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15 August 2011

Lesen macht klug und schoen 427 - Miriam Toews - Kleiner Vogel, klopfendes Herz

Die Kanadierin Miriam Toews, deren poetischer Tonfall in der kanadischen Presse mit der Literatur Michael Ondaatjes verglichen wurde, erzählt hier mit Eleganz, Zartheit und hintergründigem Witz eine sehr besondere coming-of-age-Geschichte über das Auseinanderfallen und Zusammenfinden einer Familie.

Miriam Toews - Kleiner Vogel, klopfendes Herz

Roman
Berlin Verlag,
ISBN-10 3827010292
22,00 EUR 
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Aus dem Englischen von Christiane Buchner. 
Die große kanadische Autorin Miriam Toews wuchs in einer mennonitischen Familie in Manitoba auf. In ihrem neuen Roman kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und vollbringt ein literarisches Wunder: Mit atemberaubender Eindringlichkeit erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die lernt, was es heißt, sich selbst zu vergeben. 
Kameras, Zigaretten, Handys, Schauspieler aus Übersee und Küsse unterm Sternenhimmel — das gab es in Irmas Mennonitendorf im Norden Mexikos alles noch nie. Als der Regisseur Diego die 19-Jährige als Dolmetscherin für sein Filmteam anheuert, beginnt sie, nicht nur zwischen den Sprachen zu springen, sondern auch zwischen den grundverschiedenen Welten. Ihre strenge Familie, in der seit dem Tod ihrer Schwester Katie kaum noch ein Ton gesprochen wird, und das fröhliche, wilde Haus der Filmemacher — Irma spürt plötzlich, dass sie lebendig begraben wird, wenn sie nicht abhaut. Sie muss unbedingt weg. Heimlich, ohne das Wissen ihres Vaters, schnappt sie sich ihre zwei kleinen Schwestern und macht sich auf nach Mexiko City. Das Abenteuer der Freiheit spült auch die tief verborgenen, die düsteren Geheimnisse ihres Lebens hervor, und diesmal, hier, läuft sie nicht davon.