28 Juni 2014

Elif Shafak - EHRE - Lesen macht klug und schoen 1128

Als ich sieben Jahre alt war, wohnten wir in einem grünen Haus. Ein Nachbar von uns, ein tüchtiger Schneider, schlug oft seine Frau. Abend für Abend hörten wir das Geschrei, das Schluchzen, die Flüche. Am nächsten Morgen machten wir weiter im alten Trott. Alle Nachbarn taten, als hätten sie nichts gehört und nichts gesehen. Dieser Roman ist denen gewidmet, die hören und sehen.

Elif Shafak - EHRE
Roman


Kein und Aber Verlag
Hardcover inklusive eBook
528 Seiten
Format 11,6 x 18,5 cm
ISBN: 978-3-0369-5676-3
24.90 €
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)



Zwei Zwillingsschwestern - die eine in London, die andere in einem kleinen kurdischen Dorf. 
Pembe und Jamila verbindet eine tiefe Liebe, und beide kämpfen sie gegen die Widrigkeiten des Lebens. 
Während Jamila in der Türkei als Hebamme hart arbeiten muss, wird von Pembe in London als Mutter dreier Kinder ein fester Charakter gefordert. 
Als Pembes Mann sie verlässt, ihre Kinder eigene Wege gehen und sie selbst eine neue Bekanntschaft macht, wird eine Kette von Ereignissen ausgelöst, an deren Ende ein erschütternder Mord steht.
Aus dem Englischen von Michaela Grabinger.


 Elif Shafak, in Straßburg geboren, gehört zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen in der Türkei. Sie studierte Internationale Beziehungen an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara, erhielt einen »Master of Sciences in Gender and Women's Studies« und promovierte an derselben Universität. Die preisgekrönte Autorin von zwölf Büchern, darunter The Forty Rules of Love und Honour, schreibt auf Türkisch und auf Englisch. Ihre Bücher sind in über 30 Ländern erschienen. Elif Shafak lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in London und Istanbul.
www.elifshafak.com
http://de.wikipedia.org/wiki/Elif_Shafak

 Leseprobe



Presse:
»Der Star der türkischen Literaturszene.« Der Spiegel


»Shafak hat ein feines Gespür für szenische Dramaturgie, das richtige Tempo und die Ökonomie von Geheimnis und Verrat. Und sie urteilt nicht über ihre Figuren. Shafaks fiktive Chronik eines Ehrenmordes, sehr fein übersetzt, kommt der europäischen Realität eindringlich und ungemütlich nahe.« Der Spiegel

»Groß ist diese Familiengeschichte, üppig, lebendig, bunt und keineswegs nur düster, wie man vermuten könnte. Dramatisch ist das, was passiert. Aber eben nicht nur. Immer schwingt ein feiner Humor mit, große Spannung, ein Familienepos, das einen tief in eine andere Kultur blicken lässt. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so fesseln würde, aber ich habe das Buch beinahe atemlos gelesen.«
WDR - Christine Westermann

»Elif Shafak kann das Unverstehbare verständlich machen.« Wolfgang Herles, Das blaue Sofa

»Es passiert nicht so oft, dass mich ein Roman vom Fleck weg so begeistert!
Meisterhaft.« ZDF-Morgenmagazin

»Düster, schön und voller Überraschungen ist diese Familiensaga. Elif Shafak wird verehrt, verachtet – auf alle Fälle aber wie verrückt gelesen.« Brigitte

»Ihr Roman ist sensibel, klug und offenherzig - Shafaks reifster Roman.« Deutschlandradio

»Ähnlich wie Isabel Allende verbindet Elif Shafak mystische Elemente, große Gefühle und politische Geschichte. Ein Generationenepos, das man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte!«
Freundin Donna

»Toller Familienroman. (...) Aufwühlend. Für alle, die Lust auf große Themen wie Hoffnung, Verlust, Vertrauen, Verrat und Liebe haben.«
Freundin

»Ein beeindruckender Roman über die Familie, die Geschlechterrollen, die verlorene Heimat, die Suche nach dem Glück in London und die Ehre.«
Emotion

»Shafaks Sprache ist ausdrucksstark und makellos. Mit „Ehre“ greift sie erneut ein Thema auf, das gerne am Rande der öffentlichen Debatte gehalten wird. Ein Buch wie Balsam.«
Die Presse

»Großer türkischer Roman über Familie, Freiheit und Tradition. (...) Weit umspannendes Familienepos, das in seiner Tragik heute noch geschehen könnte.«
Woman


Interview:
 
FAZ Alles, nur nicht rosa



Zitat zum daily book heute:
"Ich habe schon viele Ringe auf dem Basar gekauft, aber zwei sind besonders. Der eine hat einen runden braunen Stein mit einem winzigen Lapislazuli, der in seiner Mitte wirbelt. Er erinnert mich daran, wie wir alle miteinander verbunden sind. Auch das Schreiben hat mit Verbindungen zu tun ..."
Elif Shafak  

"I'm a storyteller. That's what I do in life -- telling stories, writing novels -- and today I would like to tell you a few stories about the art of storytelling and also some supernatural creatures called the djinni. But before I go there, please allow me to share with you glimpses of my personal story. I will do so with the help of words, of course, but also a geometrical shape, the circle, so throughout my talk, you will come across several circles."Elif Shafak











Bücher von Elif Shafak
Shafak, Elif
Ein Roman des urbanen Amerika mit all seinen sexuellen und religiösen Verwirrungen - grandios erzählt, authentisch im Ton...  
Eichborn
22,90 €
Shafak, Elif
Der türkisch-armenische Konflikt, das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Vaterlosigkeit und Inzest: Elif Shafaktarnt ihre...  
Eichborn
22,90 €
Shafak, Elif
Ein Haus als Metapher für eine ganze Stadt: Der Bonbonpalast verwebt kunstvoll die Geschichten der zahlreichen Hausbewohner...  
Eichborn Berlin
19,95 €
Shafak, Elif
Ein neuer Roman der internationalen Bestsellerautorin - mystisch, leidenschaftlich und geistreich.  
Kein & Aber
22,90 €
Shafak, Elif
Ehre
Roman
 
Ein Generatioenepos über Liebe, Familie und einen Mord, dessen Wucht niemanden unberührt lässt. Zwei Zwillingsschwestern...  
Kein & Aber
24,90 €
Shafak, Elif
Erscheint 05/2014
Ein Leben ohne Liebe ist bedeutungslos. Ein Manifest des Herzens.  
Kein & Aber
12,90 €

25 Juni 2014

Katja Irle - Das Regenbogen Experiment - Lesen macht klug und schoen 1127

Katja Irle - Das Regenbogen Experiment
Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern?


Preis: 17,95 €
hier bestellen: Versand; bei Bestellwert ab 25 Euro keine Versandkosten

Regenbogenfamilien polarisieren. Viele verstehen sie als »Nein« zur traditionellen Familie, die sich allerdings selbst in der Krise befindet. Umso empörter der Aufschrei jener, die an ihr festhalten wollen. Aber auch diese Frage steht im Raum: Sind Schwule und Lesben vielleicht die besseren Eltern, weil ihre Kinder Wunschkinder sind, weil sie vorurteilsfreier erziehen und für ein neues, modernes Familienbild stehen?

Katja Irle zeichnet ein differenziertes Bild: Bedeutet die Akzeptanz von Regenbogenfamilien tatsächlich das Aus für die traditionelle Familie? Und worin unterscheiden sie sich von dieser? Wie verwirklichen homosexuelle Paare ihren Kinderwunsch und wie gehen sie mit Widerständen um? Wie entwickeln sich ihre Kinder? Die Verbindung zwischen Sexualität, Fortpflanzung und Elternschaft steht in Frage, es geht um eine Neudefinition dessen, was jahrhundertelang Konsens war. Neben Kindern und Eltern aus Regenbogenfamilien kommen zahlreiche Politiker und Fami-lienexpertenin diesem Buch zu Wort, darunter Volker Beck, Remo H. Largo, Klaus Hurrelmann, Ralph Dawirs, Marianne Leuzinger-Bohleber und viele andere.



Katja Irle war langjährige Redakteurin der »Frankfurter Rundschau« und verantwortlich für die »Wissen«-Seite. Heute arbeitet sie als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und andere Kultur-Formate.

04 Juni 2014

Karin Sagner(Hg) Hélène de Beauvoir Souvenirs - Ich habe immer getan, was ich wollte - Lesen macht klug und schoen 1126 -

Hélène de Beauvoirs Lebenserinnerungen erzählen das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin aus dem Kreise von Sartre, Camus und Simone de Beauvoir: 

Karin Sagner, Hélène de Beauvoir

Gebunden mit Schutzumschlag
320 Seiten
ca. 80 Abbildungen
ISBN 978-3-938045-89-3
24,95 Euro
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Hélène de Beauvoirs Lebenserinnerungen erscheinen hier erstmals auf Deutsch und erzählen das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin aus dem Kreise von Sartre, Camus und Simone de Beauvoir. 
Mit unveröffentlichten Bildern und Dokumenten ergänzt.
Hélène de Beauvoir (1910-2001) stand ein Leben lang und über den Tod hinaus im Schatten ihrer zwei Jahre älteren Schwester Simone. 
Höchste Zeit also, eine Frau zu entdecken und zu würdigen, deren Leben fast das gesamte 20. Jahrhundert umfasste und die zu jenem kämpferischen wie begabten Künstlerkreis ebenso selbstverständlich gehörte wie Sartre, Camus oder ihre Schwester.


Sie gehörte zum glamourösen Zentrum der intellektuellen und künstlerischen Avantgarde in Paris um Sartre, Camus, Picasso und ihre Schwester Simone. Doch obwohl Hélène de Beauvoir (1910–2001) in ihrem Freiheitsdrang oft entschlossener und mutiger war als ihre große Schwester, stand und steht sie bis heute in deren Schatten. 
Schon in jungen Jahren rebellierte sie gegen Angepasstheit und den »obskuren Platz«, den ihr die gesellschaftliche Konvention
als Frau zuschrieb. 
Mehr noch als Simone hatte Hélène mit der patriarchalischen
Gesellschaftsordnung zu kämpfen. 
Sie wurde mit Leidenschaft Malerin, engagierte sich früh gegen gesellschaftspolitische Missstände und nahm an den großen intellektuellen Bewegungen der Nachkriegszeit teil.

Die von der Kunsthistorikerin Dr. Karin Sagner herausgegebenen Erinnerungen, die nun erstmals auf Deutsch vorliegen, enthalten bislang unveröffentlichteDokumente, darunter Texte von Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. 
Sie berichten von einem Leben, das geprägt war von der Suche nach künstlerischer Erfüllung und der bedingungslosen Liebe zu ihrer Schwester.


Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert. 2011 erschien ihr Buch »Schöne Frauen«, 2012 ihr Buch »Renoir und seine Frauen« im Elisabeth Sandmann Verlag.

26 Mai 2014

Natasa Dragnic - Jeden Tag, jede Stunde - Lesen macht klug und schoen 1125

Das perfekte Buch für die Strandtasche.
Natasa Dragnic - Jeden Tag, jede Stunde 
Roman

Nataša  Dragnić - Jeden Tag, jede Stunde

btb
Taschenbuch, Broschur,
288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74397-1 9,99 Euro
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. 
Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. 
Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: 
Sie gehören zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll; nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen und dann meldet er sich nicht mehr.


Nataša Dragnić wurde 1965 in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium in Zagreb schloss sie eine Diplomatenausbildung ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und war viele Jahre als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig. Ihr Debütroman "Jeden Tag, jede Stunde" fand viele begeisterte Leser und war national wie international ein Bestseller; das Buch erschien in rund 30 Sprachen.

21 Mai 2014

Elizabeth Strout - Mit Blick aufs Meer - Lesen macht klug und schoen 1124

Sie kann manchmal eine rechte Nervensäge sein: Olive Kitteridge, die pensionierte Lehrerin. Weil sie zu allem, was in dem Städtchen Crosby geschieht, eine dezidierte Meinung hat, halten sie einige für überkritisch.

Elizabeth Strout - Mit Blick aufs Meer 
Roman

Elizabeth  Strout - Mit Blick aufs Meer

Taschenbuch, Broschur, 
352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74203-5
9,99 Euro
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. 
Und Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin, sieht sehr genau hin. Sie kann stur und boshaft sein, dann wieder witzig, manchmal sogar eine Seele von Mensch. Auf jeden Fall kommt in Crosby keiner an ihr vorbei 
Mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches fügt die amerikanische Bestsellerautorin die Geschichten um Olive und Crosby zu einem unvergesslichen Roman. 


Originaltitel: Olive Kitteridge
Originalverlag: Random House Inc. USA, New York
Aus dem Englischen von Sabine Roth 

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren und wuchs in Kleinstädten in Maine und New Hampshire auf. Nach dem Jurastudium begann sie zu schreiben. Ihr erster Roman „Amy & Isabelle“ (1998) wurde für die Shortlist des Orange Prize und den PEN/Faulkner Award nominiert. „Bleib bei mir“ war ihr zweiter Roman (2006) und wurde hoch gelobt. Für „Mit Blick aufs Meer“ bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. Alle ihre Romane, auch „Das Leben, natürlich“, waren Bestseller. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.


Leseprobe

Presse:

„Witzig, klug und wunderbar!“
Für Sie

„Ein feines literarisches Buch. Eine Perle.“
WDR 5

„Warmherzig, anrührend, lebensklug.“
FAZ

"Ein wunderbares Buch."
Elle


Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung,24.07.2010:
"Konservativ im besten Sinne" ist Elizabeth Strouts 2009 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman, schreibt Rezensent Martin Halter. Wobei dies eigentlich kein Roman ist, sondern eher eine Sammlung von Geschichten rund um die scharfzüngige Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, die mit ihrer Familie in einem idyllischen Küstenstädtchen in Maine lebt. Viel los ist da nicht, so Halter. Aber Strout erzählt so "lebensklug" von Familien, Liebe und Alter, dass sich dem Rezensenten doch eine ganze Welt erschlossen hat.


Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.07.2010:
Klassisches Leseglück gibt Eva Menasse nach Lektüre dieses Romans zu Protokoll, der aus ihrer Sicht nichts weniger ist als eine 21.-Jahrhundert-Version von Sherwood Andersons Geniestreich von 1919 "Winesburg, Ohio". Denn dieses pulizerpreisgekrönte Buch amalgamiert für die Kritikerin das Genre Roman mit der Erzählung und gibt ihr so ein "flirrendes Bild vom zusammenhangslosen Zusammemhang der Welt". Dicht fand sie darüber hinaus in dieser Kleinstadtgeschichte gute und böse Formen menschlichen Verhaltens ausgeleuchtet. Zwischen den Szenen mäandere Elisabeth Strout in ganz andere Regionen des Lebens und der Welt, erspare den Lesern wenig an Abgründen und unglücklichen Einsichten. Das Wunder jedoch bestehe darin, dass die Lektüre den Leser gleichzeitig mit dem Fatalismus versöhne. Allerdings bedauert die Kritikerin, dass der im Original als "Olive Kitteridge" erschienene Roman auf Deutsch mit einem so verwaschenen Titel herausgekommen ist, der klar auf das Frauenzeitschriftenpublikum zielt.

»Ich liebe den Blick aufs Wasser, auf die Schiffe.« Elizabeth Strout im Interview 
© Heike Steinweg: Hat sich Ihr Leben durch den Pulitzerpreis und den großen Erfolg, den Ihr Roman „Mit Blick aufs Meer“ hatte, sehr verändert?

Zitat zum Buch: 
"ich will meinen Lesern Hoffnung geben. Aber so, dass diese Hoffnung verdient ist und ehrlich. Ich will keine sentimentalen Geschichten schreiben, und damit meine ich unverdientes Gefühl. Meine Leser sollen mit meinen Figuren eine Erfahrung machen, die schmerzhaft sein mag, aber letztendlich – falls sie die Fähigkeit haben, und da gibt es viele Leute – können sie daran wachsen."




Bücher von Elizabeth Strout bei Lillemors:



Strout, Elizabeth
In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine...  
btb
9,99 €
Strout, Elizabeth
Eine aufwühlende Familiengeschichte, vollkommen unsentimental und dabei tief berührend.  
Luchterhand
19,99 €

Bereits in Lillemors Blog vorgestellt:
Elizabeth Strout - Das Leben, natürlich - Lesen macht klug und schoen 1108

Nichts zieht sie mehr nach Shirley Falls zurück.
Aber natürlich folgen sie dem Hilferuf der Schwester, nicht ahnend, dass ihre Rückkehr nach Maine ihr bisheriges Leben vollkommen umkrempeln wird...

Elizabeth Strout - Das Leben, natürlich
Roman
Cover: Das Leben, natürlich
Luchterhand Literaturverlag, München 2013
ISBN 9783630873442
Gebunden, 400 Seiten, 
19,99 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Elizabeths Strouts neuen Roman "Das Leben, natürlich" kann Rezensent Thomas Leuchtenmüller nur unbedingt empfehlen. Den Ausgangspunkt dieses packenden Buches bildet der reale Fall eines Mannes, der 2006 den gefrorenen Kopf eines toten Schweins in eine Moschee in Lewiston wirft, in der somalische Immigranten beten, berichtet der Rezensent. Von da aus erzähle Strout die komplexe Familiengeschichte des Täters, richte aber den Fokus bald ganz auf das Beziehungsgeflecht zwischen seiner Mutter Susan, ihrem Zwillingsbruder Bob, der als perfekter, aber bemitleidenswerter Jurist auftritt, und dem Bruder Jim, dem erst spät ein wenig Glück zuteil wird. Leuchtenmüller attestiert der Autorin nicht nur einen herausragenden Sinn für Details und Tiefgründigkeit, sondern bewundert auch ihr Gespür für "zart Empfundenes". Darüber hinaus gelinge es ihr auf eindrucksvolle Weise, menschliche Themen wie Einsamkeit, Betrug, Krankheit, Therapie und Tod mit einem Skandal und beeindruckenden Naturimpressionen zu verbinden. Ein liebevoller, fesselnder und einfühlsamer Roman, der sich mit gutem Gewissen und einer eigenen Stimme in die Tradition des Regionalismus eines Mark Twain, William Faulkner oder John Updike einreihen kann, urteilt der Rezensent.

16 Mai 2014

Donna Tartt - Der Distelfink - Lesen macht klug und schoen 1123

Meisterlich: Frisch mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet ist der Kunstraubkrimi und Psychobildungsroman dieser amerikanischen Autorin. Beste amerikanische Erzähltradition mit rasanter Dramaturgie:

Donna Tartt - Der Distelfink
Roman




Goldmann Verlag, München 2014
ISBN 9783442312399
Gebunden, 1024 Seiten,
24,99 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. 
Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. 
Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...
Aus dem Amerikanischen von Rainer Schmidt und Kristian Lutze.

Donna Tartt wurde 1963 in Greenwood, Mississippi, geboren. Noch während ihres Studiums am Bennington College in Vermont begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Roman "Die geheime Geschichte" und schrieb sich damit unter die wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen Amerikas.
http://www.goodreads.com/interviews/show/893.Donna_Tartt

13 Mai 2014

Katja Petrowskaja - Vielleicht Esther - Lesen macht klug und schoen 1122

Das neue Buch der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2013
Eine unabgeschlossene Familiengeschichte erzählt in kurzen Kapiteln, der ein tragischer Epochenroman  hätte werden können:

Katja Petrowskaja - Vielleicht Esther
Roman

Vielleicht Esther

Suhrkamp Verlag
Gepl. Erscheinung: 10.03.2014
Gebunden, 285 Seiten
ISBN: 978-3-518-42404-9
19,95 Euro
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Statt ihren gewaltigen Stoff episch auszubreiten, schreibt die Autorin von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?

Die unabgeschlossene Familiengeschichte, die Katja Petrowskaja in kurzen Kapiteln erzählt, hätte ein tragischer Epochenroman werden können: 
der Student Judas Stern, ein Großonkel, verübte 1932 ein Attentat auf den deutschen Botschaftsrat in Moskau. 
Sterns Bruder, ein Revolutionär aus Odessa, gab sich den Untergrundnamen Petrowski. Ein Urgroßvater gründete in Warschau ein Waisenhaus für taubstumme jüdische Kinder.
Wenn aber schon der Name nicht mehr gewiß ist, was kann man dann überhaupt wissen?

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, studierte Literaturwissenschaft in Tartu (Estland) und promovierte in Moskau. Seit 1999 lebt sie in Berlin und arbeitet als Journalistin für russische und deutsche Print- Netzmedien. Seit 2011 ist sie Kolumnistin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für ihre Erzählung Vielleicht Esther erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis 2013.
Der Roman Vielleicht Esther von Katja Petrowskaja sowie Robin Detjes Übersetzung von William T. Vollmanns Europe Central sind für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014 nominiert.


Zitat aus dem Buch
»Der eigentliche Held meines Buches ist die deutsche Sprache, die ich erst als Erwachsene zu lernen begonnen habe. Durch den Sprachwechsel entkomme ich der Identität, die mir die russische Sprache zuschreibt. Auf Deutsch bin ich nicht mehr von vornherein im Recht, hier spreche ich weder in der Rolle des Siegers noch des Opfers (wozu mich meine osteuropäisch-jüdische Geschichte ohnehin zwingt). Es entsteht eine Art Stereo-Effekt. Historisch freigesprochen, kann ich mich der Frage zuwenden, wo wir heute als Menschen stehen – unabhängig davon, wer unser Großvater war.«
Katja Petrowskaja - Vielleicht Esther

Pressestimmen:

»Katja Petrowskaja, Siegerin von Klagenfurt, Geschenk für eine Literatur, die versteht, wie viel Kraft in einer fremden Sprache steckt.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Schon jetzt ist die deutsche Gegenwartsliteratur um eine kluge, flamboyante und höchst eigenständige Stimme reicher.«
Ijoma Mangold, DIE ZEIT




Proteste in Kiew : "Es gibt kein Zurück!" - Die Schriftstellerin Katja Petrowskaja über die Gewalt in der Ukraine
Die Gewalt in der Ukraine nimmt zu: Aus den friedlichen Protesten gegen die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch sind brutale Straßenschlachten geworden. Wie erlebt die ukrainisch-deutsche Autorin Katja Petrowskaja die Situation in ihrer Heimat?



"Katja Petrowskaja geht all diesen Spuren nach, besucht die Schauplätze, aber schreibend dramatisiert sie nichts. Sie benennt die Gräueltaten, sie malt Grausamkeiten und Unmenschlichkeit jedoch nicht extra aus. Da bleibt sie ganz lapidar. - "
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/lesezeichen/katja-petrowskaja-106.html

"2013 gewann sie mit einem Auszug aus ihrem Text "Vielleicht Esther" den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Das Komplettwerk der ukrainisch-stämmigen Katja Petrowskaja ist nun für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Darin befasst sie sich mit der Vernichtung der Juden von Kiew durch die Nazis im Jahr 1941.
"Vielleicht Esther" - der Titel von Katja Petrowskajas erstem Roman steht frei im Raum, lässt den Leser spekulieren: Wer ist Esther,"
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/175432/index.html




ZDF Interview mit Katja Petrowskaja v.24.01.2014:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2074864/Interview-mit-Katja-Petrowskaja


Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2014:
Ein Märchen, ein Roman? Für Samuel Moser ist das Buch von Katja Petrowskaja beides, und zwar im besten Sinne. Wie die Autorin durch das 20. Jahrhundert hindurch, durch Kiew, Berlin, Warschau, Moskau, unerschrocken und unvoreingenommen die Spuren ihrer Vorfahren, besonders derer, die dem Holocaust zum Opfer fielen, verfolgt, findet Moser bewundernswert. Beeindruckend scheint ihm, wie die genauen Bilder, die Petrowskaja findet, metaphysische Horizonte eröffnen, sodass Gewalt und Tod erahnbar werden und das Verschwinden in der Geschichte reversibel scheint. Dass die Autorin bei aller Genauigkeit keine Antworten anpeilt, sondern Nichtwissen und Leere zulässt, macht die Lektüre für Moser zu einer buchstäblich traumhaften Erfahrung.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.03.2014:
So hervorragend findet Ulrich Gutmair Katja Petrowskajas Roman über ihre Familiengeschichte in der Ukraine, dass er über Wesen und Zweck von Überlieferung zu philosophieren beginnt. In der Unklarheit darüber, wie die eigene Urgroßmutter tatsächlich geheißen hatte - "vielleicht Esther", aber alle nannten sie Babuschka - liegt für den Kritiker auch ein Wissen darüber verborgen, dass Überlieferung und Erinnerung immer lücken- und fehlerhaft, beschönigt oder rhetorisch überspitzt sind. So handelt auch der vorliegende Roman davon, welche Sprache Überlieferung für sich findet, und ist somit trotz seines dokumentarisch erzählenden Charakters "Literatur im besten Sinne", erklärt der Rezensent. Auch geht es in Petrowskajas Roman darum, welche Zuordnungen die Ideologien des 20. Jahrhunderts "auf die Körper gestanzt" haben und kommt zu dem Schluss: wir sind nicht Deutsche, Russen, Kommunisten oder Faschisten, wir sind alle Kinder von Kain, führt Gutmair weiter aus und meint: Auch darin artikuliert sich, welche Aufgabe und Funktion die Überlieferung für die Nachgeborenen hat.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.03.2014:
Helmut Böttiger hat die aus der Ukraine stammende und auf Deutsch schreibende Katja Petrowskaja in Berlin getroffen und mit ihr für den Aufmacher der Literaturbeilage über ihren jüngst erschienenen Roman "Vielleicht Esther" gesprochen. In dieser Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte lässt die seit 1999 in Berlin lebende Autorin ihre Ich-Erzählerin in ein polnisches Dorf reisen und dort nach ihren sowjetisch-russisch-jüdischen Wurzeln forschen. Für den Rezensenten manifestiert sich in der sprunghaft-assoziativen Wahrnehmung und Sprache Petrowskajas, die durch eindrucksvolle Bilder besticht, ein spezifisch "osteuropäisches Netz aus literarischen Sprachen und Bezügen". Damit wird diese Erforschung der eigenen Familiengeschichte, die genauso in die Vergangenheit wie in die Gegenwart zielt, zu "Literatur", wie Böttiger betont.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.03.2014:
Schön unroutiniert erscheinen Jens Bisky Katja Petrowskajas Geschichten. Dass sie von Tod und Verschwinden handeln, vom Aufzehren der Familie durch Krieg und Verfolgung und Flucht und der Suche nach Spuren in entsetzlicher Vergangenheit, erfordert laut Bisky Behutsamkeit beim Erzählen. Darüber wie auch über Takt verfügt die Autorin, schreibt Bisky. Für den Rezensenten entsteht so Familiengeschichtsliteratur, aber ohne die üblichen Routinen dieses beliebten Genres, atemberaubend unbefangen recherchiert mit Hilfe von Suchmaschinen und in Familienüberlieferungen und Archiven zwischen Kiew, Berlin, Warschau und Mauthausen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung,08.03.2014:
Mit diesem Buch sieht Rezensent Jan Wiele neueste Vorwürfe an die Gegenwartsliteratur widerlegt. Was die Autorin Katja Petrowskaja hier unternimmt, stuft Wiele zwar als autobiografische, mythologisch und durch Fotos und Archivfunde angereicherte Metafktion ein, allerdings liegt dem Text laut Wiele auch ein erzählerisches Prinzip zugrunde, dass ganz und gar literarisch ist. Das ist der Versuch zu erzählen, was eigentlich nicht kommunizierbar ist. Hier: Die vom Holocaust geprägte Familiengeschichte der aus Kiew stammenden Autorin. Der Wechsel zwischen leichtem Ton, jähen Abgründen und bitterer Ironie ist für den Rezensenten dabei von erheblichem Reiz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.03.2014:
Katja Petrowskajas neuer Roman "Vielleicht Esther" hat Rezensentin Cornelia Geissler tief beeindruckt. Denn obwohl die Autorin hier ihre eigene Familiengeschichte niederschreibt, hat die Kritikerin bald das Gefühl bei der Recherche dabei gewesen zu sein. So packend, so nahe berichte die in Kiew geborene und auf Deutsch publizierende Schriftstellerin von den lebenden, vor allem aber den toten Mitgliedern ihrer Familie, dass Geissler sich dem Bann dieser Geschichte nicht mehr entziehen kann: Sie folgt Petrowskajas Suche nach ihrer Großmutter Esther anhand von Dokumenten und Fotografien, reist in dem Buch mit der Autorin nach Auschwitz und ergründet mit ihr die Tradition der Familie, Gehörlose zu unterrichten. Nicht zuletzt bewundert die Kritikerin Petrowskajas sinnlichen und bildlichen Umgang mit Sprache.

09 Mai 2014

Chimamanda Ngozi Adichie - Americanah - Lesen macht klug und schoen 1121-

»Klug, humorvoll, politisch: Chimamanda Ngozi Adichies preisgekrönter Roman ›Americanah‹ über eine junge Nigerianerin, die in den USA fast das Glück findet, ist ein literarischer Triumph.« 

Chimamanda Ngozi Adichie - Americanah
Roman
Americanah
S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2014
ISBN 9783100006264
Gebunden, 608 Seiten,
24,99 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)

Die große Liebe von Ifemelu und Obinze beginnt im Nigeria der neunziger Jahre. Dann trennen sich ihre Wege: Während die selbstbewusste Ifemelu in Princeton studiert, strandet Obinze als illegaler Einwanderer in London. Nach Jahren kehrt Ifemelu als bekannte Bloggerin von Heimweh getrieben in die brodelnde Metropole Lagos zurück, wo Obinze mittlerweile mit seiner Frau und Tochter lebt. Sie treffen sich wieder und stehen plötzlich vor einer Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt. 

Adichie schreibt bewundernswert einfach, grenzenlos empathisch und mit einem scharfen Blick auf die Gesellschaft. Ihr gelingt ein eindringlicher Roman, der Menschlichkeit und Identität eine neue Bedeutung gibt.
Aus dem Englischen von Anette Grube.


Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur. Ihr Roman ›Blauer Hibiskus‹ war für den Booker-Preis nominiert, ›Die Hälfte der Sonne‹ erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Insgesamt wurde Adichies Werk in 37 Sprachen übertragen und sie steht auf der renommierten Liste der „20 besten Schriftsteller unter 40“ des „New Yorker“.Für ›Americanah‹ erhielt sie den Heartland Prize for Fiction sowie den renommierten National Book Critics Circle Award for Fiction 2013. Sie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.

Mehr über Chimamanda Ngozi Adichie »


07 Mai 2014

Siri Hustvedt - Leben, Denken, Schauen - Lesen macht klug und schoen 1120

Siri Hustvedt versammelt hier 32 Essays, alle sind, in ihren eigenen Worten, verbunden durch "eine lebenslange Neugier auf das, was es heißt, ein Mensch zu sein. Ich schaue, und manchmal sehe ich."
Siri Hustvedt  - Leben, Denken, Schauen 
Essays

Buchdeckel „Leben, Denken, Schauen“



Rowohlt Verlag, Reinbek 2014
ISBN 9783498030223
Gebunden, 496 Seiten,
24,95 EUR
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)


Hustvedts einzigartige Synthese des Wissens aus vielen Fachgebieten belebt den dringend nötigen Dialog zwischen den Geistes- und den Naturwissenschaften. Ihre Essays zeigen sie als scharfsinnige Betrachterin unserer Welt – und auf der Höhe ihres Schaffens.

Siri Hustvedt versammelt hier 32 Essays, entstanden zwischen 2006 und 2011. Sie alle sind, in ihren eigenen Worten, verbunden durch "eine lebenslange Neugier auf das, was es heißt, ein Mensch zu sein". Thematisch decken sie das gesamte Spektrum von Hustvedts vielfältigen Interessen ab: von der Kunsttheorie über die Literatur und Philosophie, die Psychologie und Psychoanalyse bis hin zu den Neurowissenschaften. Und doch tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf die Grundfragen unseres Menschseins.

Wie sehen, erinnern und fühlen wir? Wie interagieren wir mit anderen Menschen?
Was heißt es, zu schlafen, zu träumen oder zu sprechen? Was ist das Selbst? 
Siri Hustvedt, die Autorin der Bestseller "Die zitternde Frau" und "Der Sommer ohne Männer", versammelt hier 32 Essays.
Sie alle sind, in ihren eigenen Worten, verbunden durch "eine lebenslange Neugier auf das, was es heißt, ein Mensch zu sein". Thematisch decken sie das gesamte Spektrum von Hustvedts vielfältigen Interessen ab: von der Kunsttheorie über die Literatur und Philosophie, die Psychologie und Psychoanalyse bis hin zu den Neurowissenschaften. 

Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Erica Fischer.


Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Sie lebt in Brooklyn und ist mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat. Bekannt wurde sie mit den Romanen Die unsichtbare Frau, Die Verzauberung der Lily Dahl und vor allem mit den internationalen Bestsellern Was ich liebte, Die Leiden eines Amerikaners und Sommer ohne Männer. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin.Bei Rowohlt liegen diverse Essaybände von ihr vor, u.a. die autobiographisch-neurophysiologische Analyse Die zitternde Frau. Eine Geschichte meiner Nerven. Hustvedt hielt Vorträge über Kunst und Kunsttheorie u.a. im New Yorker Museum of Modern Art, im Prado und in der Münchner Akademie der Künste. 2012 hielt sie den 39. Freud-Vortrag in Wien
http://sirihustvedt.net/
http://opinionator.blogs.nytimes.com/author/siri-hustvedt/
http://www.psychologytoday.com/blog/reading-minds-method-or-muddle

05 Mai 2014

Lesen macht klug und schoen 1118 - Oksana Sabuschko - Museum der vergessenen Geheimnisse

Wer weiß schon wirklich etwas über die Ukraine? Die aufregendste Schriftstellerin der Ukraine Oksana Sabuschko rechnet schonungslos und mutig mit den gesellschaftlichen Verhältnissen ihres Landes ab:

Oksana Sabuschko - Museum der vergessenen Geheimnisse
Roman

Museum der vergessenen Geheimnisse

S.Fischer Taschenbuch
ISBN: 978-3-596-18932-8
voraussichtlich ab dem 26. Juni 2014 im Buchhandel
Preis € (D) 14,99
hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)



Daryna ist Fernsehproduzentin in Kiew. Eines Tages entdeckt sie ein Foto der Partisanin Helzja, Mitglied der Ukrainischen Aufstandsarmee in den 40er Jahren, und beschließt, ihrer Geschichte nachzuspüren. Als sie sich im Zuge ihrer Recherche in Helzjas Enkel Adrian verliebt, steckt sie bereits mitten im Geschehen.

Oksana Sabuschkos zweiter Roman ist eine schonungslose, mutige und manchmal schockierende Abrechnung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der Ukraine. In einem komplexen Panorama erzählt sie die Geschichte dreier Frauen und damit auch die schwierige und verworrene Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert. Daryna ist Fernsehproduzentin in Kiew. Eines Tages entdeckt sie ein Foto der Partisanin Helzja, Mitglied der Ukrainischen Aufstandsarmee in den 40er Jahren, und beschließt, ihre Geschichte in einer Dokumentation aufzuarbeiten, umso mehr, als sie sich im Zuge ihrer Recherchen in Helzjas Enkel verliebt. 
Fast zur selben Zeit kommt Darynas beste Freundin bei einem Unfall ums Leben, die Malerin Wlada, deren international hoch gehandelte Gemäldeserie "Geheimnisse" bei diesem Unfall verschwindet. Geheimnisse - vor den Bolschewiken vergrabene Ikonen, geheimniskrämerische Mädchenspiele, von der offiziellen Geschichtsschreibung Verschwiegenes, das Unausgesprochene zwischen Männern und Frauen - dieses Motiv durchzieht den Roman, der eine Mentalitätsgeschichte eines paradigmatischen osteuropäischen Landes darstellt.
Geheimnisse – vor den Bolschewiken vergrabene Ikonen, geheimniskrämerische Mädchenspiele, von der offiziellen Geschichtsschreibung Verschwiegenes, das Unausgesprochene zwischen Männern und Frauen – dieses Motiv durchzieht den überbordend erzählten Roman, der eine erstrangige Mentalitätsgeschichte eines paradigmatischen osteuropäischen Landes darstellt. 
Oksana Sabuschkos neues Buch ist noch offensiver als ihr Erfolgsroman Feldstudien über ukrainischen Sex, sie verschont weder die Helden der ukrainischen Geschichte noch deren Opfer, weder die Jahrzehnte unter der russischen Sowjetherrschaft noch die ersten beiden Jahrzehnte der Unabhängigkeit, und – da sich der gesellschaftliche Machtkampf gerade auch im Sexuellen spiegelt – weder Männer noch Frauen. Ihre Fragen gehen uns alle an: Ist es vernünftig, die »stillgelegten Geheimnisse« der Geschichte auszugraben – oder sollte man sie aus Sicherheitsgründen gar nicht erst berühren? 
Wie gehen wir mit den Traumata der Vergangenheit um, von denen wir gar nicht wissen, dass wir sie geerbt haben? 


Oksana Sabuschkodie wichtigste Schriftstellerin der heutigen Ukraine, wurde 1960 geboren und lebt in Kiew. Sie hat ein Philosophie-Studium abgeschlossen, an der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften gearbeitet, war als Fulbright-Stipendiatin in Harvard und Pittsburgh und als writer-in-residence 1992 an der Penn State University. Gegenwärtig ist sie Vizepräsidentin des ukrainischen Pen-Zentrums und schreibt regelmäßig für Zeitschriften und Magazine zu literarischen Themen. Ihr Werk ist in mehrere Sprachen übersetzt und wurde u. a. mit dem Global Commitment Foundation Poetry Prize 1997 ausgezeichnet. 


Sabuschko publizierte seit Mitte der 80er-Jahre mehrere Lyrikbände (ein Auswahlband in englischer Übersetzung erschien 1996 in Toronto), mehrere Erzählungen und politisch-philosophische Studien, sowie 1996 den Roman Feldstudien über ukrainischen Sex, der noch vor dem Erscheinen als Raubdruck zirkulierte und den Namen der Autorin berühmt machte. Im November 2009 erschien ihr Roman Museum der vergessenen Geheimnisse in Kiew, der seitdem die ukrainischen Bestsellerlisten anführt.
http://www.buchjournal.de/642267/
http://de.wikipedia.org/wiki/Oksana_Sabuschko
http://zabuzhko.com/ua/