Lorrie Moore - Ein Tor zur Welt
Roman
Berlin Verlag
ISBN-13 9783827009326
24,00 €
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als Taschenbuch
ISBN-13 9783833308260
Erscheinungstermin: 21. April 2012
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Mit entwaffnender Weisheit und dem ihr eigenen schrägen Witz erzählt Lorrie Moore vom Leben der jungen Tassie. Wie es ihr gelingt, die Orientierungslosigkeit und Verletzlichkeit dieser bezaubernden jungen Frau mit der Lage ihres Landes zu verweben, dem verunsicherten Amerika nach dem 11. September, ist schlicht meisterhaft.
In den USA stand Ein Tor zur Welt wochenlang auf der New York Times Bestsellerliste.
Wenn Tassie abends ihr Vogelkostüm anlegt und in wildem Lauf über die Kartoffelfelder stürmt, um Mäuse und andere Schädlinge zu vertreiben, hat sie ganz kurz das Gefühl, wirklich zu fliegen. Tassie Keltjin ist zwanzig Jahre alt und verlässt die elterliche Farm irgendwo im Midwest. Amerika rüstet zum Einsatz in Afghanistan und sie beginnt zu studieren, ahnungslos und rührend entflammt für Sylvia Plath und Simone de Beauvoir. Sie braucht einen Job und findet ihn als Teilzeit-Kindermädchen bei Sarah und Edward, die dabei sind, ein Kind zu adoptieren. Aus Mary, zwei Jahre, weiße Mutter, schwarzer Vater, wird Mary-Emma, Kind weißer Mittelschichteltern, und Tassie zu ihrer Hauptbezugsperson.
Mit der fragilen Anmut einer Schlafwandlerin gerät Tassie in eine erste Liebe und immer tiefer hinein in das komplizierte Leben einer fremden Familie. Wie fern ihr in einem knappen Jahr die ländliche Kindheit, Eltern und Bruder gerückt sind, merkt Tassie, als sie jäh sowohl ihre Liebe als auch ihren Job verliert. Die Schlafwandlerin wacht auf und nichts ist mehr, wie es war, am wenigsten sie selbst.
Mit ihrem neuen Roman zeigt Lorrie Moore, was Literatur im besten Fall zu leisten vermag. Mit Tassie schenkt sie dem Leser eine ganz und gar lebendige, ganz und gar zauberhafte und ergreifende Figur, und während sie mit all ihrem Witz, der zarten Klugheit, für die sie berühmt ist, deren Geschichte erzählt, packt sie wie nebenbei große gesellschaftsrelevante Themen an: Adoption und unterschwelligen Rassismus, aber auch Amerikas Außenpolitik nach dem 11. September.
Aus dem Amerikanischen von Patricia Klobusiczky und Frank Heibert
Lorrie Moore wurde 1957 in Glens Falls, New York geboren. Sie lebt in Madison und lehrt Anglistik an der University of Wisconsin. Moore gehört zu den renommiertesten Autorinnen zeitgenössischer amerikanischer Literatur. Im Berlin Verlag erschien 2002 ihr legendärer Erzählungsband Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann (BvT, 2002). Im Berliner Taschenbuch Verlag liegt außerdem vor: die Erzählungsbände Pepsi Hotel (2007) und Leben ist Glückssache (2008) sowie der Roman Die Verrückungen der Benna Carpenter (2007).
Leseprobe hier
Pressestimmen:
„Moore dürfte zur Zeit wohl die unwiderstehlichste amerikanische Autorin sein: scharfsinnig, unprätentiös und faszinierend.“ THE NEW YORK TIMES„Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie Ihre Vorstellung davon erweitern müssen, was Lorrie Moore — und ein Roman — zu leisten imstande sind.“ WASHINGTON POST
»Lorrie Moore beschreibt in ihrem berückend verrückten Provinzroman eine Jugend in den USA.« Der Spiegel
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