Lillemors Frauenbuchladen
ist die Antwort auf das öffentliche Verschweigen weiblicher Lebenswirklichkeit und Lebenszusammenhaenge in der Literatur, in der Kunst und in den Medien.
Transkript Verlag
Feminismus seminar
Universität Köln / Feminismus Seminar, 2014
Historisches Institut, Abt. für Anglo-Amerikanische Geschichte
04/2014, 418 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2604-9
29,99 Euro hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Die klassische feministische Geschichtsschreibung hat zugunsten
bekannter Gruppen, Personen, Texte und Ereignisse den Blick für die
Differenziertheit der Akteur_innen verloren. Es gab jedoch nie den einen
Feminismus; vielmehr konnten sich feministische Bewegungen und Debatten
gerade erst durch ihre inhärenten Konflikte immer wieder neu
artikulieren und dadurch wirkmächtig werden. Trotz der Vielzahl an
Publikationen gelingt es nur wenigen Überblickswerken, sich von einer
überkommenen Mainstream-Erzählung zu lösen. Dieser Band reaktualisiert
daher die Debatten um die Geschichte und die Bedeutung des Feminismus
jenseits von Klischees, historischen Reduktionismen oder unkritischer
Affirmation.
Das Feminismus Seminar ist ein Herausgeber_innen- und Autor_innenkollektiv am Historischen Institut der Universität zu Köln. Das
Seminar hinterfragt herkömmliche Geschichtsschreibungen des Feminismus
und eröffnet neue Sichtweisen, indem Phänomene ins Licht gerückt
werden, die die linearen – meist aus bürgerlicher Perspektive erzählten –
Historiografien auslassen, um diese dezidiert in eine feministische
Narration einzubeziehen.
Homepage: aaa.phil-fak.uni-koeln.de
Eine zarte und tragikomische Liebesgeschichte gespickt mit einem tierischen Durcheinander! Dorit David - Tür an Tür Roman
Quer Verlag
272 Seiten
ISBN 978-3-89656-220-3
14,90 € hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Inka ist Einsiedlerin und kommt zu der Indischen Stabheuschrecke wie
die Jungfrau zum Kind. Eines Tages steht Bojan, der Sohn ihrer Nachbarin
Gitta, vor der Tür und bittet um „Insektensitting“. Bevor Inka jedoch
als karitative Einrichtung für heimatlose Geschöpfe endet, tritt Gitta
höchstpersönlich in ihr Leben. Eine scheinbar unkomplizierte Beziehung
beginnt. Doch die Leichtigkeit hat Tücken. Inka, in der DDR aufgewachsen,
ist eine Meisterin der Tarnung und auch in Gittas Leben gibt es blinde
Flecken. Zudem verbindet beide etwas, über das sie lieber schweigen: der
Verlust eines geliebten Menschen. Als ihre Liebe an Tiefe gewinnt,
bekommt die Beziehung einen Riss.
Dorit David lebt seit 1992 in Hannover. 2007 geht sie mit ihrem ersten Buch Herr Feng Shui weint an
die Öffentlichkeit und bringt drei weitere Bilderbücher heraus. Sie
arbeitet u.a. als Schauspielerin, Pädagogin und Illustratorin. 1993
beginnt sie spontan auf der Bühne Geschichten zu erfinden und ab dem
Jahrtausendwechsel auch am Schreibtisch. Ihr erster Roman Gefühl ohne Namen erschien 2012, gefolgt im Jahr 2014 von Tür an Tür (beide im Querverlag). http://www.dorit-david.de/ https://de-de.facebook.com/dorit.david.31
C.H.BECK
2014. 352 S.: mit 49 Abbildungen.
Gebunden
ISBN 978-3-406-65902-7
24,95 Euro hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Dass neben Sophie Scholl auch viele andere mutige
Widerständlerinnen gegen das Hitler-Regime gekämpft haben, ist kaum
bekannt. Frauke Geyken erzählt einfühlsam, wie sie in den Widerstand
kamen, was sie antrieb, ob und wie sie entdeckt wurden – und warum man
sie nach 1945 so lange vergessen hat. Eine mitreißende Hommage an den
Kampf von Frauen für Freiheit und Gerechtigkeit. Sophie Scholl war 21
Jahre alt, als sie die Flugblätter der „Weißen Rose“ verteilte. Cato
Bontjes van Beek arbeitete im gleichen Alter für die „Rote Kapelle“. Die
Kommunistin Antje Havemann engagierte sich mit 30 Jahren für ein
geeintes, freies, sozialistisches Europa. Die Schneidermeisterin
Annedore Leber kämpfte mit Mitte 30 an der Seite der Attentäter vom 20.
Juli, und die gleichaltrige vierfache Mutter Rosemarie Reichwein
unterstützte den „Kreisauer Kreis“. Frauke Geyken versteht es
meisterhaft, die unterschiedlichen Lebensgeschichten dieser und anderer
Frauen miteinander zu verflechten. Sie schildert, wo sich die Wege
kreuzten, welche Rolle die Ehemänner spielten und wie die Frauen mit
Erniedrigungen, Verurteilungen und Anfeindungen selbst noch in der
Nachkriegszeit umgegangen sind. Zur Sprache kommen auch Frauen wie Inge
Aicher-Scholl und Marie Louise von Scheliha, deren Leben nach 1945 von
dem erstaunlich mühsamen Kampf um Anerkennung des Widerstands bestimmt
war.
Liebe BücherfreundIn,
Der Frauenbuchladen soll schöner werden.
Deshalb ist er am Samstag, den 26.7.2014 wegen
Malerarbeiten GESCHLOSSEN!Eine neue Markise ist auch schon in Arbeit.
Und weil wir alle das Glück lieben, hier unser Lesetipp fürs
Wochenende:
Katherine
Mansfield - Glück »Was kann man denn auch tun, wenn
man dreißig ist, in seine eigene Straße einbiegt und
plötzlich von einem Gefühl des Glücks überwältigt wird –
reinen Glücks! –, als hätte man mit einemmal ein
strahlendes Stück dieser Spätnachmittagssonne verschluckt,
und nun brannte es einem in der Brust, und winzige
Funkenregen stoben durch den ganzen Körper, in jeden
Finger und jede Zehe?«
Vordergründig passiert nicht viel – man feiert ein
Gartenfest, lädt Freunde zum Essen ein, geht am Meer oder in
einem Park spazieren, verschenkt ein Puppenhaus, begegnet
sich in einem Café –, und doch erzählen diese Geschichten
vom Drama des Lebens: von heftiger Liebe, die jäh enttäuscht
wird, vom Glück und seiner Flüchtigkeit, von der
Vereinzelung des Einzelnen. All das wird in einem Ton
zartester Heiterkeit, scheinbar beiläufig in einer einfach
anmutenden Prosa geschildert. Meistererzählungen im kleinen,
handlichen Format mehr Information zum Buch hier im blog: Katherine Mansfield - Lesen macht klug und schoen 794
Wir wünschen einen schönen und freundlichen Sommer
btb
Taschenbuch, Broschur, 640 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
99 Abbildungen
ISBN: 978-3-442-74706-1
€ 14,99 hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Von der Griechin Sappho bis zur Britin J. K. Rowling: Eine weibliche Literaturgeschichte in 99 Porträts:
Ihre
Verse haben Jahrtausende überdauert wie Sapphos Poesie, sie schrieben
in düsteren Verhältnissen wie die Schwestern Brontë, erfanden den
weiblichen Fantasy-Roman wie Irmtraud Morgner, radikale Schreibweisen
wie Elfriede Jelinek und die berühmteste Romanfigur der Gegenwart, Harry
Potter. 99 schreibende Frauen haben die Autorinnen für ihren weiblichen
Kanon der Literaturgeschichte ausgewählt. Sie porträtieren die
Autorinnen, betten ihr Werk in Lebens- und Zeitumstände, positionieren
sie innerhalb literarischer Traditionen und an deren Bruchstellen. Eine
Wanderung durch die weiblichen Gefilde der Weltliteratur, für die man
nichts mitbringen muss als Neugier und Leselust. Von Achmatova, Barnes, Carrington über Kaleko, Lispector, Sagan, Ulitzkaja bis Yourcenar und Zwetajewa, alles was Rang, Ruhm, Namen hat und bemerkenswert zur Literatur beigetragen hat.
Verena Auffermann
(Autorin)
Verena Auffermann, geb. in Höxter i. W. Buchhandelslehre,
Verlagstätigkeit, Auslandsaufenthalte. Studien der Kunstgeschichte,
Redakteurin, freischaffende Journalistin und Kritikerin vor allem für
die »Süddeutsche Zeitung«. Jurorin der SWR-Bestenliste. Zuletzt
erschienen von ihr in Buchform »Nelke und Caruso. Über Hunde. Eine
Romanze« (1996, mit Iso Camartin), »Das geöffnete Kleid. Von Giorgione
zu Tiepolo«, Essays (1999) sowie »Beste Deutsche Erzähler 2000« (als
Hg.).
Elke Schmitter
(Autorin)
Elke Schmitter wurde 1961 in Krefeld geboren. Sie studierte in
München Philosophie und war von 1992 bis 1994 Chefredakteurin der
»taz«. Seitdem schrieb sie als freie Autorin u.a. für »Die Zeit«, die
»Süddeutsche Zeitung« und den »Spiegel«. 1981 veröffentlichte sie den
Lyrikband »Windschatten im Konjunktiv«, 1998 einen Essayband über
Heinrich Heine, »Und grüß' mich nicht unter den Linden«. Ihr Roman »Frau
Sartoris« (Berlin Verlag 2000) wurde von der Presse begeistert
aufgenommen und war ein großer Erfolg. Er wird derzeit in 12 Sprachen
übersetzt.
Ursula März
(Autorin)
Sie schreiben für bekannte Medien wie Die Zeit, Süddeutsche
Zeitung, Der Spiegel, NZZ am Sonntag, ARD sowie den Hörfunk und sind
erfolgreiche Autorinnen: Elke Schmitter mit dem Roman »Frau Sartoris«;
Ursula März mit dem biographischen Essay »Du lebst wie im Hotel«;
Gunhild Kübler mit einer Neuübersetzung von Gedichten von Emily
Dickinson und Verena Auffermann mit der Romanze »Nelke und Caruso«.
Gunhild Kübler
(Autorin)
Sie schreiben für bekannte Medien wie Die Zeit, Süddeutsche
Zeitung, Der Spiegel, NZZ am Sonntag, ARD sowie den Hörfunk und sind
erfolgreiche Autorinnen: Elke Schmitter mit dem Roman »Frau Sartoris«;
Ursula März mit dem biographischen Essay »Du lebst wie im Hotel«;
Gunhild Kübler mit einer Neuübersetzung von Gedichten von Emily
Dickinson und Verena Auffermann mit der Romanze »Nelke und Caruso«.
Lelle
liebt Frauen. Sie genießt sie wie andere Schokolade. Dafür schämt sie
sich nicht. Auch nicht dafür, in anderer Leute Büro zu stürmen und
ihnen intime Details zu erzählen. Oder ihnen Fragen zu stellen. Über
Dinge, über die man nicht spricht. Wie eine Frau ohne Beine zur
Toilette geht, beispielsweise. Paula ist eine solche Frau, die sich
gewandt auf Rolli-Rädern durchs Leben bewegt. Sie ist Doktorandin,
forscht über zusammengesetzte Verben und möchte in wissenschaftlichen
Zeitschriften zitiert werden. Über ihr Begehren möchte sie nicht
sprechen. Schon gar nicht mit aufdringlichen Lesben wie Lelle. Martin
ist Lelles bester Freund. Filialleiter mit Reihenhaus und heimlichem
Fetisch. Er hat Paula übers Internet gesucht und gefunden. Und verliebt
sich in sie. Genau wie Lelle … Sara Lövestams Roman bringt Denkmuster in Bewegung und unterhält gleichzeitig aufs Feinste. Aus dem Schwedischen von Julia Kielmann
Sara Lövestam, Jahrgang 1980, begann im zarten Alter von vier Jahren zu schreiben. Mit achtzehn reichte sie ihren ersten Roman ein, doch kein Verlag erkannte ihr wahres Genie. Einige Jahre später wusste Sara Lövestam, wie viel Arbeit es wirklich erfordert, einen Roman zu schreiben. 2009 gewann sie den Romanwettbewerb des renommierten schwedischen Verlags Piratförlaget, und wenig später erschien ihr Debütroman So wie du bist, dem inzwischen vier weitere Romane gefolgt sind. http://saralovestam.se/in-english/
Als ich sieben Jahre alt war, wohnten wir in einem grünen Haus. Ein Nachbar von uns, ein tüchtiger Schneider, schlug oft seine Frau. Abend für Abend hörten wir das Geschrei, das Schluchzen, die Flüche. Am nächsten Morgen machten wir weiter im alten Trott. Alle Nachbarn taten, als hätten sie nichts gehört und nichts gesehen. Dieser Roman ist denen gewidmet, die hören und sehen. Elif Shafak - EHRE Roman
Kein und Aber Verlag
Hardcover inklusive eBook
528 Seiten
Format 11,6 x 18,5 cm
ISBN: 978-3-0369-5676-3
24.90 € hier bestellen (Ab 25€ ist der Versand kostenfrei)
Zwei Zwillingsschwestern - die eine in London, die
andere in einem kleinen kurdischen Dorf. Pembe und Jamila verbindet eine
tiefe Liebe, und beide kämpfen sie gegen die Widrigkeiten des Lebens. Während Jamila in der Türkei als Hebamme hart arbeiten muss, wird von
Pembe in London als Mutter dreier Kinder ein fester Charakter gefordert. Als Pembes Mann sie verlässt, ihre Kinder eigene Wege gehen und sie
selbst eine neue Bekanntschaft macht, wird eine Kette von Ereignissen ausgelöst, an deren Ende ein erschütternder Mord steht.
Aus dem Englischen von Michaela Grabinger. Elif Shafak, in Straßburg geboren, gehört zu den meistgelesenen
Schriftstellerinnen in der Türkei. Sie studierte Internationale
Beziehungen an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara,
erhielt einen »Master of Sciences in Gender and Women's Studies« und
promovierte an derselben Universität. Die preisgekrönte Autorin von zwölf Büchern, darunter The Forty Rules of Love und Honour,
schreibt auf Türkisch und auf Englisch. Ihre Bücher sind in über 30
Ländern erschienen. Elif Shafak lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in
London und Istanbul. www.elifshafak.com http://de.wikipedia.org/wiki/Elif_Shafak
Presse:
»Der Star der türkischen Literaturszene.« Der Spiegel
»Shafak hat ein feines Gespür für szenische Dramaturgie, das richtige Tempo und die Ökonomie von Geheimnis und Verrat. Und sie urteilt nicht über ihre Figuren. Shafaks fiktive Chronik eines Ehrenmordes, sehr fein übersetzt, kommt der europäischen Realität eindringlich und ungemütlich nahe.« Der Spiegel
»Groß ist diese Familiengeschichte, üppig, lebendig, bunt und keineswegs nur düster, wie man vermuten könnte. Dramatisch ist das, was passiert. Aber eben nicht nur. Immer schwingt ein feiner Humor mit, große Spannung, ein Familienepos, das einen tief in eine andere Kultur blicken lässt. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so fesseln würde, aber ich habe das Buch beinahe atemlos gelesen.«
WDR - Christine Westermann
»Elif Shafak kann das Unverstehbare verständlich machen.« Wolfgang Herles, Das blaue Sofa
»Es passiert nicht so oft, dass mich ein Roman vom Fleck weg so begeistert!
Meisterhaft.« ZDF-Morgenmagazin
»Düster, schön und voller Überraschungen ist diese Familiensaga. Elif Shafak wird verehrt, verachtet – auf alle Fälle aber wie verrückt gelesen.« Brigitte
»Ihr Roman ist sensibel, klug und offenherzig - Shafaks reifster Roman.« Deutschlandradio
»Ähnlich wie Isabel Allende verbindet Elif Shafak mystische Elemente, große Gefühle und politische Geschichte. Ein Generationenepos, das man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte!«
Freundin Donna
»Toller Familienroman. (...) Aufwühlend. Für alle, die Lust auf große Themen wie Hoffnung, Verlust, Vertrauen, Verrat und Liebe haben.«
Freundin
»Ein beeindruckender Roman über die Familie, die Geschlechterrollen, die verlorene Heimat, die Suche nach dem Glück in London und die Ehre.«
Emotion
»Shafaks Sprache ist ausdrucksstark und makellos. Mit „Ehre“ greift sie erneut ein Thema auf, das gerne am Rande der öffentlichen Debatte gehalten wird. Ein Buch wie Balsam.«
Die Presse
»Großer türkischer Roman über Familie, Freiheit und Tradition. (...) Weit umspannendes Familienepos, das in seiner Tragik heute noch geschehen könnte.«
Woman
Zitat zum daily book heute: "Ich habe schon viele Ringe auf dem Basar gekauft, aber zwei sind besonders. Der eine hat einen runden braunen Stein mit einem winzigen Lapislazuli, der in seiner Mitte wirbelt. Er erinnert mich daran, wie wir alle miteinander verbunden sind. Auch das Schreiben hat mit Verbindungen zu tun ..." Elif Shafak
"I'm a storyteller. That's what I do in life -- telling stories, writing novels -- and today I would like to tell you a few stories about the art of storytelling and also some supernatural creatures called the djinni. But before I go there, please allow me to share with you glimpses of my personal story. I will do so with the help of words, of course, but also a geometrical shape, the circle, so throughout my talk, you will come across several circles."Elif Shafak
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Regenbogenfamilien polarisieren. Viele verstehen sie als »Nein« zur traditionellen Familie, die sich allerdings selbst in der Krise befindet. Umso empörter der Aufschrei jener, die an ihr festhalten wollen. Aber auch diese Frage steht im Raum: Sind Schwule und Lesben vielleicht die besseren Eltern, weil ihre Kinder Wunschkinder sind, weil sie vorurteilsfreier erziehen und für ein neues, modernes Familienbild stehen?
Katja Irle zeichnet ein differenziertes Bild: Bedeutet die Akzeptanz von Regenbogenfamilien tatsächlich das Aus für die traditionelle Familie? Und worin unterscheiden sie sich von dieser? Wie verwirklichen homosexuelle Paare ihren Kinderwunsch und wie gehen sie mit Widerständen um? Wie entwickeln sich ihre Kinder? Die Verbindung zwischen Sexualität, Fortpflanzung und Elternschaft steht in Frage, es geht um eine Neudefinition dessen, was jahrhundertelang Konsens war. Neben Kindern und Eltern aus Regenbogenfamilien kommen zahlreiche Politiker und Fami-lienexpertenin diesem Buch zu Wort, darunter Volker Beck, Remo H. Largo, Klaus Hurrelmann, Ralph Dawirs, Marianne Leuzinger-Bohleber und viele andere.
Katja Irle war langjährige Redakteurin der »Frankfurter Rundschau« und verantwortlich für die »Wissen«-Seite. Heute arbeitet sie als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und andere Kultur-Formate.
Hélène de Beauvoirs Lebenserinnerungen erscheinen hier erstmals auf Deutsch und erzählen das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin aus dem Kreise von Sartre, Camus und Simone de Beauvoir.
Mit unveröffentlichten Bildern und Dokumenten ergänzt.
Hélène de Beauvoir (1910-2001) stand ein Leben lang und über den Tod hinaus im Schatten ihrer zwei Jahre älteren Schwester Simone.
Höchste Zeit also, eine Frau zu entdecken und zu würdigen, deren Leben fast das gesamte 20. Jahrhundert umfasste und die zu jenem kämpferischen wie begabten Künstlerkreis ebenso selbstverständlich gehörte wie Sartre, Camus oder ihre Schwester.
Sie gehörte zum glamourösen Zentrum der intellektuellen und künstlerischen Avantgarde in Paris um Sartre, Camus, Picasso und ihre Schwester Simone. Doch obwohl Hélène de Beauvoir (1910–2001) in ihrem Freiheitsdrang oft entschlossener und mutiger war als ihre große Schwester, stand und steht sie bis heute in deren Schatten.
Schon in jungen Jahren rebellierte sie gegen Angepasstheit und den »obskuren Platz«, den ihr die gesellschaftliche Konvention
als Frau zuschrieb.
Mehr noch als Simone hatte Hélène mit der patriarchalischen
Gesellschaftsordnung zu kämpfen.
Sie wurde mit Leidenschaft Malerin, engagierte sich früh gegen gesellschaftspolitische Missstände und nahm an den großen intellektuellen Bewegungen der Nachkriegszeit teil.
Die von der Kunsthistorikerin Dr. Karin Sagner herausgegebenen Erinnerungen, die nun erstmals auf Deutsch vorliegen, enthalten bislang unveröffentlichteDokumente, darunter Texte von Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre.
Sie berichten von einem Leben, das geprägt war von der Suche nach künstlerischer Erfüllung und der bedingungslosen Liebe zu ihrer Schwester.
Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert. 2011 erschien ihr Buch »Schöne Frauen«, 2012 ihr Buch »Renoir und seine Frauen« im Elisabeth Sandmann Verlag.