvath.at

Hélène Cixous: Fremdworte sind Glückssache


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Hélène Cixous, 1937 in Oran (Algerien) geboren (lebt sein 1955 in Frankreich), veröffentlicht 1969 ihr erstes Buch Dedans (dt. Innen) und gibt mit diesem Werk einen Vorgeschmack auf Entdeckung des Körpers und der Weiblichkeit, was ebenso Thema von Souffles, erschienen 1975 bei Éditions des Femmes (dt. Weiblichkeit in der Schrift) sein soll. Ihr Schaffen umfasst Romane, Theaterstücke sowie Dichtungen.

Hélène Cixous beherrscht die Kunst der Sprachspielerin. Elemente und Themen ihrer Verspieltheit sind, neben der Sprache selbst, Weiblichkeit, Tod, Liebe, die Schrift und das Schreiben an sich. Sie entdeckt den Reiz und den Rhythmus der wilden Wörter, die sich noch im Urzustand befinden, und die von der Allgemeinsprache vernachlässigt werden. 
In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Erzählung Fremdworte sind Glückssache vertreten, die hier erstmals auf Deutsch erschien.
Yôko Ogawa: Tagebuch einer Schwangerschaft





Yôko Ogawa wurde 1962 in Okayama, Japan, geboren und studierte an der Waseda-Universität in Tokio. Seit 1988 veröffentlicht sie Romane, Novellen und Erzählungen.

Schon für ihre Debütarbeit, die Erzählung Der zerbrochene Schmetterling (Agehachô ga kowareru toki), erhielt sie 1988 den Kaien-Preis, für die vorliegende Novelle Tagebuch einer Schwangerschaft (Ninshin Karenda) wurde sie nur drei Jahre danach mit dem bedeutenden Akutagawa-Preis geehrt. Der Literaturnobelpreisträger Kenzaburô Ôe brachte das Werk der Schriftstellerin so auf den Punkt:

„Yôko Ogawa ist in der Lage, die subtilsten Funktionsweisen der menschlichen Psyche in ihrer Prosa zum Ausdruck zu bringen, sanft und doch durchdringend."

In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit der Novelle Tagebuch einer Schwangerschaft vertreten.

Diamela Eltit: Einander geweiht






Diamela Eltit wurde 1949 in Santiago de Chile geboren. Nach ihrem Philologiestudium ist sie als Dozentin für Literatur an Chiles Universitäten tätig und wirkt im Künstlerkollektiv CADA, das durch Aktionskunst in Zeiten der Diktatur berühmt wurde, mit. Ihr literarisches Schaffen beginnt mit dem polemischen Roman Lumpérica (1983), welchen sie, ganz im Zeichen ihrer Mitgliedschaft bei CADA, auf den Bürgersteigen vor stadtbekannten Freudenhäusern präsentierte. Neben ihren zahlreichen weiteren Romanen hat sie auch drei Aufsatzsammlungen sowie drei Bände mit Zeitzeugenberichten, die ansonsten keinerlei Gehör in der Gesellschaft bekommen würden, veröffentlicht.

Eltit gehört zu den bedeutendsten lateinamerikanischen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihre Werke werden sowohl auf die Bühne als auch auf die Leinwand gebracht und stechen mit ihren dem Barock nahen, komplexen Sprachkonstruktionen und allegorischen Formen hervor. Der Körper als Projektionsfläche für Ideologien und Figuren ist ein wiederkehrendes Motiv ihres literarischen Schaffens.

In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen! ist sie mit einem ihrer wenigen kurzen Texte vertreten, mit der Erzählung Einander geweiht.

Julie Phillips: James Tiptree Jr. ein Essay

Christiane Barnaházi


Julie Phillips wurde in Seattle, USA geboren, verbrachte aber Teile ihrer Kindheit in Kalifornien und New Hampshire. Sie fing an, für die Seattle Weekly zu schreiben, übersiedelte dann nach New York, wo sie u. a. Artikel über Bücher, Filme oder auch Damensport verfasste. 2006, nachdem sie bereits Essays zum Thema feministische Science-Fiction veröffentlicht hatte, erschien ihre James Tiptree Jr.-Biografie James Tiptree Jr., Das Doppelleben der Alice B. Sheldon (Septime 2012) für die sie den begehrten Hugo Award erhielt. Julie Phillips lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Amsterdam.

Ihren Bezug zu Science-Fiction beschreibt sie auf ihrer Website folgendermaßen: Ich wusste nicht viel über Science-Fiction, als ich mit der Biografie über James Tiptree Jr. begann, aber ich war an den Leben von Frauen interessiert, und Alice B. Sheldon entpuppte sich als eine mit einem ganz faszinierenden.

Für Septime schrieb sie exklusiv ein Essay über James Tiptree Jr. in PERSPEKTIVENWECHSEL No2.

Therese Chromik:Fanny zu Reventlow, ein Portrait



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Therese Chromik (geb. 1943) studierte Philosophie, Germanistik, Geografie und Kunst. Sie hatte Lehrtätigkeiten an Gymnasien in Kiel und Husum sowie Lehraufträge an der Universität Kiel inne und war Fachleiterin für Deutsch. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände und Kurzprosa und ist Mitherausgeberin zahlreicher Anthologien. 2009 erschien die Biografie Wenn ich nur lieben kann. Franziska zu Reventlow. Einige ihrer Gedichtbände wurden ins Polnische übersetzt. Sie wurde u. a. mit dem Landespreis der GEDOK Schleswig-Holstein und dem Andreas-Gryphius-Förderpreis ausgezeichnet. In PERSPEKTIVENWECHSEL No2 schrieb sie ein umfangreiches Portrait über Fanny zu Reventlow.

Die Mutter zweier Söhne lebt seit 2007 als freie Schriftstellerin in Husum und Kiel.

Besuchen Sie Theres Chromik auf ihrer Website unter www.theresechromik.de


Fanny von Reventlow: Das jüngste Gericht

Fanny



Fanny von Reventlow (1871-1918) genannt Franziska, war die jüngste Tochter des ersten preußischen Landrats Ludwig Detlev Graf zu Reventlow (1824-1893) und seiner Frau Emilie Julia Anna Luise Gräfin zu Reventlow.

Ihre Erzählung Das jüngste Gericht aus PERSPEKTIVENWECHSEL No2 Frauen!:gehörte zu ihren satirischen Erzählungen, die in der von Albert Langen gegründeten Zeitschrift Simplicissimus veröffentlicht wurden.

Neben der Erzählung selbst ist ein umfangreiches Essay über die Autorin von Therese Chromik enthalten.

"Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."
Franz Kafka