Essays, Reden und
Gesprächen der letzten Jahre, von Christa Wolf selbst ausgewählt, viele
davon hier erstmals veröffentlicht:
Essays, Reden, Gespräche

Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42313-4
19,95 €
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Rede, daß ich dich sehe – die sokratische Aufforderung deutet an,
welches Ziel Christa Wolf mit ihren Büchern verfolgt:
sich zu erkennen
zu geben, »an die Wurzeln unserer Existenz vorzudringen«.
In diesem Band
sind es die Werke von Schriftstellerkollegen und bildenden Künstlern,
denen sie sich zuwendet. Sie schreibt über Doktor Faustus und Thomas Manns Exil in Los Angeles, Schauplatz ihres großen Romans Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud.
Sie erzählt von den Kassandra-Radierungen der Malerin Nuria Quevedo,
von den Aschebildern Günther Ueckers zu Tschernobyl und vom legendären
Carl friedrich Claus, der seine Sprachblätter in einer Aktentasche mit
sich herumtrug. Sie zeichnet ein liebevolles Porträt von Uwe Johnson,
ist streitbar für Günter Grass und entwirft beim Nachdenken über den
»blinden Fleck« eine kurze Mentalitätsgeschichte der Deutschen und ihres
Verhältnisses zur Literatur.
In den Essays, Reden und
Gesprächen der letzten Jahre, von Christa Wolf selbst ausgewählt, viele
davon hier erstmals veröffentlicht, webt eine große Autorin unserer Zeit
ein dichtes Netz des künstlerischen Dialogs, in dessen Zentrum wir ihr
eigenes Werk sehen. Und wie nebenbei entsteht über den Weg der Kunst ein
Bild unserer Verhältnisse, wie sie sind und wie sie auch sein könnten.