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24 Februar 2013

Sylvia Plath - Zungen aus Stein - Die Bibel der Träume - Lesen macht klug und schoen 917

Sylvia Plath, die "beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation"  wurde mit dem Roman "Die Glasglocke" und dem Gedichtband "Ariel" zu einer internationalen Ikone der Frauenbewegung: 
Sylvia Plath - Zungen aus Stein
Erzählungen

Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2012
ISBN 9783627100216
Gebunden, 266 Seiten, 14,90 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Sylvia Plath - Die Bibel der Träume
Erzählungen

Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2012
ISBN 9783627100209
Gebunden, 248 Seiten, 14,90 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)




Sylvia Plath - Zungen aus Stein
Aus dem Amerikanischen von Julia Bachstein und Susanne Levin. "Am 27. Oktober 2012 wäre die amerikanische Autorin Sylvia Plath 80 Jahre alt geworden. 1963, als Dreißigjährige, nahm sie sich in London das Leben. In der kurzen Zeit ihres Schaffens war Sylvia Plath ungeheuer produktiv. Sie galt als Wunderkind, veröffentlichte schon mit 17 Jahren Kurzgeschichten und Gedichte."

Sylvia Plath - Die Bibel der Träume
"In ihren eindrucksvollen Erzählungen schreibt Plath über Frauen und weibliches Bewusstsein: von kleinen Mädchen mit ihrer ersten Trauer über das Unwiederbringliche, von Schülerinnen, die unter dem Gruppenterror an der High School leiden, von der Alltäglichkeit in den Beziehungen zwischen Frau und Mann, aber auch von unverhofftem Glück. 
Immer scheint Sylvia Plath in ihren Erzählungen selbst anwesend zu sein, mit all ihrer Verletzlichkeit und ihrer tiefen Melancholie."



"Die Dichterin Sylvia Plath, geboren 1932 in Boston, verheiratet mit dem Dichter Ted Hughes, wurde nach ihrem Selbstmord 1963 in London mit dem Roman "Die Glasglocke" und dem Gedichtband "Ariel" zu einer internationalen Ikone der Frauenbewegung."


"Sylvia Plath, die "beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation" (John Updike), wurde am 27. Oktober 1932 in Massachusetts geboren. Als sie 8 Jahre alt war, starb ihr Vater Otto Plath - ein früher Verlust, der ihr Leben prägte und sich in ihrem literarischen Werk niederschlug.

Sylvia Plath studierte mit einem Begabtenstipendium am Smith College und veröffentlichte in dieser Zeit bereits erste Erzählungen und Lyrik. 1955 gehörte sie zu den Fulbright-Stipendiaten der Universität Cambridge in England. Hier verliebte sie sich in den englischen Dichter Ted Hughes, den sie kurze Zeit später heiratete. In den Jahren 1957-1959 lebte das Paar in den USA, wo Sylvia Plath am Smith College unterrichtete, bevor beide beschlossen, nach England zurückzukehren. 1960 wurde Sylvias Tochter Frieda geboren, zwei Jahre später ihr Sohn Nicholas.

Sylvia Plath war zerrissen zwischen dem Anspruch, den Idealvorstellungen der amerikanischen Gesellschaft von einer perfekten Hausfrau, Mutter und Ehefrau zu entsprechen, und dem Wunsch nach öffentlicher Anerkennung als Schriftstellerin und literarischem Ruhm. Am 11. Februar 1963, nachdem ihre Ehe gescheitert war und sie bereits einige Monate von Ted Hughes getrennt lebte, nahm sie sich in London das Leben.

Sylvia Plath hinterließ ein umfangreiches lyrisches Werk, Erzählungen, den Roman Die Glasglocke, Briefe an die Familie. 1997 erschienen in der Frankfurter Verlagsanstalt ihre erstmals auf Deutsch veröffentlichten Tagebücher. Sie gilt als eine der bedeutendsten amerikanischen Autorinnen des 20. Jahrhunderts."
http://de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Plath
http://www.sylviaplath.de/

11 Mai 2012

Lesen macht klug und schoen 659 - Renée Rauchalles - "Mir träumte meine Mutter wieder"

Ein schönes und vielschichtiges Geschenkbuch, (nicht nur) zum Muttertag.
Renée Rauchalles  - "Mir träumte meine Mutter wieder" 

Autorinnen und Autoren über ihre Mütter



















konkursbuch, Verlag Claudia Gehrke, 
ISBN 978-3-88769-700-6
19.90 EUR

hier bestellen   (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

"Kaum etwas ist so prägend für unser Leben wie die Beziehung zur Mutter", lautet Renée Rauchalles´ These. Das Sachbuch ist als Geschenkbuch auf Hochglanzpapier in violetter Schrift und mit vielen Bildern gestaltet. 

Die Mütter sind die ersten Menschen, denen wir nahe sind. Unsere Beziehung zu ihnen beschäftigt uns unser Leben lang. Oft haben wir eine enge Bindung an sie, das Ringen um Liebe und Anerkennung der eigenen Persönlichkeit gestaltet das Verhältnis andererseits oft schwierig. Hin- und hergerissen zwischen Liebe, Ehrung und Ablösung machen sich Mütter und Kinder das Leben nicht leicht.


Für das Buch „Mir träumte meine Mutter wieder" hat Renée Rauchalles in liebevoll ausgewählten Gedichten und kurzen Prosatexten ein breites Spektrum von Werken zusammengetragen, in denen Mütter und das Verhältnis zu ihnen thematisiert werden. 
Dazu suchte sie intensiv in Archiven und Nachlässen und fand viele interessante und teilweise bislang unveröffentlichte Bilddokumente und Briefe, die sie in biografische Texte einbaute. 
Mit den zeitgenössischen Autoren hat sie ausführliche Gespräche geführt.


So gibt das Buch Einblicke in private Momente der Dichterinnen und Dichter mit ihren Müttern und in ganz unterschiedliche Strukturen des Verhältnisses zu Müttern, die über die Jahrhunderte hinweg immer wiederkehren. 
Da ist beispielsweise die strenge fördernde Mutter von Annette von Droste-Hülshoff, die sich aufopfernde, liebend unterstützende Mutter von Erich Kästner, sowie die kontrollierende, ihr Kind nach eigenem Wunsch formende Mutter von Rainer Maria Rilke. 
Das Buch ist wie ein „Familien-Foto-Album" aufgebaut, in dem sich von jeder Seite aus blättern und hineinlesen lässt. Es gibt thematische Blöcke, wie den der in der Nazizeit verfolgten Autoren und Autorinnen. 
Ein Register, ausführliche bio-/bibliografische Angaben zu Autoren und Bildern runden das Ganze ab. 
Ein schönes und vielschichtiges Geschenkbuch, (nicht nur) zum Muttertag.


2011 scheint das Thema in der Luft zu liegen. So schaffte es gerade auf die Bestseller-Liste das Buch „Die Mutter des Erfolgs" der chinesischen Autorin Amy Chua, deren Mutter ähnlich wie die strenge Mutter von Elfriede Jelinek aus dem Kind eine Musikerin machen wollte; in Vorbereitung ist ein neuer Roman von Martin Walser zum Thema, „Muttersohn", sowie die Filme „I Killed My Mother" und "Das Blaue vom Himmel" (ab Juni im Kino), in dem es um eine Mutter-Tochter-Beziehung geht (die Produktionsfirma unterstützte "Mir träumte meine Mutter wieder" ). 
Das Buch liegt also "im Trend", und ist zugleich zeitlos. Denn das Thema ist immer aktuell.


Autorinnen und Autoren u.a.: Rose Ausländer, Erika Burkart, Paul Celan, Annette von Droste-Hülshoff, Gert Heidenreich, Else Lasker-Schüler, Christine Lavant, Friederike Mayröcker, Sylvia Plath, Rainer Maria Rilke, Nelly Sachs, SAID, Albert von Schirnding, Dieter Schlesak, Ilana Shmueli, Yoko Tawada, Mario Wirz.
Unter den 49 vorgestellten SchriftstellerInnen sind kanonische DichterInnen der vergangenen Jahrhunderte wie Else Lasker-Schüler, Johann Wolfgang von Goethe, Annette von Droste-Hülshoff und Rainer Maria Rilke. 
Dazu reihen sich AutorInnen der Gegenwart wie Amir Shaheen oder Annette Weisberg. 
In der Bildauswahl – von "Dürers Mutter" (1514) und dem Bildnis der Mutter von Vincent van Gogh (1888) bis zu Brigitta Rambecks "Madonna 2000" (ca. 1980) findet man eine bunte Mischung von Kunstwerken verschiedener Jahrhunderte.


Ein Verdienst der Herausgeberin ist es, dass sie 16 Beiträge, die bisher noch nie veröffentlicht wurden, erstmals abgedruckt hat, so zum Beispiel das Gedicht "Aufbruch" von Amir Shaheen, das den Ablösungsprozess von der Mutter beschreibt.
Mit vielen erstveröffentlichten Texten und Fotos u.a. von:


Rose Ausländer, Erika Burkart, Paul  Celan, Annette von Droste-Hülshoff, Erich Fried, Gert Heidenreich, Else Lasker-Schüler, Christine Lavant, Friederike Mayröcker, Sylvia Plath,  Rainer Maria Rilke, Nelly Sachs, SAID, Albert von Schirnding, Dieter  Schlesak, Ilana Shmueli, Yoko Tawada, Mario Wirz.

30 Juli 2011

Lesen macht klug und schoen 411 - Simone Frieling- Im Zimmer meines Lebens

Die schwierige, bisweilen aussichtslose Situation, in der Frauen steckten, die ihr Leben nicht nur der Kunst, sondern auch ihren Kindern verschrieben hatten, kann Simone Frielings Buch «Im Zimmer meines Lebens» bewegend schildern.
Simone FrielingIm Zimmer meines Lebens

Biografische Essays über Sylvia Plath, Gertrude Stein, Virginia Woolf, Marina Zwetaiewa u.a.





Edition Ebersbach
ISBN 978-3-86915-027-7
EUR 15,80  
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»Eine Frau braucht Geld und ein eigenes Zimmer, wenn sie Literatur schreiben soll«, hat Virginia Woolf gefordert. Doch wenn man mit Simone Frieling Schriftstellerinnen auf kalte Dachböden und in rußige Küchen folgt, in denen sie zwischen Essen und Abwasch, zwischen Windeln und Kindergeschrei geschrieben haben, stellt man erstaunt fest, dass hier Weltliteratur entstanden ist, dass hier Frauen geschrieben haben gegen alle Widrigkeiten der Welt: gegen Krankheit, Armut, Krieg, mit knurrendem Magen und Angst. Simone Frieling hat Romane, Briefe und Gedichte gelesen, in denen große Schriftstellerinnen nicht nur über die äußeren Umstände ihrer Arbeit, sondern auch über die Bedingungen ihrer Kreativität nachdachten, wie auch über ihre Konflikte zwischen Arbeit und Familie, Einsamkeit und Geselligkeit.
Die Umstände, unter denen Frauen schrieben, waren zum Glück nicht immer unerträglich/schwierig, wenn man an Gertrude Steins Salon mit den kostbaren Gemälden im Herzen von Paris denkt, an Virginia Woolfs Landhaus in Sussex oder an Elisabeth Langgässers Damenzimmer mit Blick auf den Grunewald in Berlin.
Ob in komfortablen Arbeitszimmern oder ungeheizten Hütten, ob privilegiert oder benachteiligt, immer haben die Frauen geschrieben mit der Gewissheit, schreiben zu müssen.