Silvia Federici - Aufstand aus der Küche
Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution

edition assemblage
Reihe: Kitchen Politics, Band 1
farbig, Broschur, 110×180 mm
ISBN 978-3-942885-32-4
9.80 Euro
Neuerscheinung 6. Novermber 2012
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In dem Band formuliert die feministisch-marxistische Theoretikerin und Aktivistin Silvia Federici eine aktuelle Kritik der Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und plädiert für eine feministische Politik der Commons.
Neben zwei neuen Beiträgen wird auch die bereits 1974 verfasste Kritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Federici erinnert an die „unerledigte Revolution des Feminismus“ und plädiert für deren Aktualisierung in der Gegenwart.
Queer-Feminismus und Ökonomiekritik schließen einander nicht aus (wie in letzter Zeit immer wieder behauptet), sondern müssen verbunden werden. Das Buch, das unsere Reihe eröffnen wird, ist gleichzeitig eine Intervention in einen queeren wie feministischen Diskurs, der sich um eine Kritik des Kapitalismus zu wenig bemüht und andererseits eine Intervention in den ökonomiekritischen, marxistischen Diskurs, der leider immer noch sehr androzentrisch (männerdominiert) funktioniert und Geschlechterverhältnisse nur am Rande behandelt.
Gleichzeitig führen wir auch die in USA und Italien bekannte operaistische Feministin Silvia Federici in Deutschland ein.
Der Band stellt ebenso einen Beitrag zur Analyse des globalen Kapitalismus mit Schwerpunkt auf der Reproduktionsarbeit dar wie zur Geschichte feministischer Kämpfe.
Im Kontext der neuen Buchreihe Kitchen Politics ist der erste Band auch als ein Plädoyer für eine materialistische, antikapitalistische Wende der Queer Theory zu verstehen.
Aus dem Englischen von Max Henninger
Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen
Die Buchreihe Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen zielt auf aktuelle, analytisch-politische Interventionen und verstehen sich als Teil einer anhaltenden Debatte linker, queerfeministischer Kritiken. Das Herausgeber_innen-Kollektiv Kitchen Politics verortet queer-feministische Theorie und Praxis als Bestandteil von Gesellschaftskritik, die Verbindungslinien zwischen verschiedenen politischen Diskussionen formuliert und/oder reflektiert.
Die Herausgeber*innen der der Reihe sind Bini Adamczak, Mike Laufenberg, Felicitas Reuschling, Sarah Speck, Chris Tedjasukmana.