... und Jesus war eine Frau
Roman

Septime Verlag
ISBN: 978-3-902711-14-4
18,40 €
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»Ich habe solche Angst, dass alles aus ist zwischen uns. Thomas.
Ich will ja nur dass du hörst, was ich sage!«
Petra ist verzweifelt, dass Thomas im Bett den Unterschied zwischen eine Nummer abziehen und Liebe abstreitet. Während einer vereinbarten Auszeit schreibt sie ihm Briefe, in denen sie offen über ihre sexuellen Erfahrungen, Wünsche und Träume redet. Ihr Bemühen um Klärung der Beziehung führt sie nicht nur zeitlich, sondern auch geografisch weit fort: von der eisbedeckten Donau bis nach Jordanien in die 2000 Jahre alte Stadt, die denselben Namen trägt wie sie selbst, Petra.
Petra ist Anfang dreißig. Die letzte gemeinsame Nacht mit Thomas hat ihr Vertrauen in ihn erschüttert. Sie beginnt aufzuschreiben, was sie ihrem Freund bis jetzt nie gesagt hat. Sexuelle Wünsche sind jedoch schwer zu kommunizieren. Passende Worte fehlen. Angst um ihre Beziehung, Wut und Ärger über Thomas kämpfen in Petra.
In dem Versuch, ihre Träume und Fantasien zu erklären, schreibt sie über ihre Kindheit, über erste Erfahrungen und Enttäuschungen. Sie stärkt ihren Mut zur Konfrontation durch eine Erinnerung an Petra in Jordanien ... wo Jesus eine Frau war. Sie erinnert sich an diese Reise und an ihre Anstrengung, andere Zeiten und andere Welten zu erfassen. Eine Reise in eine 2000 Jahre alte Stadt.
Warum heißt der Roman „… und Jesus war eine Frau“?
Diese Frage lässt sich nur mit dem gesamten Roman beantworten. Zwei Punkte aber sind vorrangig:
Petra, die junge Hauptperson des Romans, hat es während einer Reise so erlebt: Jesus war eine Frau.
Ein Teil der Ereignisse findet vor 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Israels und Jordaniens statt. Dort gab es machtvolle Göttinnen und daher selbstverständlicheren Respekt für Frauen als uns hier und heute auch nur vorstellbar ist.
Mit dem Satz „… und Jesus war eine Frau“ kann spürbar werden, was den Frauen seit Jahrhunderten an Wertschätzung vorenthalten wurde und wird. Petra vermittelt das auch mit einem Satz ihrer Lieblingsautorin:
„Der größte Schaden, den der Monotheismus angerichtet hat, ist die Göttinlosigkeit.“
Was ist Wirklichkeit, wenn zwei Menschen eine gemeinsam verbrachte Nacht so unterschiedlich beurteilen wie Petra und Thomas? War es eine „Nummer“ oder war es liebevolle Gemeinsamkeit?
Petra kämpft darum, verstanden zu werden. Sie will sich von Thomas akzeptiert wissen, so wie sie ist. Zu ihrer persönlichen Sicht von Sexualität fügt sie auch gleich ihr jordanisches Reisetagebuch hinzu, wo es um Erlebnisse ganz anderer Art geht.
Franz Kafkas „Brief an den Vater“ erreichte seinen Adressaten nie. Ob Petras Brief an den Freund seinen Adressaten erreicht, das bleibt offen.
Konträr zu gängigen Erzählformen beginnt der Roman mit geballter Wut. Petra will nicht „enthört“ werden, wie sie das mit einem Wort ihrer Lieblingsautorin bezeichnet.
Dem ruhigen Beginn der Reise im mittleren Teil folgen dann die machtvollen Bilder von Petras Erlebnissen in Petra.
Aus der subjektiven Begegnung mit Worten, Bildern und Situationen entsteht eine Art „Multirealität“ – und Spannung!