Lillemors Frauenbuchladen
ist die Antwort auf das öffentliche Verschweigen weiblicher Lebenswirklichkeit und Lebenszusammenhaenge in der Literatur, in der Kunst und in den Medien.
Dina Harms ist erst achtzehn, als sie im Herbst 1928 aus der ostfriesischen Provinz in Hamburg eintrifft. Was wird hier auf sie warten? Vorerst einmal nur Tante Luise und die Hauswirtschaftsschule, der einzige Grund, den ihre Mutter akzeptiert hat, um sie gehen zu lassen. Doch wenige Monate später fliegt Dina von der Schule und muss um ihr Leben in der Großstadt kämpfen. Als sie dem Fotografen Siegfried Lohmann begegnet, bietet er ihr einen Ausweg an: Sie beginnt eine Lehre bei ihm, was ihr deutlich mehr liegt als das Hausfrauen-ABC. In Siegfrieds Atelier lernt sie die Medizinstudentin und Lebefrau Selene von Merten kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Sehr bald schon sind Selenes undurchsichtige Vergangenheit und ihre exaltierte Ex-Geliebte Dinas geringstes Problem, denn Anfang der 1930er Jahre gewinnen die Nazis auch im liberalen Hamburg schnell an Boden. Selene ist Kommunistin, sympathisiert mit dem verbotenen Rotfrontkämpferbund und überredet Dina dazu, Fotos für illegale Publikationen zu machen. Damit rückt sie Dina ebenfalls in gefährliche Nähe zu ihrem eigenen Tun. Als sich die Schlinge um beide zusammenzieht, trifft Dina eine folgenschwere Entscheidung … Stefanie Zesewitz geboren 1968 in Hamburg, Studium (Magister) der Anglistik und Germanistik in Hamburg und Wales. Nach beruflichen Aufenthalten in Italien, Griechenland und Spanien lebt sie seit 2003 wieder in Hamburg. Im Querverlag sind die beiden historischen Romane Der Duft von Seide (2012) und Wie ein Versprechen (2013) erschienen.
Auch in friedfertigen Dörfern lauern menschliche Monster, welche Auswirkungen Abhängigkeiten haben und wohin Liebe und Vertrauen Menschen führen können, lesen Sie hier: Carolin Schairer - Wir werden niemals darüber reden Kriminalroman
Isabella und Jan, die Enkel der Bäuerin, leben längst in der Stadt. Mit dem Sommer, den sie als Jugendliche auf dem Hof verbracht haben, verbinden sie dunkelste Erinnerungen. Als sie zur Beerdigung der Großmutter zurückkehren, beginnt für sie eine harte Reise in die Vergangenheit. Fünf Babyleichen werden in einem unterirdischen Gang gefunden, der zum Nachbarhof führt. Isabella und Jan, die Enkel der Bäuerin, leben längst in der Stadt. Mit dem Sommer, den sie als Jugendliche auf dem Hof verbracht haben, verbinden sie dunkelste Erinnerungen. Isabell und Jan verlieren sehr früh und auf dramatische Weise ihre Mutter. Um deren Tod zu verkraften, werden sie vom Vater auf unbestimmte Zeit zu den Großeltern geschickt (den Eltern der Mutter). Die Großeltern, zu denen sie bisher keinen Kontakt hatten, wohnen auf einem alten Bauernhof im Bayerischen Wald nahe der tschechischen Grenze. Zum Bauernhof gehört ein Sägewerk. Besitzer des gesamten Anwesens ist ein cholerischer, unguter Gutsherr, mit dessen Töchtern Victoria und Vanessa sich Jan und Isabell schnell anfreunden. Unweigerlich werden die beiden in eine Geschichte verstrickt, die sie für Jahre schwer belasten wird… Jahrzehnte später – beide sind inzwischen erwachsen – stirbt die Großmutter, und die Geschwister kehren zur Beerdigung zurück an den Ort ihrer Kindheit. Jan ist inzwischen ein erfolgreicher und international bekannter Kardiologe, hat eine Frau und zwei Kinder. Isabell hat die Geschehnisse von damals niemals richtig verarbeitet, wenngleich sie sich auch nicht mehr wirklich erinnern kann, was damals passiert ist. Sie lebt ein sehr zurückgezogenes Leben, wird gequält von Panikattacken und wird durch unbekannte Situationen schnell überfordert. Während des Aufenthalts am nun verwaisten Hof der Großeltern wird nach einem Unwetter durch einen Erdrutsch ein unterirdischer Gang freigelegt, in dem sich nicht nur Isabells vermisster Kinderschuh wiederfindet, sondern auch fünf mumifizierte Babyleichen.
Während Jan zunächst vor der Vergangenheit flüchten will, setzt Isabell, unterstützt von ihrer mitgereisten Arbeitskollegin Ariane, alles daran, sich endlich ihren Ängsten zu stellen und herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.
Carolin Schairer (»Aprikose im Kopf«, »Lass keine Fremden ins Haus«, »Marie anderswie«, »Ellen«, »Die Spitzenkandidatin«) wuchs in Niederbayern auf. Schon während des Studiums arbeitete sie im Print- und Rundfunkbereich. Die Diplom-Journalistin schrieb als Freie für Zeitungen und Magazine, war in der Medienbeobachtung, in der Markt- und Meinungsforschung und als PR-Mitarbeiterin eines Großunternehmens tätig. Sie lebt in Wien. http://www.carolin-schairer.com/%C3%BCber-mich/ auch bei facebook: http://www.facebook.com/pages/Carolin-Schairer-Autorin/110903162308102
"Mittlerweile sind insgesamt sechs Bücher von mir erschienen, allesamt Liebesgeschichten zwischen lesbischen Frauen. Denn wer sich auf diesem Segment auskennt, weiß: für Leserinnen dieser Art von Romanen gibt es im deutschsprachigen Raum leider noch ein ziemlich überschaubares Angebot. Abgesehen von meinem Hobby Schreiben verbringe ich so viel Zeit wie möglich in der Natur, z.B. beim Rad fahren am Neusiedler See oder beim Wandern in Salzburg und Umgebung. Meine Leidenschaft für das Lesen ist nach wie vor ungebrochen: allein in 2-Wochen-Urlaub verschlinge ich an die 10 bis 14 Bücher, darunter Krimis, Thriller und – natürlich – Liebesromane" Carolin Schairer
Mira wirft alles hin und haut ab nach Buxtehude, einfach weil der Ort so crazy klingt. Dort findet sie einen Job als Küchenhilfe – und begegnet Lana. Die ist tief beeindruckt von Miras Irokesenfrisur und dem zarten Streifen Boxershorts, der aus deren Jeans schaut.
Lanas Herz hüpft. Obwohl Mira doch eine Frau ist! Haben Männer da überhaupt den Hauch einer Chance? Und Jessica mit den rosa Himbeerzuckerwattehaaren, die nun mal lesbisch ist und Frauen liebt? Der Herzkasper lacht sich ins Fäustchen, als Mira plötzlich einen Kuss erhält.
Julia Dankers wurde in Stade geboren. Sie lebt mit ihrer Lebensgefährtin und deren zwei Kindern in einer Stadt, der man nachsagt, der Hund würde dort mit dem Schwanz bellen. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Köchin und Hauswirtschaftsleiterin einer Kindertagesstätte. Bisher erschienen von ihr Kurzgeschichten (»Schrei leise« und »Im Regionalverkehr des Lebens«).
übersetzt von Monika Schmalz. Die Adoptivmutter, eine Pfingstlerin, hatte Jeanette Winterson zur Missionarin bestimmt. Doch mit 16 verliebt sie sich. In eine Frau. Als Jeanette auszieht, um mit ihrer Geliebten glücklich zu werden, stellt die Mutter ihr die Frage: „Warum glücklich statt einfach nur normal?“ Viele Jahre später trifft Jeanette Winterson auf ihre leibliche Mutter und fragt sich, was aus ihr geworden wäre ohne die hungrigen Stunden im Kohlenkeller, ohne die stets dräuende Apokalypse, vor allem aber ohne das allgegenwärtige Wort der King-James-Bibel. Wintersons scharfer Witz und die kraftvolle poetische Sprache machten bereits ihren autobiographischen Debütroman zum Bestseller - hier übertrifft sie sich selbst. Jeanette Wintersonwurde 1954 in Manchester geboren. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Withbread Prize und dem John Llewellyn Rhys Prize. Sie lebt als freie Schriftstellerin in London. http://www.jeanettewinterson.com/
Turbulent, spannend, romantisch, witzig – eine atmosphärisch dichte Schilderung der Mailänder Lesbenszene, die an L-Word erinnert. Sarah Sajetti - Chiara, Simona und die anderen (Lesben) Roman
Chiara, eine junge Mailänder Lesbe, schlägt sich mit zahlreichen Jobs und noch mehr Affären durchs Leben. Eines Abends kommt in der Bar die Idee auf, einen Film über ihr turbulentes Liebesleben zu drehen. Das Projekt gewinnt trotz vieler Hindernisse Gestalt, der erste Drehtag steht an. Doch die Hauptdarstellerin erscheint nicht am Set. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen?
Die ermittelnde Kommissarin Alessandra Pastore will sich als Chiaras neueste Geliebte in die Lesbenszene einschleusen lassen. Chiara ist skeptisch, doch sehr bald schon findet sie nicht nur an dem Plan Gefallen …
Turbulent, spannend, romantisch, witzig – eine atmosphärisch dichte Schilderung der Mailänder Lesbenszene, die an L-Word erinnert. Aus dem Italienischen von Julika Brandestini
Gummadingen, Ende der achtziger Jahre. Vera fällt aus allen Wolken, als ihr Mann sie verlässt. Sie muss sich neu orientieren. Ihre beiden Töchter ebenso. Während Bettina sich ihrer Friseurlehre widmet und den Mann fürs Leben sucht, zieht Melanie sich völlig zurück. Ihre Freundinnen haben nur noch Jungs im Kopf. Melanie hingegen gefällt die Tochter von Bettinas Chef, die aussieht wie Annie Lennox. Dass sie verliebt ist, begreift Melanie erst gar nicht. Doch dann wird ihr klar, dass sie raus muss aus Gummadingen … Smalltown Blues ist mitreißend, erotisch, komisch. Zum Heulen. Zum Lachen. Ein Buch, das nachhaltig beeindruckt.
Es ist ein mysteriöses Angebot, das Mia da erhält: Sie soll in das Leben einer Anderen schlüpfen … für viel Geld! Die Gelegenheit ihrem eigenen chaotischen Leben zu entfliehen, wirkt auf die erfolglose Schauspielerin verlockend. So wagt Mia schließlich das riskante Spiel. Neben einer spannenden Liebesgeschichte enthält Carolin Schairers neues Buch einen kräftigen Schuss Kriminalroman.
Die Möchte-Gern-Schauspielerin Mia ist in einer existenziellen Notlage, als sie von einem Fremden ein dubioses Angebot erhält: auf unbestimmte Zeit soll sie das Leben ihrer Zwillingsschwester Nadine übernehmen. Am Ende winkt eine attraktive finanzielle Entlohnung. Nach anfänglicher Skepsis lässt sich Mia auf die mysteriöse Rolle ein. Doch je länger ihr Leben als Nadine währt, desto mehr muss sie erkennen, auf welch riskantes Spiel sie sich eingelassen hat. Denn schon bald ist klar: Adrian, Nadines Stiefbruder, hat ihr eine Menge verschwiegen. Zum Beispiel Ex-Mann Gerald, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht, um Ansprüche an der gemeinsamen Tochter Jessica anzumelden. Und ganz besonders die attraktive Anwältin Mariella Simoni, die angeblich Nadines beste Freundin war – und zu der sich Mia spontan auf ganz andere Weise hingezogen fühlt…. Doch wem kann Mia wirklich vertrauen? – Schon bald häufen sich die Hinweise, dass eventuell Mariella Simoni mit Nadines plötzlichem Verschwinden zu tun haben könnte….
Gerade fünfzehn Jahre alt, aus der Weltstadt Berlin in ein Nest aufs Land verschlagen – da muss einem ja das Lachen vergehen. Aber ausgerechnet in diesem Nest findet Leo einen Sinn in ihrem neuen Leben – und damit auch ihr Lachen wieder. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Leontine, genannt Leo, schon früher zu ihrer Tante Wanda, die in einem Nest bei Braunschweig eine Schuhmacherwerkstatt betreibt, hätte ziehen dürfen. Leo ist in so genannten zerrütteten Verhältnissen in Berlin aufgewachsen. Als sie mit fünfzehn endlich bei Wanda leben darf, ist es fast zu spät. Das Lachen ist ihr vergangen und sie vermeidet es, Gefühle zu zeigen, egal, was passiert. »Steingesicht« nennt Wanda sie liebevoll. Mit ihrer Hilfe gelingt es Leo, sich in ihrem neuen Leben einzurichten – und mehr noch: Die tolerante, lebensfrohe Wanda bietet Leo die Möglichkeit, sich selbst kennen zu lernen und auch ihr Anderssein zu akzeptieren. Das »Steingesicht« lernt lächeln und spürt ein nie gekanntes Vertrauen zum Leben. Und zu sich selbst.
DVD Edition Salzberger
Ein Film von Maryam Keshavarz
USA/Frankreich/Iran 2010,
105 Min, OmU
19,90€ hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Eine iranische Mittelstandsfamilie wird durch das sexuelle Erwachen der Tochter und die gefährliche Obsession ihres Bruders herausgefordert. Nach außen hin passen sich die beiden Schülerinnen Atafeh und Shirin den strengen Vorsätzen des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys, experimentieren mit Sex und Drogen, tanzen zu Technomusik und träumen von einem freieren Leben. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutzraum gegen die Moralpolizei und ihre rigiden Vorschriften. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wird Atafehs Freiheitsdrang auf eine harte Probe gestellt. Umso mehr, als Mehran merkt, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind … Kinostart: 24.05.2012
Sharayet - Eine Liebe in Teheran | Deutscher Trailer HD
Presse:
SHARAYET – EINE LIEBE IN TEHERAN ist das Spielfilm-Debüt der US-amerikanischiranischen Filmemacherin Maryam Keshavarz. Der Film wirft einen tiefen Blick in die
Situation des iranischen Mittelstands, der im Sommer 2009 von der sogenannten „grünen
Welle“ erfasst wurde. Auch wenn viele Vertreter des liberalen Bürgertums die privaten
Freiheiten mit öffentlicher Anpassung und Geld verteidigen können, wird spätestens am
bewegenden Beispiel der lesbischen Liebesgeschichte von Atafeh und Shirin deutlich, dass
ein menschenwürdiges selbstbestimmtes Leben im Milieu des religiösen Fundamentalismus nicht zu verwirklichen ist. Auf dem Sundance Film Festival, wo der Film 2010 uraufgeführt wurde, erhielt SHARAYET den Publikumspreis.
Hinreißende Hauptdarstellerinnen: "Sharayet – eine Liebe in Tehran" von Maryam Keshavarz
Im erster Spielfilm der amerikanisch-iranischen Filmemacherin Maryam Keshavarz geht es um die beiden Freundinnen Shirin und Atafeh. Im Dunkeln flüstern sie sich ihre Freiheitswünsche zu – sie träumen von Möglichkeiten, die ihnen der religiöse Staat Iran verweigert. -
Immer wieder gerät der Freiheitsdrang an die gesetzten Grenzen. Eindrucksvoll in einem wunderschönen Bild am Meer festgehalten. Dort lassen sich gut gelaunte Männer nach dem Bad von der ganz in Schwarz gehüllten Frau bedienen. Shirin und Atafeh rebellieren auch hier, wagen sich früh morgens am leeren Strand ins verbotene Wasser. Wilde nächtliche Parties in Teheran werden zu einem Akt der Rebellion, denn die Sittenpolizei kann jederzeit auftauchen und alle ins Gefängnis werfen. Keshavarz zeigt ein beständiges Versteckspiel, ein Verschleiern nicht nur von Körpern, sondern von Wahrheiten, Wünschen und Begierden. Ein verlogenes System, in dem Shirin und Atafeh nur überleben können, wenn sie sich aufgeben. Doch noch kämpfen sie, noch sind sie ganz erfüllt von ihrer Liebe zueinander.
An Keshavarz Film dürften die selbsternannten gewalttätigen Sittenwächter ihre Freude haben – Alkohol, Drogen, Pornofilmsynchronsierungen und dann auch noch eine gleichgeschlechtliche Liebe.
"Sharayet – eine Liebe in Teheran" erzählt die Geschichte von Shirin und Atafeh in sinnlich berauschenden Bildern und hat zwei hinreißende Hauptdarstellerinnen. Der sehenswerte Film läuft in Farsi, mit deutschen Untertiteln. Birgit Spielmann http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=55297&key=standard_document_44885118
Originaltitel DVD Pro Fun Media Spielfilm, Komoedie, Lesbian Produktionsland / Jahr: USA 2011 mit Lisa Haas, Susan Ziegler, Jackie Monahan, Cynthia Kaplan, Alex Karpovsky, Dennis Davis, Rae C. Wright, Susan Ziegler Drehbuch: Madeleine Olnek; Kamera: Nathaniel Bouman; Sound: Allan Gus; Schnitt: Curtis Grout; Produzentinnen: Laura Terruso, Madeleine Olnek; Original-Musik: Clay Drinko; Kostueme: Linda Gui Label/Studio: PRO-FUN MEDIA 18,00€ hier bestellen (Ab 25 Euro ist der Versand kostenfrei)
Die glatzköpfigen Alienfrauen Zylar, Zoinx und Brann werden auf befristete Zeit von ihrem Heimatplaneten auf die Erde verbannt, da ihre unkontrollierten Emotionen dort die Ozonschicht gefährden. Weil die Debatte gar nicht erst aufkommt, ob die Erde wirklich so ein schlechter Ort sei, haben die drei den Auftrag sich ins Liebesleben zu stürzen, sich das Herz brechen zu lassen und „geheilt“ wieder nach Hause zurückzukehren. Während Zylar und Brann vorerst ihre Schwierigkeiten mit der menschlichen Rasse zu haben scheinen, lernt Zoinx die schüchterne Schreibwaren-Verkäuferin Jane kennen. Ohne zu wissen, dass sie dabei von zwei FBI-Agenten beobachtet wird, lässt sich Jane auf diese Liebesbeziehung mit der seltsam anmutenden Zoinx ein.
Jane arbeitet in einem Schreibwarengeschäft auf dem Planeten Erde. Sie berichtet ihrer Therapeutin über Träume von einem Raumschiff und einer Begegnung mit einem fremden Wesen, das ihre große Liebe sein könnte. Drei lesbische Aliens werden in einer ganz besonderen Mission auf die Erde gesandt: Sie sollen sich von Erdlingen endlich einmal die Herzen brechen lassen, damit ihre überbordenden romantischen Gefühle nicht weiter die Ozonschicht ihres Heimatplaneten Zots zerstören. So machen sich die co-abhängige Barr, die promiske Zylar und die hinreißende Zoinx munter in der New Yorker Lesbenszene auf die Suche nach der großen Liebe. Zylar probiert es mit Online-Dating, während die anhängliche Barr sich nur dafür interessiert, was Zylar so treibt. Allein Zoinx versucht es auf die altmodische Art mit der Krimskrams-Verkäuferin Jane, die noch nie Glück mit irdischen Frauen hatte.
Doch wird ihre Romanze den Herausforderungen der intergalaktischen Liebe standhalten können? Die anderen beiden Aliens kommen, nachdem sie erkannt haben, welch enorme Ansprüche die Erdenfrauen stellen, einander näher und reflektieren über die Schönheit eines Käsekuchens, der sich in einer Auslage dreht.
Emma Eckhert ist eine durch und durch emanzipierte Frau. 1921 eröffnet die Tochter eines Hutmachers in Paris mit dem Erbe ihrer Geliebten eine Bank. Die clevere und geschäftstüchtige Bankiersfrau wirbt durch horrende Zinsversprechungen anderen Instituten die Kunden hat. Und sie hat einschlagenden Erfolg mit dieser Taktik. Emma sonnt sich in ihrem Erfolg, nichts scheint ihrem Aufstreben im Wege stehen zu können. Doch wer soviel Ruhm erntet, hat natürlich auch immer seine Neider. Um Emma zu ruinieren, zerrt Bankier Vannister deren Privatleben in die Öffentlichkeit. Hier nun findet sich ein Punkt, wo die Bankiersfrau angreifbar ist und eine regelrechte Schlammschlacht entsteht. Schließlich kommt es tatsächlich soweit, dass Emma wegen Betrugs und Hochstapelei angeklagt wird. Doch nach ihrem Gefängnisaufenthalt wächst ihr Einfluss in Paris erneut an.
Drei Frauen zwischen Heidelberg, Leipzig, Oldenburg … Eine Liebesgeschichte zwischen Zweisamkeit und Polyamory, Ost und West, Kindheit und Gegenwart. Zugleich ein Roman über die jüngste Zeitgeschichte
Kerstin reist zu ihrer Freundin Astrid. Eine ist aus Ost-, die andere aus Westdeutschland. Noch führen sie eine Fernbeziehung. Die Landschaft fliegt vorbei. Oft ist sie diese Strecke schon gefahren. Doch diesmal ist alles anders. In Oldenburg wartet nicht nur Astrid, sondern auch eine dritte Frau. Sex zu dritt. Liebe zu dritt. Kann das gehen? Wird sie nicht doch eifersüchtig werden? Es war alles besprochen, aber jetzt, als sich die Verwirklichung nähert, bekommt Kerstin Angst … und lenkt sich mit Träumen und Erinnerungen ab. Kann eine offene Beziehung wirklich funktionieren?
Der Abwärtstrend des
Lebens wird der Protagonistin Alex Klose mit ihrem Umzug von einer
großen in eine kleine Wohnung deutlich vor Augen geführt.
Alex versucht, die Vergänglichkeit von Augenblicken, von Dingen,
von Gefühlen zu fassen zu bekommen, die Sterblichkeit des Lebens
- ist sie doch das Selbstverständlichste der Welt - sinnlich zu
begreifen.
So kehrt sie der Welt den Rücken.
Diesem Verlangen immer mehr innerlich zugewandt, verlässt sie
zunehmend ihre äußeren strukturierten, geordneten Bahnen.
Ihre Erscheinung, ihre Wohnung, ihr soziales Leben verwahrlosen peu
à peu … Sie wird süchtig nach Alleinsein, bricht
Beziehungen ab. Kontakte zu anderen Menschen ergeben sich nur noch
sporadisch, mit knappem Wortwechsel … Wohin führt dieser
Weg?
Der Anfang des Romans:
„Den Tintenfleck auf ihrem T-Shirt bemerkt eine Freundin. Alex
hat versucht, ihn herauszuwaschen. Vergeblich. Sie liebt dieses
ärmellose T-Shirt, der Fleck ist ihr egal. Die Freundin kramt
trotz der Eile, den abfahrbereiten Zug noch zu erwischen, in ihrer
Umhängetasche und überreicht Alex einen Button. Der soll
den Fleck bedecken: »well-behaved women rarely make
history«.
Warum also den Fleck verschwinden lassen? Im Zug blickt sie mit den
Augen der Freundin, die in eine Zeitung vertieft ist, an sich
hinunter: ungeputzte Schuhe, ein halb abgerissener Schnürsenkel,
schiefe Absätze. Sie überkreuzt die Füße,
schiebt sie unter den Sitz ..."
Zwei Frauen über 70 Jahren - können sie nochmal den Neuanfang wagen? Besser spät als nie! Ein Unfall mit Folgen: Die ehemaligen Schulfreundinnen Axún und Maite
treffen sich nach über 50 Jahren in einem Krankenhaus in San Sebastián
wieder. Axun ist verheiratet und wohnt auf dem Land. Maite ist
Klavierlehrerin, unabhängig, selbstbewusst und lebt offen lesbisch. Das
Besondere, das die beiden früher verbunden hat, scheint ungebrochen
wieder aufzuleben und durch die Begegnungen mit Maite kann Axun für
Momente ihrem engen Alltag entfliehen. Doch wie weit können zwei Damen
über 70 gehen, wenn sie merken, dass ihr Leben noch einen Höhepunkt für
sie bereithält? Belässt man es beim Aufwärmen schöner Erinnerungen oder
springt man noch einmal ins kalte Wasser eines Neuanfangs? Nach einem
Tanz im Krankenzimmer ist klar: Besser spät als nie! Axun und Maite sind zwei Damen um die 70, die das Schicksal wieder zusammen führt, nachdem sie vor 50 Jahren einmal beste Schulfreundinnen waren. Die eine ist Hausfrau und führt eine ausgelaugte Ehe, dieandere ist Pianistin und lebt offen lesbisch. Nun, da sie sich wiedersehenund ihre Freundschaft neues Feuer fängt, müssen sie ihre Lebensentwürfe überdenken und Gefühle zulassen, die schon fast ein Leben lang darauf brennen.
„Eine wunderschöne ‚Golden-Girls’-Geschichte, liebevoll erzählt!“ (Rosige Zeiten) „Eine universelle Geschichte – ein Stück Normalität!“ (Sissy)
Der Film spielt in San Sebastián, im spanischen Baskenland. Axun (Itziar
Aizpuru) und ihr Mann Juan Mari (José Ramón Argoitia) sind ein altes
Ehepaar und leben auf dem Land. Ihre Tochter Josune (Ane Gabarain) ist
nach Kalifornien ausgewandert. Axun erhält die Nachricht, dass der
ehemalige Freund ihrer Tochter einen Autounfall hatte und im Krankenhaus
im Koma liegt. Da er sonst keine Angehörigen hat, beschließt Axun, ihn
zu besuchen.
Im Krankenzimmer trifft Axun auf eine andere Frau in ihrem Alter, die
sich um den Mann im Nachbarbett kümmert. Die Frau stellt sich als Maite
(Mariasun Pagoaga) vor, eine frühere Schulfreundin von Axun. Ihr Bruder
liegt ebenfalls im Koma. Die beiden Frauen haben sich seit fünfzig
Jahren nicht mehr gesehen und freuen sich über das überraschende
Wiedersehen. Von nun an fährt Axun regelmäßig ins Krankenhaus,
hauptsächlich um Maite zu treffen. Ihr Mann versteht die vielen Besuche
dort nicht und grummelt vor sich hin.
Die Freundschaft zwischen Axun und Maite blüht wieder auf, doch Axun
reagiert verstört, als sie erfährt, dass Maite lesbisch ist. In früheren
Jahren kam es einmal zu einem Kuss zwischen den beiden, der sich nun
wiederholt, aber Axun kann sich alles was darüber hinausgeht nicht
vorstellen. Sie trifft sich jedoch weiterhin mit Maite und belügt sogar
ihren Mann, der langsam misstrauisch wird. Juan Mari ist vollkommen von
seiner Frau abhängig, er kann sich nicht einmal eine Mahlzeit
zubereiten, wenn sie nicht da ist.
Als er zu ihr "Ich brauche Dich" sagt, bricht Axun den Kontakt zu Maite
ab, auch wenn sich beide inzwischen sehr nahe gekommen sind. Die Liebe,
die Maite ihr gegenüber empfindet, kommt letztendlich nicht gegen die
jahrelange Ehe mit Juan Mari an. Viel später werden sich beide Frauen
zufällig wieder treffen. Juan Mari ist inzwischen verstorben und beide
verabreden sich ganz unverbindlich, irgendwann gemeinsam einen Kaffee zu
trinken. = Andrea, private Filmkritiken
Ein zutiefst berührender Film, der endlich mal zeigt, dass auch Lesben
jenseits der 60 Jahre noch leben und lieben. Zudem bietet er mit
San Sebastián und dem Baskenland eine ungewohnte Kulisse für eine
lesbische Liebesgeschichten.
Absolut sehenswertes Kino! = L-Mag
Originaltitel: 80 egunean
DarstellerInnen: Itziar Aizpuru; Mariasun Pagoaga; ;
Regie: Jon Garano; José María Goenaga
Drehbuch: Jon Garano; José María Goenaga
Länge: 104 Min. (1 Std. 44 Min.)
Genre: Drama
Entdecken wir das Begehren oder entdeckt das Begehren uns?
Wie frei sind
wir, unser Begehren zu leben?
Hat es nur eine Form oder ändert es sich,
wird tiefer, zarter, radikaler?
In ihrem so persönlichen wie analytischen Text schildert Carolin Emcke
das Suchen und die allmähliche Entdeckung des eigenen, etwas anderen
Begehrens.
Sie erzählt von einem homosexuellen Coming of Age, von einer
Jugend in den 1980er Jahren, in der über Sexualität nicht gesprochen
wurde. Sie buchstabiert die vielen Dialekte des Begehrens aus,
beschreibt die Lust der Erfüllung, aber auch die Tragik, die
gesellschaftliche Ausgrenzung dessen, der sein Begehren nicht
artikulieren kann. Eine atemberaubend ehrliche Erzählung, die
gleichermaßen intim wie politisch ist.
Elke Amberg analysierte die Berichterstattung zur lesbisch-schwulen
Gleichstellungspolitik sowie rund um das alljährliche Szene-Event
Christopher-Street-Day. Ergebnis: Schwule Männer dominieren die
Berichterstattung. Ihre Studie liefert erstmals Zahlen und Fakten zur
bisher nur gefühlten »Leerstelle Lesben«, analysiert die wenigen,
oftmals verzerrenden Darstellungen lesbischer Frauen und erhellt die
Gründe, warum Lesben im öffentlichen Diskurs nach wie vor unsichtbar
sind.
Die Studie enthält ein großes Kapitel, dass sich generell mit Lesben,
Sichtbarkeiteit und Medien auseinandersetzt. Darin finden sich Hinweise
zur unterschiedlichen Geschichte der Sichtbarkeit von Lesben und
Schwulen, den Einfluss der Aids-Krise und dem Backlash, zu frühen
Lesben-Zeitschriften und zum Frauen- und Lesbenbild in der Presse und in
den Mainstream-Medien insgesamt. Die wenigen Studien und Aufsätze
zu Darstellungsmustern von Lesben - insbesondere im TV-Bereich - und zur
Sichtbarkeit in der aktuellen Szenepresse werden hier zusammen gefasst. Das Hauptkapitel umfasst eine Vollauswertung der Berichterstattung zu
zwei zentralen lesbisch-schwulen Themen: "Rechtliche
Gleichstellung" und "Christopher Street Day". Dazu wurden 81
Zeitungsartikel aus vier Tageszeitungen, die im zweiten Halbjahr 2009 in
der Süddeutschen Zeitung, dem Münchner Merkur, der Abendzeitung und der
Tageszeitung (tz) erschienen sind, untersucht. Die Ergebnisse der quantitativen Auswertung zeigen, dass lesbische
Frauen im Vergleich zu schwulen Männern nur sehr selten im Mittelpunkt
eines Artikels stehen, wenig zitiert werden und nur unvollständig als
Person beschrieben werden. Das Wort "Lesbe" wird nie in einer
Überschrift verwendet. Stattdessen finden sich zahlreiche Artikel, die
unter dem Begriff "schwul" ein Thema behandeln, das beide Geschlechter
betrifft. Die detailreiche Analyse ist angereichert mit Erläuterungen zu
journalistischen Darstellungsmustern, Auswahlkriterien und
Arbeitsabläufen, sodass die Ergebnisse auch für Nicht-JournalistInnen
nachvollziehbar sind. Die wenigen Artikel, die eine einzelne Lesbe oder Lesben als Gruppe
in den Mittelpunkt stellen, unterziehe ich sodann einer Inhalts- und
Textanalyse. Durch die Feinanalyse der Dramaturgie, der Wortwahl, der
Personenbeschreibungen und der im Text gewählten Perspektiven zeige ich
auf, wie die Artikel Darstellungsmustern von Trivialisierung
und Entmündigung, Normalisierung und Entpolitisierung folgen.