Sahra Wagenknecht - Freiheit statt Kapitalismus
Wie wir zu mehr Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit kommen
ISBN 9783821865461
19,95 EUR
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Sahra Wagenknecht nimmt Ludwig Erhard beim Wort: Wohlstand für alle! In ihrer Analyse entwirft sie ein Zukunftsmodell, das dort weiterdenkt, wo die meisten Marktwirtschaftler auf halbem Wege stehen bleiben. Ebenso wie die Marktwirtschaft sozial wird, wenn man sie vom Kapitalismus befreit, wird Sozialismus kreativ, wenn man ihn von der Planwirtschaft erlöst. Schon lange sind nicht mehr Wettbewerb oder gar Leistung die zentralen Merkmale und Perspektiven unserer Wirtschaft, sagt Sahra Wagenknecht. Der Kapitalismus hat seine Produktivität und Kreativität verloren. Wenn Ökonomie die Kunst des Anreizesetzens ist, wirken heute die falschen, denn sie belohnen abstrakte Renditeziele und Jobvernichtung statt Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen, Umweltschonung und Unternehmenswachstum.
Fazit der Autorin:
Die Politik der bürgerlichen Parteien einschließlich der gewendeten Sozialdemokratie hat mit den Vorstellungen der Väter der sozialen Marktwirtschaft heute in etwa noch so viel gemein wie der alte deutsche Kaiser Wilhelm mit den Ideen der Pariser Kommune. Der einzige Unterschied ist, daß der Monarch nicht im Traum darauf verfallen wäre, sich auf solche Ideen auch noch zu berufen.
Wer die Ordoliberalen für die heutige Politik in Haftung nimmt, die keine Unternehmensform so tatkräftig mästet wie den globalen Großkonzern und die die Unterwerfung unter die Diktate machtvoller Wirtschaftslobbys schon so verinnerlicht hat, daß sie es gar nicht mehr zu merken scheint, der hat die Vertreter dieser Schule entweder nicht gelesen, oder er betreibt wissentlich ideologische Leichenfledderei. (…)
